In diesem Evangelium fordert Jesus uns auf, mit ihm verbunden zu bleiben. Nur so werden wir reiche Frucht bringen können. Um diese Verbindung müssen wir uns bemühen. Wir müssen damit rechnen, dass diese Verbindung leicht unterbrochen werden kann. In der Welt gibt es viele Dinge, die uns von Gott ablenken können. Sind wir bereit, uns dieser Gefahr entgegenzustellen?
Wir wissen, dass wir bei einem Stromausfall keine Elektrizität haben. Wenn die Wasserleitung beschädigt ist, bekommen wir kein Wasser. Wenn etwas unterbrochen ist, kann es seinen Zweck nicht erfüllen. Ähnlich ist es in unserem geistlichen Leben. Die Unterbrechung der Verbindung mit Gott bedeutet, dass wir aufhören zu beten, an der Heiligen Messe teilzunehmen und die Sakramente zu empfangen. Wir können das volle Leben nur dann haben, wenn wir mit Jesus verbunden sind. Was ergibt sich daraus? Welche Frucht können wir aus dieser Verbindung erwarten? Vor allem eine große Immunität gegen unsere inneren bösen Neigungen. Wer mit Jesus lebt, dem kann die Welt mit all ihren Verlockungen nichts anhaben. Ein solcher Mensch fühlt sich stark. Wer sich auf Christus stützt, stützt sich auf einen unwiderlegbaren Felsen. Eine weitere Folge unserer Verbindung mit Christus ist die Stärkung unseres Glaubens. Der Mensch, der sich mit Jesus verbindet, kann mit Paulus sagen: „Ich weiß, auf wen ich mein Vertrauen gesetzt habe.” Die Verbindung mit Christus macht unser Leben Christus ähnlich. Eine weitere Folge unserer Verbindung mit Jesus ist die Vermehrung unserer Liebe. Dank dieser Verbindung wächst unsere Liebe. Eine solche Liebe wird zu einer Bereicherung und hilft uns, Verdienste zu gewinnen. Christus hilft uns, unser Leben zu entwickeln und ihm Sinn zu geben. Ich bin überzeugt, dass wir begreifen werden, welche große Bedeutung es hat, mit Christus verbunden zu bleiben.