Jesus Christus, der gekommen ist, um die Sünder zu rufen, sei mit euch.
Die Berufung des Matthäus zum Jünger und Apostel ist sicherlich die auffälligste, die uns die Schrift berichtet. Wir würden es als unklug bezeichnen, sich einen Mitarbeiter auszusuchen, der wegen seines Berufs schlechten Ruf genießt und von den Leuten verachtet wird. Nach der Überlieferung ist es ausgerechnet dieser, der später die Botschaft Jesu von Nazaret niederschreibt und uns eines der bedeutendsten Zeugnisse des Neuen Testamentes hinterlässt. Ein Mann, der um Gottes willen alles verlässt, sollte uns Anlass geben, Gott um Vergebung aller Schuld zu bitten.
Jesus, du hast deine Apostel als Mitarbeiter berufen. Herr, erbarme dich unser.
Du kamst, Barmherzigkeit zu verkünden. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns auf deinen Weg gerufen. Herr, erbarme dich unser.
Die Menschen verachteten die Zöllner, weil sie im Dienste der römischen Besatzungsmacht standen. Sie wurden besonders dafür verachtet, dass sie aus persönlicher Gewinnsucht mehr kassierten, als bestimmt war. Die Menschen reihten die Zöllner unter die öffentlichen Sünder ein – und nicht nur sie, sondern auch ihre ganze Verwandtschaft.
Auch Levi, der Sohn des Alphäus, war Zöllner. Auch ihn trafen die gehässigen Blicke des Volkes. Eines Tages ging Jesus am Zoll vorbei. Er schaute Levi an, aber nicht wie die anderen. Im Gegenteil, er verlangte von ihm die Maut, obwohl er sie selbst nicht bezahlt. Aber damit meinte er nicht Geld. Er wollte Levi, den ganzen Levi. Daher sagte er zu ihm: „Folge mir nach!” Und Levi stand auf, ließ sein bisheriges Leben hinter sich, in dem er die Menschen bewertet hatte. Er nahm jetzt jene Werte an, die für Christus wichtig waren und ganz anders sind als menschliche Werte. Er verließ seinen gut bezahlten Arbeitsplatz, um Christus nachzufolgen. So nahm er die Torheit des Kreuzes auf sich.
Da wir Sünder sind und der Gnade bedürfen, wagen wir, voller Vertrauen zum Vater, zu beten.
Der Herr hat sich der Sünder angenommen und ist mit ihnen bei Tisch gesessen. Um seinen Frieden dürfen wir bitten.
Selig, die dem Ruf Gottes folgen und Rettung finden am Letzten Tag.