Die Schlüssel, die der heilige Petrus bekam.
Wie jede Religion hat auch unsere verschiedene Symbole. Zu den bekannten Symbolen gehören: Kreuz, Kerze, Wasser, Weihrauch. Wenn wir diese Symbole begreifen wollen, müssen wir ihren Sinn und ihre Bedeutung kennen. Jedes Symbol versteckt eine bedeutsame Tatsache. Jesus sagte zu Petrus: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte des Todes werden sie nicht überwältigen.“ Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben: Was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“ Mt 16,18–19 Was für einen Sinn haben diese Symbole? Der Fels steht im Zusammenhang mit dem heiligen Petrus und symbolisiert die Glaubensfestigkeit, die Petrus und seine Nachfolger bewahren. Und das Symbol der Schlüssel? Mit dem Schlüssel öffnen oder schließen wir die Tür. Die Schlüssel Petrus sind das Symbol der Möglichkeit, die Schätze des Himmelreichs zu öffnen , und diese Schätze geben denjenigen, die sich nach ihnen sehnen. Einst sagte Jesus zu den Pharisäern. Weh euch, Gesetzlehrern! Ihr habt den Schlüssel zur Erkenntnis beiseite geschafft: Ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die, die hineingehen wollten, habt ihr daran gehindert.“ Lk 11,52: Petrus und seine Nachfolger erhielten die Schlüssel nicht für sich selbst, sondern für die anderen, damit sie den anderen. Die Tür der Erkenntnis öffnen. Nirgendwo im Evangelium steht, dass Christus jedem die Schlüssel gab. Er gab die Schlüssel nur dem Petrus. Stellen wir uns die Frage: Warum bekam der Schlüssel nur Petrus? Wir wissen, dass der Mensch das vollkommenste Geschöpf auf der Erde ist. Er kann sich frei entscheiden. Es fehlt ihm an etwas, was die niedrigen Lebewesen haben. Er hat keine Fähigkeit, sein gesellschaftliches Leben vollständig zu organisieren. So wie diese Fähigkeit die Bienen oder die Ameisen haben. Darum kam der Mensch darauf, dass er bestimmte Institutionen bilden muss, die sein Leben organisieren werden, und so ersetzt das, was bei den Lebewesen genetisch einprogrammiert ist. Wenn der Mensch nicht so eingerichtet gewesen wäre, hätte er sich selbst vernichtet. Wenn es keine Gesetze und Parlamente gegeben hätte, wie könnte die Welt existieren? Wie wäre es, wenn jeder seine eigenen Gesetze festlegen könnte? Wenn jeder Mensch das machen könnte, was er will. Ähnlich ist es auch im Bereich der Religion. Gott hat schon im Alten Testament die Propheten auserwählt, denen er seine Pläne und Absichten offenbarte. Die Propheten machten dann mit diesen Absichten das Volk bekannt; sie führten es. Schon im Alten Testament kann man sehen, dass Gott nicht erlaubte, dass sich jeder für einen Propheten, für einen Führer, für einen König hielt, denn daraus wäre gesellschaftliches und religiöses Chaos entstanden. In diesem Sinn handelte auch Jesus. So wie im gesellschaftlichen Leben, auch im religiösen Autorität. Wenn es keinen Papst gäbe, würde es so viele Religionen geben wie Menschen. Auch heute sehen wir, dass es so viele Religionen gibt. Die Tragödie ist, dass jede Religion etwas hat, aber niemand alles. Es ist dem ähnlich, wenn uns jemand die Ziegel zeigte und sagte: „Das ist mein Haus. Ähnlich wäre es, wenn er uns die Tür oder das Fenster zeigte und sagte: „Das ist mein Haus. Das alles ist für den Bau des Hauses nötig, aber das Haus ist das nicht. So ,die rechte Religion ist nicht die, die aus der Gotteserscheinung nur das Auserwählte auswählt, was ihr am besten geeignet ist. Und eben darin liegt der hohe Wert des päpstlichen Amtes. Dass es die Gotteserscheinung bewahrt. Die Journalisten fragten Josef Ratzinger, der zu dieser Zeit noch Kardinal war, wie er sich den künftigen Papst vorstellt. Und er antwortete, dass der nächste Papst drei Aufgaben haben wird. 1. Versichern die Einheit der Kirche, 2. Dialoge führen mit anderen Religionen, 3. Er muss die Stimme der Ethik und der Moral sein. Der Papst soll uns an die geistlichen Werte erinnern. Freuen wir uns darüber, dass wir die Mitglieder der Kirche sind, die uns unter der Führung des Heiligen Vaters alle Reichtümer des Gottesreiches gibt. Nur von uns hängt ab, ob wir diese Reichtümer in unserem Leben empfangen.
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