Donnerstag der 26.Woche, Lk 10, 1-12

Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Die Ernte ist groß, aber es gibt wenige Arbeiter. Er sei mit euch.”

Außer Zwölf  ernannte Jesus und  sandte noch siebzig  Jünger. Die Zahl siebzig war in Israel symbolisch. Es erinnerte, an die frühere Bestimmung der siebzig Ältesten, die Moses  in der Nation  ernannt hatte. Ex 24,1.

Jesus,du bist vom Vater gesandt als der Messiaskönig des Neuen Bundes . Herr, erbarme dich unser.

Du kamst, um uns von den Irrwegen  dieser Welt zurückzurufen auf den Weg  des Vaters. Christus, erbarme dich unser. 

Du kennst und rufst die mit Namen, die deinem Reich angehören. Herr, erbarme dich unser.

In der Symbolik der Zahl siebzig können wir noch weiter gehen. Die Zahl steht für die siebzig Nationen, aus denen gemäß dem Buch Exodus die gesamte Menschheit hervorging. Dies bedeutet, dass Jesus und seine Botschaft nicht nur für das Volk Israel, sondern für die gesamte Menschheit gelten. Jesus sendet die Jünger zu zweit aus. Es geht nicht darum, das Evangelium allein und für sich selbst zu verkünden. Das Zeugnis der beiden hatte schon immer Gewicht. Wenn zwei Zeugen übereinstimmend Zeugnis ablegen, ist ihr Zeugnis vollwertig und auch juristisch gültig. Jesus spricht über die Ernte. Das zerstreute Volk zusammenzufassen ist eine Arbeit, die dem Sammeln des Getreides in den Speicher gleicht. Israel ist seit langem das Feld Gottes. Das Bild der Ernte erinnert uns an all die Härte und Anstrengung. Die Jünger warten darauf, dass sie das Getreide einsammeln werden. Die Feldarbeiter sind nicht nur die Schnitter, sondern auch alle anderen, die gepflügt und gesät haben, bis alles gereift ist, damit man das Getreide in den Speicher lagern kann. Und es geht nicht nur um Israel. Jetzt dehnt sich das Feld Gottes auf die ganze Welt aus. Die Ernte ist wirklich groß. Aber der Herr der Ernte hat genug Möglichkeiten. Er steht hinter seinem Werk und entscheidet über alles Wesentliche. Er gibt Anlass, stärkt seine Arbeiter und lässt sie sich über die Mission freuen, die er ihnen anvertraut hat.  Bittet den Herrn der Ernte! Das Gebet ist die Bitterte Aufgabe. Es erfleht die Berufung und bildet Gottes Arbeiter. Es bereitet die Herzen vor.

Im Namen Jesu Christi,der uns das Leben in Fülle gebracht hat, dürfen wir  zum Vater beten:

Die Christus angehören,leben  in seinem Frieden. Deshalb  bitten wir den Herrn:

Selig, die dem Herrn folgen und mit  ihm eingehen dürfen, wenn er  wiederkommt.