Jesus, der einen Blinden heilte, sei mit euch.
Wir können jede Sache mindestens aus zwei verschiedenen Perspektiven betrachten.Die Leute können über denselben Menschen verschiedene Meinungen haben, die sich oft widersprechen. Auch von Jesus hatten oder können wir sagen , haben die Menschen verschiedene Meinungen. Die Frage ist: Warum?
Jesus, du hast der Not der Menschen geholfen und ihre Gebrechen geheilt. Herr, erbarme dich unser.
Viele sahen deine Zeichen und haben dich dennoch nicht erkannt. Christus , erbarme dich unser.
Du hast von denen, die zu dir kamen, den Glauben gefordert. Herr, erbarme dich unser.
Wir wurden Zeugen eines besonderen Ereignisses im Leben Jesu. Zum ersten Mal heilte Jesus einen Kranken nicht gleich. Vielleicht war Jesus zu „schwach“, um die Blinden zu heilen? Oder hatte er Verzweiflungen? Doch er nannte die Jünger, die einen besessenen Buben heilen konnten. O du ungläubige und unbelehrbare Generation. Mt 17,17. Wohin zielt Jesus mit seinem merkwürdigen Vorgehen? Nein, Jesus war nicht schwach; er verzweifelte nicht. Er hat die Absicht, uns eine neue Lektion zu erteilen. Er will uns zeigen, dass sich die Heilung unseres inneren Sehens allmählich verwirklicht. In der Anfangsphase unseres spirituellen Wachstums sehen wir die Menschen in Schwarz und Weiß. Wir schablonieren die Menschen. Der ist gut, jener ist schlecht. Wir sind dem Blinden ähnlich, der zwar behauptet, die Menschen zu sehen, aber so, als würde er die umhergehenden Bäume sehen. Auch wir sehen die Menschen, aber wir nehmen sie nach unserer Schablone, nach dem ersten Eindruck wahr. Je älter wir sind, desto mehr haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Welt nicht schwarz-weiß ist, sondern farbig. Wir erkennen, dass Menschen sowohl lobenswerte als auch schlechte Eigenschaften haben. Jeder Mensch hat genug Fehler, an denen er arbeitet, aber auch viele gute Eigenschaften , die er schenken kann. Wir wissen, dass eine schnelle und voreilige Beurteilung der Menschen sich nicht lohnt. Wie oft haben wir schon geirrt? Je mehr wir Jesus erkennen, desto näher wird unser Anblick auf die Dinge,Ereignisse und Menschen seinem Anblick ähnlicher. Wir werden vorsichtiger bei der Beurteilung der Menschen sein, aber auch beim Lob,weil nicht alles Gold ist, was glänzt.
Wie Christus den Willen des Vaters tat, so hat er uns ebenso geboten, zum Vater zu beten.
Damit wir im Gericht vor Gott bestehen können, bitten wir ihn um seinen Frieden.
Selig sind, die auf festem Boden bauen, dass ihr Leben für ewige Zeit bleibt.