Dienstag der 23. Woche Lk 6,12-19

Jesus,  der die Nacht im Gebet  verharrte, er sei mit euch.

Bevor Jesus seine Apostel erwählte, verbrachte er die ganze Nacht im Gebet. In dieser Nacht legte er sein Werk seinem himmlischen Vater vor. Wir können davon ausgehen, dass er jeden seiner Jünger seinem Vater vorgestellt hat, damit der Vater jenen „bezeichnete“, welchen er aus den vielen auswählen sollte. Aus all dem können wir ersehen, wie wichtig die Wahl der Apostel für Jesus war.

Jesus, du hast alle angenommen,  die zu  dir  kamen. Herr, erbarmen  dich  unser.

Du hast allen das Heil verheißen, die glauben. Christus, erbarme dich unser.

Du hast  die Bitten aller  erhört, die dich  anriefen. Herr, erbarme dich unser.

Als der Morgen kam, rief Jesus sie alle und begann die „Zwölf“ einzeln nacheinander zu nennen. Wie fühlten sich die Jünger, als Jesus anfing, ihre Namen auszusprechen? Der erste, den er wählte, war Simon. Mit welcher Spannung mussten alle auf jeden weiteren Namen warten. Was musste mit jedem geschehen, als er seinen eigenen Namen hörte. Er wählte die Zwölf, die er die Apostel nannte. Die anderen müssten sich damit aussöhnen, dass diese Zwölf einen ganz besonderen Auftrag erhielten. Jesus ist souverän. „Nicht ihr habt mich gewählt, sondern ich habe euch gewählt“. Die Apostel sollten für immer bei Jesus bleiben. Sie sollten seine Zeugen bis ans Ende der Welt sein. Sie mussten seine Gebetsmomente kennen und mit ihm Tag und Tag zu leben und seine Tätigkeit ganz nah zu beobachten. Einsicht nehmen in die Geheimnisse, die er ihnen anvertraute. Jetzt beruft Jesus die Jünger, damit sie die Apostel sind. Später befähigt er sie zu selbständigen apostolischen Tätigkeiten. Jesus hat jetzt Mitarbeiter. Sein Werk beginnt sich zu organisieren. Es wurde zu einer Institution erhoben, die durch die Apostel nach Jesu Himmelfahrt weiter dauern wird und alle Nationen und alle Zeiten einbeziehen wird. Jesu Werk hat eine solide Perspektive mit Gefahren zwar, aber auch mit Hoffnungen. Von nun an werden die Zwölf dauerhaft in ihren Nachfolgern leben.

Jesus Christus hat uns die  Nähe des Gottesreiches verkündet. Damit es in uns wirkt und wächst, beten wir zum Vater.

Auch uns ist das Himmelreich nahe. Schon jetzt dürfen wir um seinen Frieden beten und bitten.

Selig, die Jesus Christus nachfolgen und das Heil finden im Reich des Vaters.