Karsamstag A

Erklärung der Zeremonien des Karfreitags

Der Karfreitag beginnt mit einem einzigartigen liturgischen Zeichen: Die Kirche ist leer und still. Der Altar ist nackt, ohne Tuch, ohne Blumen, ohne Kerzen. Der Tabernakel steht offen und leer. Diese Leere ist jedoch keine Armut, sondern eine bewusste Aussage: Hier ist der Tod gegenwärtig. Die Feier beginnt um 15 Uhr, der Todesstunde Jesu, oder später am Nachmittag. Der Priester und die Diakone treten schweigend ein und werfen sich vor dem nackten Altar zu Boden. Diese Prostration ist eine der eindringlichsten Gesten des gesamten Kirchenjahres: Der Mensch liegt flach auf dem Boden vor dem Geheimnis des Leidens Gottes.

Die Feier ist in drei Teile gegliedert. Der erste Teil umfasst die Wortliturgie mit der Lesung vom leidenden Gottesknecht aus dem Buch Jesaja und dem Psalm 31. Zudem wird ein ausführlicher Abschnitt aus dem Hebräerbrief gelesen, der Christus als den wahren Hohepriester beschreibt. Im Zentrum steht das Johannesevangelium, insbesondere die Passionsgeschichte nach Johannes, die vollständig vorgetragen oder gesungen wird. Johannes zeichnet dabei das Bild Jesu nicht als Opfer, sondern als König, der seinen Thron besteigt; das Kreuz erscheint bei ihm als Ort der Erhöhung und der Herrlichkeit.

Nach der Homilie folgen die Großen Fürbitten, die als das älteste überlieferte Fürbittengebet der Kirche gelten und eine zentrale Stellung in dieser Feier einnehmen. In ihnen bringt die versammelte Gemeinde ihre Bitten vor Gott und umfasst dabei in besonderer Weise die gesamte Welt. Es wird gebetet für die Kirche in ihrer Gesamtheit, für den Papst als ihren sichtbaren Hirten, für den Klerus in seinem Dienst, für die Katechumenen auf ihrem Weg zum Glauben, für die Einheit aller Christen, für die Juden, für alle, die nicht an Christus glauben, für alle, die nicht an Gott glauben, sowie für alle Menschen, die öffentliche Verantwortung tragen. Diese umfassende und universale Weite des Gebets ist von großer theologischer Bedeutung. Gerade am Tag des Todes Jesu richtet die Kirche ihren Blick über sich selbst hinaus und schließt die ganze Menschheit in ihr Gebet ein, weil Christus am Kreuz nicht nur für einige, sondern für die ganze Welt gestorben ist.

Der zweite Teil ist die Kreuzverehrung. Das Kreuz wird feierlich enthüllt — entweder schrittweise mit dreimaligem „Seht das Holz des Kreuzes, an dem das Heil der Welt gehangen hat“, worauf die Gemeinde antwortet „Kommt, lasset uns anbeten“, oder in einer einzigen Enthüllung. Dann treten die Gläubigen einzeln vor das Kreuz — sie knien nieder, küssen es oder berühren es mit der Stirn. Diese Geste ist keine Verehrung des Holzes, sondern des Gekreuzigten selbst. Während der Kreuzverehrung werden die Improperien gesungen — die Klagerufe Gottes an sein Volk: „Mein Volk, was habe ich dir getan?“

Der dritte Teil ist die Kommunionfeier. Am Karfreitag wird keine Messe gefeiert – es ist der einzige Tag im Jahr ohne Eucharistiefeier. Die Gläubigen empfangen die Kommunion aus den Hostien, die am Gründonnerstag geweiht und auf einen Nebenaltar gebracht wurden. Das hat eine tiefe Bedeutung: Die Eucharistie am Gründonnerstag und das Opfer am Karfreitag gehören zusammen und sind ein einziges Heilsgeschehen, auch wenn sie zeitlich getrennt sind.

Die Feier endet ohne Segen, ohne Entlassung und ohne Schlusslied. Die Gemeinde verlässt den Ort der Feier in Stille – und begibt sich in die Stille des Karsamstags, in das Warten vor dem leeren Grab.rite

Karfreitag, Fasten- und Abstinenztag Joh 18,1-19,42

Die heutige Liturgie stellt uns das Kreuz nicht nur als Thron des himmlischen Königs, sondern auch als Stuhl des göttlichen Lehrers dar. In einer seiner Predigten spricht der heilige Augustinus vom Kreuz als Schulraum, als Klassenzimmer. In dieser Predigt stellt er die Hoffnungslosigkeit der Jünger nach der Kreuzigung dem Eifer des guten Schächers gegenüber, der lernte, auf den Herrn zu hoffen. Augustinus sagt, die Jünger hätten ihren Meister vergessen, der gute Schächer aber habe seinen gefunden: „Dieses Kreuz war ein Schulraum; dort lehrte der Lehrer den Schächer. Das Kreuz, an dem er hing, wurde zum Stuhl, von dem aus er lehrte.“ Die Kraft der Karfreitagsliturgie entspringt dem stillen Blick dessen, der „die Last unserer Sünden am Kreuz trug“. Wir kommen in den Tempel, um den anzusehen, den wir durchbohrt haben. Und um ihm alles zu Füßen zu legen, was in unserem Leben zerbrochen ist. Und wir alle sprechen dasselbe Gebet: „Herr, gedenke meiner, wenn du in dein Reich kommst.“ An diesem Tag, an dem überall tiefe Stille herrscht, fühlen wir uns alle mit dem reuigen Schächer.

Jesus Christus starb für uns. Er ist unser Mittler beim Vater. In seinem Namen wagen wir zu beten.

Selig, die eingehen in den Tod, der den Glaubenden zur Auferstehung geworden ist.

Gründonnerstag Joh 13,1-15

Mittwoch der Karwoche Mt 26,14-25

Jesus Christus, der um den Preis  eines Sklaves  verraten wurde ,sei mit euch.

Eltern investieren oft viel Zeit und Kreativität in die Namenswahl für ihr Kind. Doch nicht alle Namen, die ihnen gefallen, sind erlaubt. In einigen Ländern gibt es Gesetze, die bestimmte Vornamen verbieten, wenn sie dem Kind schaden könnten, sei es durch einen komischen Klang oder durch negative Verbindungen. Beispielsweise werden Namen wie Porsche, Peppermint oder Pepsi als unangemessen angesehen. Auch Namen wie Unruhestifter, Luzifer, Satan oder Judas sind problematisch, da sie negative Assoziationen wecken.

Jesus,du hast mit deinen Aposteln das Ostermahl gefeiert. Herr,erbarme dich unser.

Du wolltest alles  erfüllen, wie es geschrieben steht. Christus, erbarme dich unser.

Du hast in allem den Willen des Vaters getan. Herr,erbarme dich unser.

Wer sein Kind Judas nennen möchte, trifft beim Standesamt auf Widerstand. Der Name Judas steht für Inloyalty und Verrat, insbesondere wegen Judas Iskariot, der Jesus verraten hat. Viele vergessen, dass der Name in biblischen Zeiten unbedenklich und weit verbreitet war. Unter den zwölf Aposteln gab es auch einen weiteren Judas: Judas Thaddäus, ein naher Verwandter Jesu. Zudem sollten wir Judas Makkabäus erwähnen, der im 2. Jahrhundert v. Chr. den jüdischen Aufstand gegen die Seleukiden anführte. Zu jener Zeit war Judas ein gängiger männlicher Vorname.

Der Name Judas Iskariot hat heute eine negative Bedeutung, weil Verrat als eines der schlimmsten Verbrechen gilt. Verrat bedeutet einen Bruch des Vertrauens und ist ein deutlicher Mangel an Treue. Ein bekanntes Beispiel sind Brutus und Cassius, die Julius Cäsar ermordeten. Jesus wurde nicht einfach umgebracht; es war der Sohn Gottes, und das nur für einen kleinen Gewinn: lediglich dreißig Silberlinge, die symbolisch für Judas‘ Belohnung standen. Diese dreißig Silberlinge hatten den Wert eines kleinen Feldes oder eines Esels, was ungefähr zwei- bis dreitausend Euro entspricht. Judas wird als Verräter, Geizhals und Heuchler angesehen.

Der italienische Dichter Dante Alighieri beantwortet diese Frage in seiner Göttlichen Komödie. In diesem Werk beschreibt er seine Reise durch die Hölle, die in insgesamt neun Kreise unterteilt ist. Im tiefsten Kreis, wo die Qualen am schlimmsten sind, trifft Dante auf Luzifer. Dieser droht, den Verräter Judas sowie die Mörder Brutus und Cassius zwischen seinen Zähnen zu zerquetschen. Diese erschreckende Szene hat die Maler zu verschiedenen Darstellungen inspiriert. Laut Dante wird Judas jedoch mit der strengsten Strafe bestraft.

Das Musical „Jesus Christ Superstar“ bietet eine eigene Sichtweise auf den Verrat. In dieser Interpretation wird Judas als Verräter dargestellt, weil er glaubt, dass Jesus in seiner Leidenschaft für den Kampf gegen die Römer den wahren Freiheitskampf vernachlässigt. Judas’ Beiname Iskariot deutet darauf hin, dass er zu den Sikariern gehörte, einer Gruppe, die für ihren Widerstand gegen die römische Besatzung bekannt war. Es stellt sich jedoch die Frage: Wenn Judas in die Hölle verbannt wird, warum werden dann nicht auch die anderen Jünger bestraft? Haben nicht auch sie ihren Herrn verlassen? Und hat Petrus nicht dreimal geleugnet, Jesus zu kennen, als er im Hof des Hohepriesters war? War das nicht auch Verrat und Vertrauensbruch? Es wäre unfair, nur Judas zu verurteilen, während die anderen elf Jünger, die in der entscheidenden Stunde ebenfalls versagten, weiterhin hoch angesehen sind und in vielen Kirchen sogar als Heilige verehrt werden.

Gehen wir weiter und betrachten wir die Tiefe dieser Thematik. Wer Judas verurteilt, sollte auch sein eigenes Verhalten reflektieren. In gewisser Weise trägt jeder von uns eine kleine Judas-Seite in sich. Verrat gehört zum menschlichen Leben. Der Psychoanalytiker Erich Fromm machte es einmal deutlich: „Wenn ich mich selbst betrachte, erkenne ich, dass ich wie andere bin. Ich bin sowohl Sünder als auch Heiliger; ich erlebe Hoffnung und Verzweiflung – ich bin einfach menschlich.“ Er hatte recht. Judas ist also kein Einzelfall, sondern sein Verhalten spiegelt uns alle wider. Der berühmte italienische Bildhauer Gian Lorenzo Bernini sagte: „Ich glaube an die Gnade Jesu, der uns nicht mit kleinen Beträgen bedenkt, wie ich es tue.“ Gott ist nicht wie ein Pfennig. Er ist viel größer als unsere Herzen.“ In dem offenen Herzen Jesu dürfen wir unsere Verleugnungen und unseren Verrat ablegen. Lassen Sie uns dort unseren Namen als Christen reinigen und um Barmherzigkeit bitten, während wir selbst barmherzig sind.

Jesus Christus hat mit seinen Jüngern das Mahl gefeiert. Auf ihn vertrauen wir und beten zum Vater.

Den Herrn,der uns das Mahl seines Leibes und Blutes hinterlassen hat, wollen wir um seinen Frieden bitten.

Selig, die mit Jesus Christus zu Tische sitzen und treu  bleiben bis ans Ende.

Zeremonien bei der Taufe.

Die Feier der Taufe beginnt mit der feierlichen Empfang bei der Kirchentür.Hier stehen die Eltern des Kindes zusammen mit dem Paten,die eine wichtige Rolle im Leben des Täuflings übernehmen werden.Dann sie gehen alle in die Kirche.

Dann fragt der Priester die Eltern nach dem Namen des Kindes sowie dem Wunsch der Eltern bezüglich der Taufe.

Welchen Namen haben Sie Ihrem Kind gegeben?

Was erbitten sie von der Kirche Gottes für Robert?

Die Taufe Liebe Eltern Sie haben für Ihr Kind Taufe erbeten.Damit erklären Sie sich bereit,es im Glauben zu erziehen.Es soll Gott und den Nächsten lieben lernen,wie Christus es uns vorgelegt hat.Sind Sie sich dieser Aufgabe beswußt? Liebe Paten! Die Eltern dieses Kindes haben Sie gebetet,das Patentamt zu übernehmen.Auf Ihre Weise sollen Sie mithelfen,dass aus diesem Kind ein guter Christ wird.Sind Sie dazu bereit? Ja.

Dann folgt die Liturgie des Wortes mit Lesungen,Evangelium und Homilie.

Dann folgt Bezeichnung mit der Kreuzzeichen.Der Zelebrant bezeichnet das Kind mit dem Zeichen des Kreuzes und lädt die Eltern und die Paten ihrem Kind auf die Stirn zu zeichnen.

Fürbitten.

Spendung der Taufe.

Die Taufe findet  am Taufe Brunnen statt.Der Priester betet über dem Wasser ein Gebet.Vor der eigentlichen Taufe folgt der der Verzicht auf den Bösen,die Absage an Satan und das Bekenntnis zum Glauben.Bei der Kinder Taufe  sprechen dies die Eltern und Paten im Namen des Kindes.

Dann vollzieht sich die Taufe selbst.Der Priester gießt dreimal Wasser über den Kopf des Täuflings und spricht dabei.Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.Die Dreizahl entspricht den drei göttlichen Personen.

Unmittelbar nach der Taufe folgen drei Begleitzeremonien,die das Geschehene sichtbar mache.

Die Salbung mit dem Chrisam-einem geweihten Duftöl zeichnet den Getauften als Priester,Prophet und König als Gesalbten Gottes.

Überreichung des weißen Kleides.Das weiße Taufkleid symbolisiert die neue Würde und die Reinheit der Getauften Seelsse es ist das äußere Zeichen des inneren Kleides der Gnade.

.Übergabe der brennenden Kerze.

Die Taufkerze,entzündet an der Osterkerze,übergibt den Eltern die Kerze mit den Worten.Empfange das Licht Christi.Die brennende Kerze symbolisiert Christus,das Licht der Welt.Christus soll das Kind erleuchtet.Das Kind soll als Kind des Lichtes Leben,sich im Glauben bewähren und dem Herrn und allen Heiligen entgegengehen,wenn er kommt in Herrlichkeit.

Dann folgt Effata Ritus

So wollen wir den Herrn  bitten,dass er diesem Kind Hilfe helfen,seine Botschaft zu hören und zu bekennen. Der Herr lasse dich heranwachsen,und wie er mit dem Ruf ,,Effata“ dem Tau stimmen die Ohren und Mund dass du sein Wort vernimmt und den Glauben bekennen zum Heil der Menschen und zum Lobe Gottes.Hier berührt der Zelebrant Ohren und Mund des Kindes.

Dann folgt das Gebet des Herr und Segen.Es gibt vier Segen Formel.

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Bedeutung der Taufe

Wenn ein Kind zur Taufe gebracht wird oder ein Erwachsener in der wunderbaren Osternacht in das Taufwasser eintaucht, geschieht etwas von großer Bedeutung, das mit den gewöhnlichen Augen eines Menschen nur schwer zu erfassen ist. Von außen betrachtet, sieht man lediglich Wasser, hört Worte der Segnung und sieht eine symbolische Geste. Doch in diesem entscheidenden Moment vollzieht sich eine tiefgreifende Verwandlung, die weit über alles hinausgeht, was ein Mensch aus eigener Kraft und Anstrengung vollbringen kann. Es ist der Akt der Neugeborenheit — nicht aus dem Willen des Fleisches allein, sondern aus dem göttlichen Wesen Gottes. Dies ist ein mysteriöser und heiliger Prozess, der die Seelen der Menschen berührt und ihnen einen frischen, neuen Anfang in ihrem Leben schenkt.

Jesus selbst hat die Taufe nicht ins Leben gerufen, um eine bloße religiöse Pflicht zu schaffen, die zu erfüllen wäre. Vielmehr hat er sie eingesetzt, weil der Mensch auf seiner Reise durch das Leben einen neuen Anfang, eine Erneuerung seines Geistes und eine Verbindung zu Gott braucht. Der Vorläufer Johannes der Täufer taufte mit Wasser, um die Menschen zur Umkehr und zur Innenschau zu bewegen — jedoch ist die Taufe, die Jesus vermittelt, viel bedeutender und kraftvoller, denn er tauft mit dem Heiligen Geist und heiligem Feuer. Es ist diese transformative Kraft des Heiligen Geistes, die das Leben der Menschen nachhaltig verändert.

Wenn Christus am Jordan in das Wasser steigt und selbst getauft wird, geschieht nicht nur ein symbolischer Akt; vielmehr heiligt er das Wasser selbst durch seine göttliche Präsenz. Von diesem entscheidenden Moment an ist Wasser nicht mehr nur ein ganz normales, natürliches Element — es wird zu einem Träger der Gnade Gottes, und seine Wirkung erstreckt sich weit über die physischen Eigenschaften hinaus. Wasser wird zum Zeichen der Reinigung, der Erneuerung und des von Gott gegebenen Lebens. Es ist der Beginn eines neuen Lebens in Gemeinschaft mit dem Schöpfer, der die Herzen aller Menschen berührt und sie auf den Weg des Glaubens führt.

Was geschieht konkret in der Taufe? Der heilige Paulus gibt uns die tiefste Antwort im Brief an die Römer: „Wisst ihr denn nicht, dass wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft wurden? Wir wurden durch die Taufe im Tod begraben, damit wir als neue Menschen leben.“ Die Taufe ist also kein bloßes Reinigungsritual — sie ist ein Sterben und Auferstehen. Der alte Mensch, der in Sünde und Selbstbezogenheit gefangen ist, geht unter. Und ein neuer Mensch steigt heraus — befreit, geliebt, von Gott angenommen.

In der frühen Kirche wurde die Taufe ganz überwiegend und fast ausschließlich in der wunderbaren und feierlichen Osternacht gespendet. Dies geschah nicht ohne Grund — die Taufe stellt die persönliche Teilhabe an dem großartigen Osterereignis dar. Was Christus am Kreuz für die gesamte Menschheit vollbracht hat, ebenso wie die triumphale Auferstehung im leeren Grab, wird in der Taufe dem einzelnen Menschen auf ganz persönliche Weise zugeeignet. Die monumentale Geschichte der Erlösung erstreckt sich über Jahrhunderte und ist in der Heiligen Schrift festgehalten. Durch das Sakrament der Taufe wird sie zur ganz individuellen Geschichte des Täuflings, der in diesem Moment in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen wird.

Die Taufe, ein Sakrament von unermesslichem Wert, schenkt dem neuen Gläubigen gleich drei untrennbare Gaben, die in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen sind. Erstens schenkt sie die Vergebung der Sünden — und dies geschieht nicht nur im Hinblick auf die persönlichen Sünden des Einzelnen, sondern auch auf die tief verwurzelte Erbsünde, jene fundamentale und tiefe Verwundung der menschlichen Natur, die uns von Gott trennt und uns in einem Zustand der Unvollkommenheit hält. Zweitens schenkt sie die Kindschaft Gottes — das bedeutet, dass der Getaufte nicht mehr lediglich ein Geschöpf Gottes ist, sondern vielmehr als sein Kind angenommen wird, Teil der Familie der Heiligen Dreifaltigkeit, was eine tiefere und innigere Beziehung zu Gott zur Folge hat. Und drittens schenkt die Taufe den Heiligen Geist, der im Getauften wohnt und ihn von innen her fügt, leitet und heiligt. Der Heilige Geist ist damit ein ständiger Begleiter, der den Gläubigen bestärkt und hilft ihm, den Glauben zu leben und zu vertiefen. So wird die Taufe zu einem lebensverändernden Ereignis, das den Weg des Täuflings nachhaltig beeinflusst.

Die Taufe stellt ein Sakrament von unermesslichem und äußerst hohem Wert dar, das durch seine tiefgreifende Bedeutung und die damit verbundenen Gaben beeindruckt. Sie ist ein entscheidender Schritt für jeden neuen Gläubigen und schenkt ihm drei untrennbare Gaben, die in ihrer Bedeutung und Tragweite nicht zu unterschätzen sind und das Leben des Täuflings nachhaltig verändern können. Erstens bringt die Taufe die Vergebung der Sünden mit sich. Dieses Geschenk betrifft nicht nur die persönlichen Sünden des Einzelnen, die er im Laufe seines Lebens begangen hat, sondern schließt auch die tief verwurzelte Erbsünde ein, die jeder Mensch mit sich trägt. Diese fundamentale und tiefgreifende Verwundung der menschlichen Natur führt zu einer Trennung von Gott und hält uns in einem Zustand der Unvollkommenheit gefangen. Die Beseitigung dieser Sünden durch die Taufe ermöglicht dem Gläubigen eine Rückkehr zu Gott und eine neue, reine Beziehung zu seinem Schöpfer. Zweitens verleiht die Taufe das Geschenk der Kindschaft Gottes. Dies bedeutet, dass der Getaufte nicht mehr lediglich als ein Geschöpf Gottes betrachtet wird, sondern in einem bedeutenden und tiefen Sinne als Kind Gottes angenommen wird. Dadurch wird er Teil der Familie der Heiligen Dreifaltigkeit, was eine tiefere, innigere und emotionalere Beziehung zu Gott ermöglicht. Diese Verbindung bewirkt, dass der Gläubige sich nicht mehr einsam fühlt, sondern zu einer Gemeinschaft gehört, die ihn unterstützt und begleitet. Drittens ermöglicht die Taufe den Empfang des Heiligen Geistes, der im Getauften wohnt und ihn von innen heraus führt, leitet und heiligt. Der Heilige Geist ist somit nicht nur ein einmaliges Geschenk, sondern wird zu einem ständigen Begleiter und Anwalt des Gläubigen, der ihm Mut und Stärke verleiht. Er hilft dem Getauften nicht nur, den Glauben zu leben, sondern auch diesen im Alltag zu vertiefen und in die Tat umzusetzen. So wird die Taufe zu einem tiefgreifenden und lebensverändernden Ereignis. Es prägt den weiteren Lebensweg des Täuflings nachhaltig und hilft ihm, spirituell zu wachsen und seine Beziehung zu Gott immer weiter zu vertiefen.

Die Taufe ist auch die Pforte zur Kirche. Durch sie wird der Mensch

Die Taufe ist nicht nur ein Ritual, sondern auch die entscheidende Pforte zur Kirche und zum Glauben. Durch diese heilige Handlung wird der Mensch zu einem lebendigen Glied im Leib Christi — nicht einfach als passiver Zuschauer, sondern aktiv als Teil eines lebendigen Ganzen, das sowohl trägt als auch selbst getragen wird. Daher ist die Gemeinschaft der Getauften weit mehr als eine bloße Versammlung Gleichgesinnter; sie stellt vielmehr einen tiefgreifenden Organismus dar, in dem der Herr Christus selbst lebt, wirkt und uns mit seiner Liebe erfüllt.

In diesem Sinne wollen wir den Herrn inständig bitten, uns die Gnade unserer Taufe in neuem Licht zu erkennen und zu wertschätzen. Für viele von uns wurde die Taufe in der frühen Kindheit empfangen, und wir haben möglicherweise keinen bewussten Zugang mehr zu diesem prägnanten Moment unseres Lebens. Dennoch ist die Realität der Taufe nicht von unseren Erinnerungen abhängig — sie bleibt eine objektive Wahrheit, die unser ganzes Leben durchdringt und trägt, selbst in Zeiten, in denen wir uns ihrer nicht bewusst sind. Der heilige Augustinus, ein beeindruckender Denker der Kirche, hat treffend gesagt: „Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir.“ Die Taufe markiert den Anfang dieser lang ersehnten Ruhe und innigen Verbundenheit — sie ist der erste Schritt auf dem Weg zurück zu Gott, der letztlich im ewigen Leben seine vollendete Erfüllung findet. Durch die Taufe wird uns nicht nur die Zugehörigkeit zur christlichen Gemeinschaft geschenkt. Es wird uns auch die Möglichkeit gegeben, in einem Leben der Dankbarkeit und Hingabe zu wachsen, während wir uns immer wieder an die tiefe Bedeutung dieses Sakramentes erinnern.

 

Dienstag der Karwoche Joh 13,21-33.36-38

Jesus Christus, der verraten wurde von einem seiner Jünger,sei mit euch.

Die heutige Lesung aus dem Evangelium beschreibt eine angespannte, traurige Situation. Jesus sitzt mit seinen engsten Freunden zusammen und äußert schmerzliche Vorahnungen: „Einer unter euch wird mich verraten …“ 

Jesus, du hast den Verrat, das Leiden und den Tod vorausgesagt. Herr, erbarme dich unser.

Du hast  deinen Tod die Verherrlichung genannt. Christus,erbarme dich unser.

Du hast uns in die Nachfolge deines Kreuzes gerufen. Herr,erbarme  dich unser.

Jesus kennt seine Jünger genau. Er weiß, was ihnen bevorsteht. Er weiß, wer ihn verraten und verleugnen wird. Trotzdem akzeptiert er sie so, wie sie sind. Er bleibt bei ihr, macht ihnen keine Vorwürfe. Seine Liebe zu ihnen bleibt bis zum Ende unerschütterlich.

Und das sollte uns heute als Erstes berühren: Gottes Liebe bleibt uns treu, selbst wenn wir ihm untreu sind.

Jesus sieht Judas an und gibt ihm ein Stück Brot. In jener Kultur war dies ein Zeichen der Freundschaft. Selbst in diesem Moment sagt Jesus zu Judas: „Du hast noch Zeit. Du kannst noch umkehren.“ Doch Judas geht. Das Evangelium sagt dazu kurz und bündig: „Und es wurde Nacht.“

 Judas war nicht der Einzige, der in jener Nacht ging. Selbst Petrus, voller Verheißung, trägt eine Zerbrechlichkeit in sich, deren er sich bewusst ist. Die Frage für uns lautet also: Bleibe ich bei Jesus, auch wenn es dunkel ist? Selbst wenn ich scheitere – werde ich zurückkommen? Denn er hört niemals auf, auf uns zu warten. Das ist die Kraft der Karwoche: Sie ist nicht nur eine Geschichte von Verrat und Schmerz. Es ist die Geschichte von Gottes Treue zu untreuen Menschen. ht bewusst ist. Und Jesus macht ihm keine Vorwürfe. Sanft, aber ehrlich, sagt sie zu ihm: „Ehe der Hahn kräht, verleugne mich dreimal.“

Brüder und Schwestern, jeder von uns findet sich in diesem Evangelium wieder. Manchmal verhalten wir uns wie Judas und wenden uns ab. Manchmal sind wir wie Petrus und geben Versprechen, die wir nicht halten können. Doch Jesus sagt zu uns allen: Ich bin hier. Selbst wenn du scheiterst, mich verrätst oder schwach bist, liebe ich dich von ganzem Herzen.

Das ist die Kraft der Karwoche – sie ist nicht nur eine Geschichte von Verrat und Schmerz. Sie ist eine Geschichte von Gottes Treue gegenüber untreuen Menschen.

Und die Frage für uns ist: Werde ich bei Jesus bleiben, auch wenn es dunkel ist? Selbst wenn ich scheitere – werde ich zurückkommen? Denn er hört niemals auf, auf uns zu warten.

Jesus Christus ward verherrlicht, weil er sein Leben für  uns dahingab. In seinem Namen dürfen wir zum Vater beten.

Jesus Christus, den der Vater verherrlicht hat, hat der Welt den Frieden geschenkt. Um diesen Frieden bitten wir.

Selig, die in dieser Welt bei Christus sind und ihm folgen dürfen zum Vater.

Montag der Karwoche Joh 12,1-11

Jesus Christus,der für den Tag seines Begräbnisses gesalbt wurde,sei mit euch.

Wie würdest du reagieren, wenn jemand eine ganze Flasche des teuersten Parfüms der Welt über die Füße eines deiner Gäste gießen würde? Wärst du beeindruckt? Empört? Vielleicht wärst du sogar ein wenig neidisch, dass dein Freund sich eine solche Großzügigkeit leisten kann. Als Maria jedoch die Füße Jesu mit ihrem kostbaren Öl salbte, reagierte er anders.

Jesus, du ließest beim Gastmahl deine Füße salben. Herr,erbarme  dich unser.

Du  kanntest  den Tag deines Todes und deines Begräbnisses. Christus,erbarme  dich unser.

Du gingst den Weg des Todes und der  Auferstehung. Herr,erbarme  dich unser.

Maria tat dies wahrscheinlich, um ihm ihre tiefe Dankbarkeit dafür auszudrücken, dass er ihren Bruder Lazarus auferweckt hatte. Jesus jedoch empfand diese Geste auch als eine von Gott inspirierte prophetische Tat: Ohne dass diese Frau es wusste, salbte sie ihn für den Tag seiner Beerdigung (vgl. Joh 12, 7). Stell dir vor, wie dieser Duft des exotischen Öls Jesus während des gesamten Dramas der Karwoche umgibt. Hat er bei denen, die ihm in seinen letzten Tagen begegneten, einen Eindruck hinterlassen?

Hat die Erinnerung daran – zusammen mit den scharfen Worten  Jesu Zurechtweisung – Judas dazu veranlasst, zum Hohepriester und zu den Ältesten zu gehen und ihn zu verraten? Vielleicht erfüllte dieser Duft noch das Abendmahl im Obergemach, als Jesus sich bückte und den Jüngern die Füße wusch. Und vielleicht schwebte dieser Duft auch über Pilatus, den Hohen Rat und die Soldaten, die ihn verspotteten und schlugen. Möge der Duft von Marias Öl diese Woche auch über dir schweben. oder den Soldaten, die ihn verspotteten und schlugen. Möge der Duft von Marias Öl diese Woche auch über dir schweben. Und den Soldaten, die ihn verspotteten und schlugen. Möge der Duft von Marias Öl diese Woche auch über dir schweben. den Soldaten, die ihn verspotteten und schlugen. Möge der Duft von Marias Öl diese Woche auch über dir schweben.
Stell dir vor, wie dieser Duft des exotischen Öls Jesus während der gesamten Dramaturgie der Heiligen Woche begleitet. Hat er einen Eindruck bei denjenigen hinterlassen, die ihn in seinen letzten Tagen getroffen haben? Hat die Erinnerung daran – zusammen mit den scharfen Worten von Jesu Zurechtweisung – Judas dazu angeregt, zum Hohepriester und zu den Ältesten zu gehen und ihn zu verraten? Vielleicht erfüllte dieser Duft noch den Raum im oberen Zimmer, als Jesus sich niederbeugte und seinen Jüngern die Füße wusch. Und vielleicht schwebte dieser Duft auch über Pilatus, den Rat oder die Soldaten, die sich über ihn lustig machten und ihn schlugen. Möge diese Woche der Duft von Marias Öl auch über dir schweben.

Jesus Christus war  bereit, sich für  uns hinzugeben. In seinem Namen wagen wir, zum Vater zu beten.

Lasst uns Jesus Christus , der für den Tag  seines Begräbnisses  gesalbt wurde, um seinen Frieden zu bitten.

Selig, die den Herrn ehren und mit ihm eingehen dürfen in seine Herrlichkeit.

Der Segen und die Entlassung

Nach dem Gebet nach der  Kommunion ist Raum für Verlautbarungen und Einladungen, im Bewusstsein , dass  die Gläubigen   den heiligen Kirchenraum verlassen werden, um in den profanen  Raum zu treten. Dort  sollen der  Gottesdienst des Wortes und der Gottesdienst des Opfers im Gottesdienst des alltäglichen Lebens weitergehen.

In  dieser Atmosphäre trägt der letzte priesterliche  Gruß „Der Herr sei mit euch“ einen ganz einzigartigen Charakter. Er ist ein Wunsch der Gegenwart Gottes dort draußen – in der Vielfalt des Lebens und der  Beziehungen. Der Zelebrant  fährt mit  dem Segen über  die Gläubigen fort, damit sie  die Liebe  des Gekreuzigten, seine vergebende Liebe, ins profane Leben übertragen.

Die Entlassung der Gläubigen geschieht mit den Worten.Gehet hin in Frieden. Bereits im alttestamentlichen Buch der Richter ermutigte der Priester  die Pilger. Gehet hin  in Frieden – der Weg, den ihr einschlagt, ist  dem Herrn wohlgefällig. Der Priester  kann diesen Worten noch hinzufügen: „Verherrlicht den Herrn durch  euer Leben.Der Gedanke ,den Herrn mit  seinem Leben mit Leib und Seele zu  verherrlichen, ist wohl dem heiligen  Apostel Paulus am nächsten,der im Brief an die Korinther schreibt.Verherrlicht also Gott in eurem Leib. 

Auf  diese Worte antworten die  Gläubigen mit den Worten: Dank sei  Gott ,dem Herrn. Damit reagieren sie  nicht nur auf die letzten Worte des Zelebranten,sondern  auf  den  gesamten Verlauf der heiligen Messe – sie danken  für das Wort Gottes, für die eucharistische  Kommunion, für die  ganze  Gemeinschaft. Es  ist  ein Dankausdruck  im Stil des heiligen Apostels Paulus. Dank sei Gott durch Jesus  Christus,unseren Herrn. (Röm 7,25). Dank sei Gott für  seine  unaussprechliche  Gabe der  heiligen Messe.

Samstag der 5. Fastenwoche Joh 11,45-57

Jesus Christus, der viele Zeichen vor der Welt getan hat, sei  mit euch.

Nach der Auferweckung des Lazarus beriefen die Hohenpriester und Pharisäer einen Rat ein und sagten: „Was sollen wir tun? Dieser Mann vollbringt viele Zeichen. Wenn wir ihn gewähren lassen, werden alle an ihn glauben, und die Römer werden kommen und unser Land und unser Volk vernichten“ (Joh 11,47–48 ). Zu dieser Zeit ergriff Kaiphas, der Hohepriester, das Wort: „Begreift ihr nicht, dass es besser für euch ist, wenn ein Mensch für das Volk stirbt, als wenn das ganze Volk zugrunde geht?“ (Joh 11,50). Von diesem Moment an, so berichtet der Evangelist, „erließen die jüdischen Autoritäten den Befehl, dass jeder, der wisse, wo er sich aufhalte, es melden solle, damit man ihn festnehmen könne“ (Joh 11,57).

Jesus,du hast große Zeichen vor allem Volk getan. Herr,erbarme dich unser.

Du kamst, um die zerstreuten Gotteskinder zu sammeln. Christus,erbarme dich unser.

 Du hast das Kreuzesopfer für alle dargebracht. Herr,erbarme dich unser.

Die Juden hatten bereits seit Längerem darüber nachgedacht, Jesus zu töten, waren sich jedoch noch nicht endgültig sicher. Die Auferweckung des Lazarus zwang sie schließlich zu einer Entscheidung. Kaiphas schloss daraus, dass Jesus sterben müsse. Die Anwesenden waren überzeugt, eine gerechte Entscheidung getroffen zu haben, da sie so den brüchigen Frieden mit den römischen Behörden bewahren und Vergeltungsmaßnahmen gegen das jüdische Volk verhindern würden. Dies war allerdings nicht der wahre Grund für die Verfolgung Christi.

Dieses Vorgehen spiegelt gewissermaßen den Ablauf aller Versuchungen wider. „Im Allgemeinen verläuft es so: Es beginnt klein, mit einem Verlangen, einem Gedanken. Es wächst, breitet sich aus und rechtfertigt sich schließlich selbst. Es sucht nach Ausreden.“
Und das von Leidenschaft ergriffene Herz ist oft von der verzerrten Gerechtigkeit dieser Idee überzeugt. Doch auch das tägliche Leben des Christen ist von den Eingebungen des Heiligen Geistes geprägt. Gott bietet uns zahlreiche Gelegenheiten, unsere Motive auf die „verheißenen ewigen Güter“ auszurichten. Wir können den Tröster bitten, uns dabei zu helfen, seinem Rat zu folgen, seine Rufe anzunehmen und uns die Weisheit zu schenken, uns von keiner vorübergehenden Versuchung täuschen zu lassen.

Das Gefühl, einen Schatz zu besitzen
Nicht alle reagierten gleich, als sie die Auferweckung des Lazarus miterlebten. „Viele Juden, die zu Marias Haus gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, glaubten an ihn“ (Joh 11,45). Diejenigen, die vom Wunder überwältigt waren, gingen dem Herrn bei seinem triumphalen Einzug in Jerusalem entgegen. Die Menge, die bei ihm gewesen war, als er Lazarus aus dem Grab rief, bezeugte das Wunder: „Die Menge, die bei ihm gewesen war, als er Lazarus aus dem Grab rief, […] bezeugte es.“ Und die Menge ging ihm entgegen, weil sie gehört hatte, dass er dieses Zeichen getan hatte“ (Joh 12,17–18 ).

An anderer Stelle ermahnte Jesus seine Jünger, die Erlösung zu verkünden: „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“ (Mk 16,15). In diesem Fall fehlen jedoch die Worte: Was diese Menschen tun, ist die natürliche Folge ihrer Begegnung mit dem Herrn. Sie fühlen sich wie Träger eines Schatzes und möchten ihn mit all ihren Brüdern und Schwestern teilen. Es ist dieselbe Reaktion wie bei Andreas, als er Petrus begegnete: „Wir haben den Messias gefunden!“ (Joh 1,41). „Die Freude des Evangeliums erfüllt das Herz und das ganze Leben derer, die Jesus begegnen. Wer sich von ihm retten lässt, wird von Sünde, Traurigkeit, innerer Leere und Isolation befreit. Mit Jesus Christus wird Freude immer wieder neu geboren.“

„Das Apostolat ist ein Übermaß an innerem Leben“, sagte der Heilige Josemaría.
Die Apostel waren anziehend, weil sie ihre Erfahrungen mit Jesus Christus weitergaben. Sie hatten ihn gesehen, berührt und gehört und es war für sie selbstverständlich, ihre Freude über die Begegnung mit ihm zu teilen. Dies war keine von außen auferlegte Aufgabe, sondern der spontane Impuls von Menschen, deren Herzen vom Evangelium erfüllt waren.

Christus nach Golgatha folgen.
Viele derer, die angesichts dieses Wunders an Jesus glaubten und ihn später in Jerusalem freudig begrüßten, waren möglicherweise enttäuscht, als sie ihn zum Tode verurteilt sahen. Die Tage der Freude scheinen lange her zu sein. Einige mögen seinen Weggang mit dem Kreuz miterlebt haben. Und in der Stunde seines Todes waren nur seine Mutter, Johannes und einige wenige Frauen bei ihm.

Wir wissen nicht genau, warum all diese Menschen Jesus verließen. Wahrscheinlich hatten sie Angst, sich mit einem zum Tode Verurteilten zu identifizieren, oder dachten, dass dieser Mann vielleicht nicht der erwartete Messias war. Christus war nicht der Mittelpunkt ihres Lebens geworden. Dies hätte sie dazu veranlassen können, ihre Bewunderung für den Meister zu verbergen. Jetzt ist die Zeit, zu Jesus Christus zu sagen: „Herr, ich habe mich täuschen lassen, ich bin deiner Liebe tausendfach entflohen, aber nun bin ich wieder hier, um meinen Bund mit dir zu erneuern. Ich brauche dich. Rette mich aufs Neue, Herr, nimm mich wieder in deine erlösenden Arme.“

Christus nachzufolgen bedeutet, die Sicherheit des Ufers zu verlassen, sich mit Begeisterung der Mission zu widmen und sein Zeuge zu sein. Der Heilige Geist hilft uns mit seinen Gaben, diesen Weg zu gehen, der die Freude Jerusalems und den Schmerz Golgathas umfasst. Die Jungfrau Maria riskierte mit ihrem „Ja“ dem Engel ihr ganzes Leben. Und obwohl ihr Leben viele schmerzhafte Momente bereithielt, bis sie ihren Sohn sterben sah, fand sie ihren größten Trost in der Gewissheit, dass Gott immer siegt. „Mit einer Gruppe mutiger Frauen, die eng mit der Schmerzensmutter verbunden sind, welch ein Werk für die Seelen könnte in der Welt vollbracht werden!”

Jesus Christus ist gekommen, die zerstreuten Gotteskinder zu sammeln. Mit ihm beten wir zum Vater.

Jesus Christus, den Sohn Gottes,der gekommen ist,die verspregten Kinder Gottes zu sammeln, wollen wir um seinen Frieden bitten.

Selig ,die den Glauben an Jesus Christus gefunden haben und am Letzten Tag aufgenommen werden.

Freitag der 5. Fastenwoche Joh 19,31-42

Jesus Christus,der in allem die Werke seines Vaters tut,sei mit euch.

Trotz seiner „vielen guten Taten“ verwirrte Jesus weiterhin die jüdischen Führer. Sie waren Zeugen, wie er Dämonen austreibt und Kranke heilt, aber sie verstanden immer noch nicht, wer er wirklich ist. Den Mann, der vor ihnen stand, konnten sie nicht mit dem Messias verbinden, den sie erwarteten. Sie suchten einen Herrscher, der die Römer stürzen würde, nicht einen Rabbiner, der behauptet, mit dem Vater eins zu sein.

Sie hoben Steine auf, um dich zu töten. Herr,erbarme  dich unser.

Du kamst in diese Welt als der Heilige Gottes. Christus,erbarme dich unser.

Du hast Glauben unter den Menschen gesucht. Herr,erbarme dich unser.

Jesus forderte sie auf, ihre Augen zu öffnen, um die Werke Gottes und seine Gegenwart zu erkennen, auch wenn sie ihren Erwartungen nicht entsprachen. Es ist leicht, die Evangelien zu lesen und sich zu fragen: „Wie konnte ihnen das entgehen? Sie hatten ihren Retter direkt vor ihren Augen!“ Aber machen wir nicht manchmal dasselbe? Unerfüllte Erwartungen können uns so blenden, dass wir nicht sehen, was Gott in unserem Leben tut. Wir haben unsere eigenen Pläne und Vorstellungen, wie das Leben aussehen sollte oder wie unsere Gebete erhört werden sollten. Und wenn diese Pläne oder Vorstellungen nicht erfüllt werden, kann das dazu führen, dass wir mit Gott in unserem Leben nicht mehr rechnen

Vielleicht läuft es bei der Arbeit nicht gut, oder ein nahestehender Mensch stirbt plötzlich, oder eine Beziehung beginnt zu zerbrechen. Trotz all des Guten, das wir vom Vater empfangen haben, können Zweifel in uns eindringen. Wir hören auf, Jesus zu sehen, der treu an unserer Seite steht, in Guten wie in Schlechten. Aber was wäre, wenn wir in diesen Momenten innehalten und uns fragen würden: „Ich weiß, was ich in dieser Situation will; aber wie handelt Gott hier und jetzt?“ Was, wenn wir den Herrn bitten, uns die Augen zu öffnen und uns zu helfen, seine Gegenwart in allen Dingen und Situationen zu erkennen?

Wenn wir unsere hartnäckigen Überzeugungen darüber, wie Gott unserer Meinung nach handeln sollte, loslassen, schaffen wir Raum für seinen Geist. So kann er uns überraschen und zeigen, wie er bereits wirkt. Du kannst dir sicher sein, dass Jesus mit dir ist und handelt, auch wenn du nicht siehst, wie. Er ist dein Fels und deine Festung (Ps 18,3). Bitte heute den Heiligen Geist um das Geschenk des neuen Sehens. Bitte ihn, die Scheuklappen von deinen Augen zu entfernen und dir dabei zu helfen, dich von deinen Erwartungen zu befreien. Dann wird er dir helfen, klarer zu sehen. Und er wird dich dazu bewegen, dich über die Weisen zu freuen, in denen er bereits in deinem Leben wirkt.

Herr, öffne mir die Augen, damit ich deine Werke sehe und deine Gegenwart wahrnehme!

Gott hat seinen Sohn geheiligt und in die Welt gesandt. Im Vertrauen auf ihn beten wir zum Vater.

Lasst uns Jesus Christus, den der Vater in die Welt gesandt hat, um seinen Frieden zu bitten.

Selig, die den Werken Christi glauben und ihn erkennen, der eins ist mit dem Vater,

Palmsonntag A Mt 26,14-27

Jesus Christus,der Sohn Gottes,war dem Vater gehorsam bis in den Tod. In seinem Namen beten wir zum Vater.

Den Herrn, den Sieger über Sünde und Tod, bitten  wir  um seinen Frieden.

Selig, die zur  Auferstehung  des Lebens  berufen sind.

Hl,Liudger, Bischof von Münster Joh 8,51–59

Jesus Christus, der uns die Heilsbotschaft Gottes verkündet hat,sei mit euch.

Freundlich, aufrichtig und bescheiden, entwickelte sich Liudger zu einem weisen geistlichen Führer, der viele Heiden bekehrte. Nach dem Einfall der Sachsen reiste er nach Rom und ließ sich in Monte Cassino ausbilden. Anschließend ließ er den Münsteraner Dom und drei Klöster errichten, von denen das in Werden die bedeutendste Ausbildungsstätte für Missionare war. Er wurde Bischof von Münster und ließ Pfarreien sowie weitere Kirchen gründen. Sein Leitprinzip war, dass das Gespräch mit Gott sogar Vorrang vor dem Kaiser habe, und diese Überzeugung zahlte sich für ihn aus.

Jesus, du kamst, um die Welt zu erneuern. Herr, erbarme dich unser.

Du hast dich für alle Menschen in den Tod gegeben. Christus,erbarme dich unser.

Du hast deine Botschaft unermüdlich verkündet. Herr, erbarme  dich unser.

Lebenslauf für die Meditation

Den Dingen Gottes Priorität einzuräumen, wird sich auszahlen.

Er wurde um 745 in Dokkum in Friesland in eine Adelsfamilie hineingeboren. Seine erste Ausbildung erhielt er an der Klosterschule in Utrecht. Anschließend ging er nach York in England, wo er Schüler des gelehrten Mönchs Alkuin wurde. Er erlangte umfassende wissenschaftliche und fromme Kenntnisse und gewann aufgrund seines freundlichen Wesens viele Freunde. Nach vier Jahren brach jedoch ein mörderischer Hass gegen die Friesen aus, nachdem ein friesischer Kaufmann im Zorn einen englischen Adligen ermordet hatte. Die Friesen retteten sich durch die Flucht, und Liudger war unter ihnen.

Er kehrte nach Utrecht zurück und wurde nach Abschluss seiner Ausbildung in Köln 777 zum Priester geweiht. Zunächst wirkte er in seiner Geburtsstadt, wurde aber bald zu einem eifigen Missionar in Friesland und später in Sachsen. 782 floh er erneut vor dem Einfall der heidnischen Sachsen unter der Führung Wittkinds. Damals besuchte er Rom und wurde von Papst Hadrian I. empfangen. Anschließend reiste er weiter nach Monte Cassino, wo er sich länger aufhielt, um die Regeln des Benediktinerordens kennenzulernen. Zu dieser Zeit ging Karl der Große gegen die Sachsen vor und unterwarf sie. Nach Kriegsende kehrte Liudger aus Italien in seine Heimat zurück und begann in Monastyr in Westfalen mit dem Bau einer Kirche, die er als Zentrum seiner Missionstätigkeit nutzen wollte. Weiter flussabwärts an der Ruhr, in Werden, gründete er später eine weitere Kirche.

Er gründete nach dem Vorbild von Monte Cassino ein Kloster bei Essen, von dem aus er Missionare nach Sachsen aussandte. Außerdem gründete er eine christliche Siedlung auf der Insel Helgoland.

Auf Empfehlung Alkuins wurde er zum ersten Bischof von Monastir ernannt, das später in Münster umbenannt wurde. Er zögerte mit der Bischofsweihe, da sein Herz der Missionsarbeit und dem Kloster galt, in dem er möglicherweise einige Zeit als Abt wirkte. Seine Bischofsweihe fand erst am 30. März 804 statt. Auch als Bischof lebte er so bescheiden wie möglich, fastete streng und war den Armen gegenüber großzügig. Er gründete vierzig Pfarreien in seiner Diözese und ließ Kirchen errichten. Neben dem Benediktinerkloster Werden gründete er auch die Abteien Helmstedt und Nottuln bei Münster.

Einige einflussreiche Leute, denen Liudgers Aktivitäten missfielen, verleumdeten ihn bei Karl dem Großen und behaupteten, er verschwende Kirchengelder. Der Kaiser ließ Liudger während des Stundengebets in den Tempel rufen. Der Bote kam der Bitte des Kaisers nach und erschien sofort, doch Liudger ignorierte ihn und kam erst nach dem dritten Aufruf, nach dem Ende des Gebets. Als der Kaiser ihn fragte, warum er nicht sofort gehorcht habe, rechtfertigte er sich damit, dass er mit Gott, seinem höchsten Herrn, gesprochen habe. Er erklärte, dass der Dienst an Gott edler und wichtiger sei als jegliche menschliche Betätigung. Deshalb hat er nicht gegen einen irdischen Herrn gesündigt und steht nun ganz in Gottes Dienst. Mit diesen Worten gewann er das Vertrauen des Kaisers zurück und besiegte zugleich seine Feinde.

Nachdem er in der Vergangenheit empfangen worden war, unternahm er Visitationsreisen, und auf einer dieser Reisen, in Billerbeck in Westfalen, übergab er seine Seele dem Herrn.

Wir  sind mit dem Geist Gottes gesalbt und haben die Heilsbotschaft empfangen. So dürfen wir wagen zu  beten. 

Der  uns ein Gnadenjahr der Freiheit  verkündete , wird  uns zugleich den Frieden geben. Zu ihm beten wir.

Selig, die in der Gnade Gottes bleiben und erlangen ,was uns verheißen ist.

Das Gebet nach der heiligen Kommunion.

Nach der Purifikation folgt noch ein Augenblick der Stille – zum Nachklingen und Aufnehmen der empfangenen geistlichen Impulse. Der Priester beendet die Stille mit  der Einladung zum Gebet. Dann breitet er die Arme aus und richtet sich an Gott,den Herrn, und bringt ihm Dankbarkeit dafür zum Ausdruck,dass die Kirche mit  dem Leib  und dem Blut seines Sohnes gespeist wurde.

Darauf  folgt die eigentliche Formel des Gebetes, zum Beispiel: Wir bitten dich ,lass uns durch deinen Geist dich  nicht nur mit Worten und mit der Zunge bekennen,sondern auch mit Taten und in Wahrheit, damit wir würdig werden, in dein himmlisches Reich einzugehen. 

Danach  kommt die Standardformel der unersetzlichen Mittlerschaft  Jesu. Durch Christus,unseren Herrn. So wie das Tagesgebet die Eingangsriten abschließt und wie das Gebet über die Opfergaben die Vorbereitung der Gaben  vollendet,und wie das  Gebet der  Gläubigen  die Wortliturgie beschließt – so gipfelt und endet in dem Gebet nach der heiligen Kommunion die gesamte eucharistische Feier.

Dieses  Gebet ist zugleich Ausdruck der Dankbarkeit  für das Geschenk  der Eucharistie. als auch Erklärung ihrer  Wirkung auf den Menschen: Erleuchtung, Heilung ,Reinigung und Stärkung der Sehnsucht nach dem Himmel. Dieses  abschließende Gebet hat  stets eine ähnliche Struktur: Andere, Bitte, Verpflichtung, Erwähnung des ewigen  Lebens durch Christus und seinen Namen.

Nach der Anrede Gottes  des Vaters reflektiert der Priester kurz über die göttliche Freigebigkeit, die sich im Geschenk des eucharistischen  Brotes  manifestiert hat. Denn es ist Gott, der Vater, der uns seinen Sohn, Jesus Christus, schenkt. Dann geht das  Lob in eine Bitte über. Die  Bitte, den Glauben nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten zu bekennen. Die Bitte um die Gaben ist zugleich eine Verpflichtung, sie  anzunehmen und in den Alltag zu übertragen.

Doch das  alltägliche  Leben ist nur die  Teststrecke für ein anderes Leben nach dem Tod. Deshalb  fehlt  auch die Sehnsucht nach dem Eingang ins himmlische Reich nicht – dessen Tor Jesus selbst  ist. So führt  alles  durch Christus, unseren Herrn.  Darum hilft das Gebet nach der heiligen  Kommunion,die Frucht der gesamten Feier anzunehmen – im Bewusstsein der Gegenwart  Gottes, seiner Freigebigkeit und seiner Barmherzigkeit.

Verkündigung des Herrn Lk 1,26-38

Jesus Christus, der vom Heiligen Geist empfangen, Mensch geworden ist aus  der Jungfrau ,sei  mit euch.

 Der heutige Feiertag heißt auf Ungarisch „Gyümölcsoltó Boldogasszony ünnepe“. Dieser Ausdruck bezeichnet die gärtnerische Praxis des Veredelns von Obstbäumen. Warum nennt man den heutigen Feiertag der Verkündigung so? Weil Obstbauern jedes Jahr im Frühling ihre Stecklinge auf eine Unterlage veredeln. Laut den Obstbauern besteht der Zweck des Veredelns darin, die Eigenschaften einer Pflanze mit den Wurzeln einer anderen zu verbinden, wodurch diese an Stärke und Widerstandsfähigkeit gewinnt. Das Ergebnis ist eine stärkere, fruchtbarere, schönere und vitalere Pflanze. Und das ist die schönste Analogie dafür, was Gott für die Menschheit tut, indem er Mensch wird – ein reiches Bild für die Bedeutung der Verkündigung.

Jesus,du kamst als der Sohn des Allerhöchsten .Herr,erbarme dich  unser.

Im Schoß der Jungfrau hast du Fleisch angenommen. Christus, erbarme  dich unser.

Deines Reiches wird kein Ende sein. Herr,erbarme dich unser.

Denn in der Heiligen Jungfrau Maria haben wir die schönste aller Frauen, die einzigartige Blume der Menschheit. Von Gottes Gnade vorbereitet, trägt Maria Demut, Reinheit, Gehorsam und gläubige Hingabe an Gott in sich, die in ihrer Antwort auf Gabriels Botschaft ihren Ausdruck finden: „Ich bin die Magd des Herrn…“ In der Jungfrau Maria sehen wir die prachtvollste Frucht, die sich die Menschheit vorstellen kann. Denn verbunden mit ihrer jungfräulichen Reinheit ist die wundersame Öffnung ihres Leibes, und sie gebar Jesus: Wahrlich gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Maria ist eine blühende und fruchtbare Pflanze, die die Gnade Gottes in sich trägt.

Am heutigen Fest erinnern wir uns daran, dass Maria auf wundersame Weise den Sohn Gottes empfing. Wir könnten meinen, dass mit der Verkündigung des Engels Christus in Maria eingepflanzt wurde; Sohn in Mutter. Doch das ist nicht ganz richtig. Denn so wie eine fruchtbare und blühende Pflanze mit einer ehrwürdigen Wurzel ausgestattet ist, die ihr Elastizität und Stärke verleiht, so ist es nicht Jesus, der in Maria eingepflanzt ist. Es ist Maria selbst in ihrer ganzen sündlosen Menschlichkeit. Sie wurde gleichsam in Jesus eingepfropft, der Gott ist, der zweiten Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Denn es ist die göttliche Natur Christi, die sich nun im Schoß Marias mit unserer menschlichen Beschaffenheit – der Natur, die Jesus Christus von Maria empfängt – vereint, die unsere Menschlichkeit belebt und erneuert. 

Durch die wundersame Einpfropfung der Göttlichkeit Christi in unsere Menschlichkeit wird das gesamte Menschengeschlecht gestärkt und erhält neues Leben. Auch wir empfangen die Kraft des göttlichen Lebens. Denn durch die heiligmachende Gnade sind wir mit Gott vereint – in Christus, mit Christus, durch Christus –, sodass wir von Christus Leben, Tugenden und Heiligung empfangen. Deshalb sagt der Herr im Johannesevangelium: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ (Joh 15,5)

Eine historische Studie erwähnt eine Begebenheit, die die heutige Feier veranschaulichen mag: Während des Krieges im 17. Jahrhundert suchte König Karl II. nach der Schlacht von Worcester: Zuflucht im Haus des Colonels Lane. Geplant war Karls Flucht nach Frankreich. Auf der Reise verkleidete sich der König als Diener von Jane Lane, der Tochter des Colonels. Jane empfand es als Ehre und Privileg, dem König zu helfen, obwohl dies Gefahr und die Angst vor Entdeckung mit sich brachte. Der König nannte sie „Mein Leben“ und ehrte sie und ihre gesamte Familie nach seiner Rückkehr auf den Thron. Die einfache Frau Jane wurde in Ereignisse hineingezogen, die die ganze Nation betrafen. Aus Loyalität gegenüber dem, den sie für ihren wahren König hielt, erfüllte sie ihre Pflicht treu.

Jane widmete sich ihren täglichen Aufgaben, ohne zu ahnen, dass sich ihr Leben für immer verändern würde. Wir wissen, dass sie mit Joseph verlobt war. Später erfahren wir, dass sie sich als Magd des Herrn betrachtete. Vielleicht fand sie in ihrem treuen Leben als Magd die Gunst des Herrn. Nachdem der Engel Maria begrüßt und ihre Ängste zerstreut hatte, verkündete er ihr, dass sie schwanger werden und einen Sohn gebären würde, der Jesus heißen solle. Wie John Henry Newman schrieb: „Gott hat mich erschaffen, um ihm einen bestimmten Dienst zu erweisen. Er hat mir eine bestimmte Aufgabe gegeben und verlangt nichts anderes von mir. Ich bin ein Glied in der Kette, ein Band der Verbindung zwischen Menschen. Er hat mich nicht umsonst erschaffen. Wir wissen vielleicht nicht, welche Rolle Gott uns in seinem Heilsplan zuweist, aber wir können sicher sein, dass sie damit zusammenhängt, was Gabriel Maria verkündete: die frohe Botschaft, dass ‚Gott die Welt so sehr geliebt hat …‘ (Johannes 3,16).

Durch unsere Vereinigung mit Christus und die Gnade seiner Annahme in der Taufe haben wir Gott als unseren Vater und Maria als unsere Mutter. So können wir, erfüllt von Gottes Gnade, durch Christus eingepflanzt werden und in Tugend erblühen und Frucht bringen in vortrefflichen Werken, wie die Jungfrau von Nazareth und Christus, die gebenedeite Frucht ihres Leibes. Denn in dieser Rose waren Himmel und Erde auf engstem Raum vereint. Der 25. März gilt auch als Schwalbentag. Die ankommenden Schwalben signalisieren den Bauern, dass die Zeit für die Frühjahrsarbeit gekommen ist. Die Gebete „Angelus“ und „Gegrüßet seist du, Maria“ sind von diesem Fest inspiriert. Mit jedem Glockenschlag ertönte das Gebet „Der Engel des Herrn“ und die Menschen, wo immer sie sich befanden – auf der Straße oder bei der Arbeit – , hielten beim Klang der Glocke inne. Die Männer nahmen ihre Hüte ab und begannen zu beten: „Der Engel des Herrn verkündete der Jungfrau Maria …“ Es ist daher nicht verwunderlich, dass dieser Tag, unabhängig von seinem volkstümlichen Namen – „Gyümölcsoltás“ oder „Verkündigung“ –, als durchaus passend angesehen wird. Die Verkündigung stand, steht und wird immer im Mittelpunkt von Kunst, Musik und Frömmigkeit sein.

Beim Beten des Glaubensbekenntnisses knien wir heute bei den Worten nieder: „… durch die Kraft des Heiligen Geistes Mensch geworden“ oder „… empfangen durch den Heiligen Geist und geboren von der Jungfrau“. Möge diese Bewegung unserer Knie unsere Dankbarkeit ausdrücken und unsere vollkommene Hingabe an unser irdisches Leben symbolisieren. Sie soll auch die Zustimmung unseres Willens, die Unterwerfung unseres Geistes und die Beruhigung unserer Gefühle unter Gottes Plan für uns symbolisieren.

Da Jesus Christus einer von uns geworden ist, dürfen wir in seinem Namen mit vollem Vertrauen zum Vater beten.

Der Sohn Marias, der als Sohn des Höchsten bezeichnet wird, kam, um uns den Frieden zu verkünden.

Selig, die Ja sagen zum Willen des Vaters und eingehen in das Reich, das kein Ende hat,

Dienstag der 5. Woche der Fastenzeit Joh 8,21-30

Jesus Christus,der alles nach dem Willen des Vaters getan hat,sei mit euch.

Wir können nicht denken, dass Jesus nicht auf uns hört, dass er uns nicht versteht oder, noch schlimmer, dass er etwas vor uns verbirgt. Sorgen wir dafür, dass alles, was uns schadet, im Einklang mit dem Willen des Herrn geschieht?

Jesus,du hast dein Kreuz der Erlösung vorhergesagt.Herr,erbarme dich unser.

Du wolltest für alle Menschen  am Kreuz erhört werden.Christus,erbarme dich unser.

Du kamst, um den Willen des Vaters zu erfüllen Herr, erbarme dich unser.

Wir befinden uns immer noch im Tempel, in dem wir gestern Zeugen davon waren, wie Jesus die ehebrecherische Frau gerettet hat. Anschließend kommt es zwischen Jesus und den Pharisäern zu einem intensiven Dialog: „Wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr in euren Sünden sterben.“

Damit die Pharisäer  genau verstehen, was Jesus meint, gibt Jesus die richtige Antwort, die wir nicht übersehen: was er ihnen sagen will. Er verbirgt nichts: Er ist, was er behauptet, derjenige, der vom Vater gesandt wurde.

Im Gebet können wir auf eine solche Situation stoßen: Wir denken, dass Jesus nicht auf uns hört, dass er uns nicht versteht oder, noch schlimmer, dass er etwas vor uns verbirgt und nicht klar mit uns spricht. In ähnlicher Weise können wir denken, dass der Herr uns nicht alle Fakten erzählen möchte, und dennoch verstehen wir die konkrete Situation, die wir zum Überleben hatten, nicht vollständig.

Damit Jesus seine Worte bestätigt , kündigt er den  letzten Beweis an: das Kreuz. Wenn ihr den Menschensohn erhöht habt, werdet ihr erkennen, dass ich es bin. In diesem letzten Abschnitt der Postperiode lohnt es sich jedoch, die Frage zu stellen. Haben wir  die Worte des Herrn Jesus richtig verstanden?

Damit wir  nicht in unserer Sünde sterben,wollen wir voll Vertrauen, zum Vater beten

Jesus Christus, den seine Feinde nicht verstanden, wurde am Kreuz gekreuzigt. Um seinen Frieden wollen wir bitten.

Selig, die Christus hören und ihm folgen dorthin, wo er  zur Rechten des Vaters ist.

Purifikation.

Die Ehrfurcht gegenüber heiligen Räumen – Kirchen,Kapellen oder Altären – ergibt sich daraus, dass in ihnen das heiligste Opfer  vollzogen wird, bei dem wir mit dem Herzen die wirkliche,reale und wirksame Gegenwart Jesu unter den Gestalten von Brot und Wein bekennen. Deshalb ist im Gotteshaus alle Aufmerksamkeit auf die Gegenwart Jesu gerichtet-mit der auch weniger sichtbarer Akt zusammenhängt, der Purifikation genannt wir. Er vollzieht sich  nach der heiligen Kommunion und dient dem sorgfältigen Einsammeln aller Teilchen der Eucharistie, die sich während des Umgangs mit dem gewandelten Brot abgelöst haben.

Die Purifikation beginnt mit  dem Abwischen der Patene und anschließen mit dem Ausspülen des Kelche, wobei suich darin die Teilchen des gewandelten Brotes und die Tröpfchen des gewandelten Weine auflösen- Hören Wein und Brot aufgelöst im Wasser  auf , Brot und Wein zu sein. dann erlischt auch die eucharistische Gegenwart, die allein an diese Materien gebunden  ist.

Da es sich um einen ernsten Akt handelt, begleitet ihn ein stilles Gebet: „Was wir mit dem Mund empfangen haben, möge unser Herz reinigen, und die zeitliche Gabe möge uns zum Unterpfand des ewigen Lebens werden.” Es ist ein Gebet, das den Glauben an die eucharistische Gegenwart zum Ausdruck bringt, dass wir das, was wir äußerlich sehen und im Mund als Brot spüren, als geistliches Brot vom Himmel für unsere Seele glauben, das unser Herz reinigen möge.

Hl.Turibio von Mongrovejo, Bischof von Lima Joh 8,1-11

Jesus Christus, der Mitleid mit den Müden und Erschöpften hatte,sei mit euch.

Der heilige Turibius wurde am 26. November 1538 im kleinen spanischen Dorf Mayorga de Campos in der Provinz León in eine fromme Adelsfamilie hineingeboren. Er studierte in Valladolid und anschließend in Salamanca, wo er am Kollegium Kurse im Kirchenrecht belegte. 1568 erwarb er das Lizenziat in Rechtswissenschaften an der Universität Santiago de Compostela.

Jesus, du hast die Armen und Leidenden geliebt. Herr,erbarme dich unser.

Du hast uns von Sünde und Schuld freigemacht. Christus,erbarme dich unser. 

Du hast  uns die Liebe zu allen geboten. Herr,erbarme dich unser.

Da er ein hohes Amt in Granada bekleidete, blieb ihm keine Zeit für eine Promotion. Schon bald kam er mit dem spanischen König Philipp II. in Kontakt, der ihn fortan beschützte und respektierte. Dank des Konzils von Trient (1545–1563) begann die Restauration der Bistümer. Diese war von Karl Borromäus initiiert worden. Aus diesem Grund suchte König Philipp II. einen geeigneten Kandidaten für das Erzbistum Lima in Peru, das damals Teil der spanischen Kolonie war. Turibius bewarb sich um dieses Amt. Zunächst wehrte er sich heftig, fügte sich schließlich aber . Er ging nach Sevilla, wo er sein Studium und die für das Priesteramt erforderlichen Grade abschloss und zum Priester geweiht wurde. Papst Gregor XIII. Er ernannte ihn 1580 zum Erzbischof von Lima. Im August desselben Jahres empfing er die Bischofsweihe und segelte anschließend nach Südamerika. Dort traf er im Frühjahr des folgenden Jahres ein.

Unmittelbar nach seinem Amtsantritt bemühte er sich unermüdlich um die Wiederherstellung der kirchlichen Disziplin. Er liebte die Einheimischen sehr und half ihnen, wo er nur konnte. 1594 sandte er einen Brief an König Philipp, in dem er erwähnte, dass er 15.000 km zurückgelegt und über 60.000 Menschen konfirmiert hatte. Er geriet oft in Konflikt mit Geistlichen, die auf seine Erfolge neidisch waren, mit Weltpriestern, die nicht alle Vorschriften einhielten, und mit spanischen Kolonisten, die glaubten, sich dort alles erlauben zu können – einschließlich Ehebruch, Raub, Grausamkeit usw. Der Bischof schämte sich mitunter seiner spanischen Herkunft. Mit all seiner Überzeugung stellte er sich auf die Seite der unterdrückten Indigenen. Er nahm sogar einige von ihnen mit nach Lima, um sie dort zu schützen und zu unterstützen.

Erzbischof Turibius wirkte 25 Jahre lang in Lima. In dieser Zeit bereiste er das ganze Land viermal. Er berief zwölf Bischofssynoden ein. 1583 verfasste er einen Katechismus, der auf Spanisch, Aymara und Quechua veröffentlicht wurde. 1591 gründete er in Lima ein Priesterseminar – das erste auf dem Neuen Kontinent.

Auf seiner vierten Pilgerreise, die er 1605 begann, erkrankte er. Er erreichte das Pascasmayo-Tal, wo er im Haus eines indigenen Katecheten Zuflucht suchte. Dieser half ihm, die Kapelle des Augustinerklosters zu erreichen, wo er den Prior, Pater Hieronymus, bat, ihm auf der Harfe zu spielen und den Psalm „In deine Hände, Herr, befehle ich meinen Geist“ zu singen. Turibius blickte zum letzten Mal auf das Kreuz und starb. Es war Gründonnerstag, der 23. März 1606. Seine sterblichen Überreste wurden nach Lima überführt. Die Gläubigen trauerten aufrichtig um ihn und verehrten ihn sogar als Heiligen. Rom bestätigte diese Verehrung. 1679 wurde Turibius selig- und 1726 heiliggesprochen. Er ist der Schutzpatron Perus.

Da wir in das Reich Gottes gerufen sind und teilhaben an seinem Wort, dürfen wir  voll  Vertrauen zum Vater beten.

Den Herrn, der Mitleid hatte, den Menschen, wollen wir bitten um sein Heil und seinen Frieden.

Selig, die Gott und seinem Reich dienen und Anteil an der Ernte des Lebens haben.

5.Fastensonntag A Joh 11,1-45

Jesus Christus,der die  Auferstehung  und das Leben ist, sei mit euch,sei mit euch.

Wir begegnen uns wahrscheinlich oft und haben uns bestimmt auch schon einmal gefragt: „Gott, warum ist mir das passiert?” Oder wenn jemand von einer Katastrophe, einer Tragödie oder einer Krankheit getroffen wird … Schließlich waren sie doch so gute Menschen und haben das wirklich nicht verdient! Was hat Gott ihnen nur erlaubt? Warum lässt Gott Leid in der Welt zu? Ich kann darauf keine hundertprozentige Antwort geben. Gottes Wege sind unergründlich, wie der Prophet Jesaja schreibt: „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege.“ Doch das heutige Evangelium bietet uns einen Ansatz zum Thema Leid in der Welt, der auf den ersten Blick paradox erscheinen mag: „Damit der Sohn Gottes verherrlicht werde.“

Jesus ,du hast den Lazarus aus dem Schlaf des Todes zurückgerufen. Herr,erbarme dich unser.

Du hast dir selbst die  Auferstehung und das Leben genannt.Christus,erbarme dich unser.

Du hast uns  den Geist gesandt, der dich zu neuer Herrlichkeit auferweckte. Tatsache. Herr, erbarme dich unser.

Predigt.

Im heutigen Evangelium hören wir die Geschichte von der Auferweckung des Lazarus. Auch in dieser Geschichte scheint Jesus zunächst nichts zu tun. Er ließ Lazarus sterben. Auf den ersten Blick schien er sich um alle um ihn herum zu kümmern , doch einen seiner besten Freunde ignorierte er. Natürlich kennen wir das Ende der Geschichte bereits, aber Martha, Maria, Jesu Jünger und die anderen Umstehenden ahnten nichts und dachten vielleicht: „ Er ist mein Freund, er heilt alle, aber konnte er nicht auch diesen einen, einen seiner besten Freunde, heilen?“

Doch Jesus wusste genau, was er tun würde. Er wusste, dass er durch Lazarus’ Tod und dessen Auferstehung den unumstößlichen Beweis liefern würde, dass er der wahre Messias war. Die Zahl, dass Lazarus vier Tage im Grab lag, ist kein Zufall. Nach spätjüdischen Volksglauben (beeinflusst von der griechischen Philosophie) wandert die Seele nach dem Tod drei Tage lang um den Körper und möchte zu ihm zurückkehren. Am vierten Tag trennt sie sich jedoch vollständig vom Körper und geht in die Unterwelt (Scheol), da der Körper nach drei Tagen bereits endgültig verwest ist.

Indem der Evangelist diese Zeitangabe betont, möchte er wohl die Größe dieses Wunders unterstreichen und verdeutlichen, dass Lazarus (sein Name bedeutet „Gott hilft“) tatsächlichwirklich tot ist und mit ihm jede Hoffnung auf seine Rückkehr ins irdische Leben erloschen ist. Hier scheint der Tod endgültig gesiegt zu haben. Doch nun tritt Jesus in die Geschichte ein, und der Evangelist zeigt uns, dass er, Jesus, der wahre Herrscher über Leben und Tod ist. Er ist der wahre Messias.

Liebe Brüder und Schwestern,
das heutige Evangelium möchte uns zeigen, dass selbst wenn alles zusammenzubrechen scheint, nichts nach Plan läuft und es so aussieht, als hätte Gott uns verlassen, es nicht so sein muss. Ganz im Gegenteil. Jesus erinnert uns daran, dass er immer bei uns ist und wie Lazarus möchte er uns zu neuem Leben erwecken. Doch es liegt an uns, ob wir wie Martha handeln und ihm vertrauen oder wie die Pharisäer. Wenn wir das Evangelium weiterlesen, erfahren wir, dass sie aufgrund dieses Ereignisses endgültig beschlossen, Jesus zu töten. Und das, obwohl sie die messianischen Zeichen erkannten und sehr wohl verstanden.

Geht es uns nicht genauso? Manchmal wissen wir, was wir tun sollten, verdrängen aber aus Bequemlichkeit Gott aus unserem Herzen, um diesem oder jenem nicht folgen zu müssen. Wenn wir jedoch den Weg des Vertrauens wählen, den Martha wählte, dann kann Gott durch uns seine Herrlichkeit, seine Macht und seine unendliche Liebe zeigen. Es muss nicht unbedingt Heilung oder Auferstehung sein, wenngleich dies in seltenen Fällen möglich ist. Denn für Gott ist nichts unmöglich – er blickt oft über die Grenzen unseres menschlichen Verstandes hinaus und sieht, was uns und unseren Lieben am meisten zum Heil verhilft.

Lasst uns dies in schwierigen Lebenslagen stets bedenken, damit wir durch unser Leid unser Leben heiligen und den Glauben in die Herzen vieler unserer Brüder und Schwestern pflanzen können, um so die Herrlichkeit Gottes, das Reich Gottes, in der ganzen Welt zu verbreiten.

Alles, was Jesus Christus von Gott erbittet, wird ihm gegeben. Deshalb dürfen wir in seinem Namen zum Vater beten,

Da wir nur im Frieden mit Gott unser Leben vollenden können, bitten wir den Herrn um diesen Frieden.

Selig, die bei der Auferweckung am Letzten Tag beim Herrn sein werden

Erste Beichte

Jesus Christus, der alle Kinder liebt, sei mit euch.

Liebe Erstkommunionkinder, bei eurer ersten heiligen Beichte möchte ich euch herzlich begrüßen. Ich wünsche euch, dass euch diese heilige Beichte Freude und Zufriedenheit bringt.  Wenn ihr etwas nicht versteht,dann fragt nach.

Bußgedanken  Jedes Kind hält dabei einen Stein in der Hand und legt ihn nach seinem Satz in die Schüssel in der Mitte.

B1: Guter Gott, dieser Stein ist hart. Manchmal sind auch wir hart wie ein Stein. Wir schließen andere aus und denken nur an uns selbst.

Herr, erbarme dich  unser.

B2: Guter  Gott, dieser Stein  ist kalt. Manchmal sind auch wir kalt wie ein Stein. Wir übersehen, wenn uns jemand braucht.

Christus, erbarme dich unser.

B3: Guter Gott, dieser  Stein ist kantig und scharf. Manchmal sind auch wir kantig und scharf wie dieser Stein. Wir verletzen andere durch scharfe und gemeine Worte.

Herr,erbarme dich unser. Der allmächtige Gott erbarme sich unser,er lasse uns die Sünde nach und führe uns zum ewigen Leben.

Tagesgebet: 

Herr, unser Gott. Du möchtest, dass wir mit vollem Vertrauen und voller Kraft durch das Leben gehen. Es gibt jedoch manches Steinige und Schwere, das uns daran hindert. Oft ist es nicht leicht, das aus dem Weg zu räumen. Lass uns  den Mut und die Kraft dazu aus dir und deinem Sohn Jesus Christus.

Evangelium: Joh 20,21-22

Wie der Vater mich gesandt hat, so sende ich euch nun. Dann hauchte er sie an und sagte: „Empfangt Gottes heiligen Geist. Wem ihr die Schuld erlasst, dem ist sie vergeben. Wem ihr sie nicht erlasst, der bleibt schuldig.

Predigt: Die Beichte ist wie eine große Umarmung von Gott. Stell dir vor, du hast etwas Falsches getan – vielleicht hast du jemanden angelogen oder jemandem wehgetan. Dann fühlt es sich  schwer  an wie ein Rucksack voller Steine.Die Beichte ist der Moment, in dem du diesen schweren Rucksack ablegen kannst.

Sünde ist, wenn wir Dinge tun, die nicht gut sind oder  anderen Menschen wehtun.

Im Beichtstuhl sprichst du  mit dem Priester – aber eigentlich sprichst du  mit Jesus selbst. Du sagst ihm, was du falsch gemacht hast, und es tut dir leid.  Und dann – das ist das Wunderbare – sagt Jesus durch den Priester: „Ich vergebe dir.  Alle  Steine  fallen aus dem Rucksack. Dein Herz wird wieder leicht.

Warum  ist die Beichte so wichtig für uns Christen? Weil Jesus wusste, dass wir Menschen manchmal Fehler machen. Er hat nicht erwartet, dass wir perfekt sind. Er  hat nur  gewünscht, dass wir ehrlich zu ihm kommen – so wie ein Kind zu seinem Vater kommt, wenn es etwas angestellt hat. Ein guter Vater schimpft nicht einfach,sondern  umarmt zuerst. Die Beichte ist auch ein Neuanfang. Nach der Beichte  bist du wie frisch gewaschen – nicht dein Körper, sondern deine Seele. Du kannst wieder von vorne beginnen, sauber und frei. Der heilige Johannes  sagt uns.“ Wenn wir unsere  Sünden bekennen, ist er treu  und gerecht. Er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von allem Unrecht.(1 Johannes 1,9) .

Und noch etwas  Schönes: In der Beichte bist du nie allein; Jesus wartet  immer auf dich – nicht ungeduldig oder böse, sondern wie der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn, der schon von Weitem läuft, wenn er seinen Sohn kommen sieht.

Überleitung zum Segen: Immer wieder ist es  nötig, auszuräumen, was uns verstopft hält, damit die Freude und die Liebe , damit Gott in uns fließen kann. Immer wieder muss ich nachdenken, in mich hineingehen,auf meinen Grund kommen, damit ich wieder die Freude verbreiten kann und wir miteinander verbunden sein können und zur Quelle für  andere werden. Dass uns das gelingt, dafür bitten wir Gott.

Vaterunser:gemeinsam gebetet

Schlussgebet: Gott,auf dem Weg unseres Lebens haben wir Rast gemacht bei dir, der Quelle des  Lebens. Wir haben neue Kraft geschöpft. Stärke uns immer wieder und lass uns durch  Jesus Christus zu Quellen für andere werden.Amen

Segen  für alle

Samstag der 4. Fastenwoche Joh 7,40-53

Jesus Christus, der sprach, wie  noch nie ein Mensch gesprochen hat, sei mit euch,

Die Hohenpriester wurden unruhig. Jesus bewegte das Volk, und einige begannen sogar, ihn „den Propheten“ oder „den Messias“ zu nennen (siehe Johannes 7,40-41). Warum verteidigte ihn Nikodemus, ein angesehener Schriftgelehrter? Warum hinterfragte er ihre negativen Aussagen über Jesus? Nikodemus hatte Zeit mit Jesus verbracht. Jesus hatte ihn beeindruckt, deshalb besuchte er ihn und hörte seinen Lehren zu (siehe Johannes 3).

Jesus, du kamst zu uns als der verheißene Messias. Herr,erbarme dich unser.

Deinetwegen entstand Streit zwischen Ratsherren und Hohenpriestern. Christus,erbarme dich unser, 

Es geschah alles,wie es vorherverkündigt war. Herr, erbarme dich unser.

Diese Begegnung veränderte ihn: Er konnte den Plänen seiner Brüder nicht zustimmen. Es wäre vielleicht einfacher Wenn wir die Prophezeiungen im Alten Testament lesen, beginnen wir zu verstehen, dass er wirklich der ist, der er zu sein behauptet. Wenn wir die Geschichten und Briefe der frühen Kirche lesen, sehen wir, dass das Wort Jesu kraftvoll ist und sich durch ganz normale Menschen, wie dich, verbreiten kann. Jesus wartet darauf, dich heute zu treffen. Komm und verbringe Zeit mit ihm!Aus demselben Grund weigerten sich wahrscheinlich auch die Diener der Hohenpriester, Jesus zu verhaften: „Nie hat ein Mensch so gesprochen“ (Joh 7,46 ). Auch sie hatten Jesus gehört und waren von seinen Worten berührt worden. Deshalb sollten wir alle das tun, was Nikodemus und die Diener taten. Wir sollten Zeit mit Jesus verbringen und ihm zuhören. Es ist erstaunlich, wie sehr Jesu Worte unser Leben verändern können. Du stehst vor einer schwierigen Entscheidung oder bist in einem persönlichen Kampf gefangen und beschließt, Gott in der Heiligen Schrift zu suchen. Du hoffst, dass er dich mit einer tröstenden Geschichte oder durch die Worte eines Gleichnisses oder Psalms leitet. Und das wird er! Aus demselben Grund weigerten sich wahrscheinlich auch die Diener der Hohenpriester, Jesus zu verhaften: „Nie hat ein Mensch so gesprochen“ (Joh 7,46 ). Auch sie hatten Jesus gehört und waren von seinen Worten berührt worden. Deshalb sollten wir alle das tun, was Nikodemus und die Diener taten. Wir sollten Zeit mit Jesus verbringen und ihm zuhören. Es ist erstaunlich, wie sehr Jesu Worte unser Leben verändern können. Du stehst vor einer schwierigen Entscheidung oder bist in einem persönlichen Kampf gefangen und beschließt, Gott in der Heiligen Schrift zu suchen. Du hoffst, dass er dich mit einer tröstenden Geschichte oder durch die Worte eines Gleichnisses oder Psalms leitet. Und das wird er., zu schweigen, aber Nikodemus wusste, dass etwas Besonderes an Jesus war. 

Wahrscheinlich aus demselben Grund weigerten sich die Diener der Hohenpriester, Jesus zu verhaften: „Nie hat ein Mensch so gesprochen“ (7,46). Auch sie hatten Jesus gehört, und seine Worte hatten ihre Herzen berührt. Deshalb sollten wir alle das tun, was Nikodemus und die Diener taten: Zeit mit Jesus verbringen und ihm zuhören. Es ist erstaunlich, wie sehr Jesu Worte unser Leben verändern können. Du stehst vor einer schwierigen Entscheidung oder einem persönlichen Kampf und beschließt, Gott in der Heiligen Schrift zu suchen. Du hoffst, dass er dich vielleicht mit einer heilenden Geschichte tröstet oder dich durch die Worte eines Gleichnisses oder Psalms leitet. Und das wird er! 

Neben der Hinwendung zu Gott in schwierigen Zeiten ist es ebenso wichtig, sich die Gewohnheit anzueignen, täglich Zeit mit ihm zu verbringen, insbesondere im Gebet und im Lesen der Heiligen Schrift. Dadurch lernen wir Gottes Wort immer besser kennen – und wir lernen Jesus immer besser kennen. Wenn wir lesen, was er in den Evangelien sagt, erfahren wir seine Liebe und Barmherzigkeit. 

Wenn wir die Prophezeiungen im Alten Testament lesen, beginnen wir zu verstehen, dass er wirklich der ist, der er zu sein behauptet. Wenn wir die Geschichten und Briefe der frühen Kirche lesen, sehen wir, dass das Wort Jesu Kraft hat und sich selbst durch ganz normale Jünger verbreiten kann – durch Menschen wie dich! Jesus wartet darauf, dich heute zu treffen. Komm und verbringe Zeit mit ihm!

Herr, hilf mir, dich durch dein Wort besser kennenzulernen.

Jesus Christus, an dem sich die Geister  scheiden, ist unser Mittler beim Vater. In seinem Namen dürfen wir beten.

Jesus Christus,der als Messias  auf dieser Erde weilte, hat  uns den Vater offenbart. Um seinen Frieden  bitten wir.

Selig, die Jesu Worte gehört haben und  in ihnen das ewige Heil finden.