Gott, der uns besucht und erlöst, sei mit euch.
Wenn ein Mensch in seinem Leben die Freude erlebt, verlangt es ihm zu singen, zu springen, zu jauchzen. Wir müssen nach außen zeigen, was wir erleben. Wir möchten diese Freude der ganzen Welt verkünden. Solche war die Freude von Zacharias.
Du kamst, um das Volk Gottes zu erlösen. Herr, erbarme dich unser.
Du kamst als der David des Neuen Bundes. Christus, erbarme dich unser.
Du kamst als das aufstrahlende Licht himmlischer Gnade. Herr, erbarme dich unser.
Nach der Geburt des lang erwarteten Sohnes brach der Lobgesang von Zacharias auf Gott hervor. Er sang darin seine Liebe und Dankbarkeit gegenüber Gott aus, der so tief in die Geschichte Israels und auch in sein eigenes Leben eingriff. Zacharias hatte jahrelang auf die Geburt seines Sohnes gewartet. Es schien ihm, als entferne sich Gott von ihm. Als Gott ihm durch den Engel eine Botschaft sendet, glaubt er nicht daran. Er dachte eher an Elisabeth und seine Greisen-Unfruchtbarkeit als an die unendliche Kraft Gottes. Er geriet in die Dunkelheit des Unglaubens. Wir wissen, wie es ist, wenn uns die Sünde belastet und wir nicht an Gott glauben. Wir spüren die Entfernung von Gott und befinden uns sozusagen im Dunkeln. Umso freudiger ist die Begegnung mit Gott nach der Versöhnung mit ihm. Eine mit Gott erfüllte Seele kann nicht schweigen. Wenn wir so etwas erlebt haben. Wir können verstehen, was Zacharias im Moment der Geburt seines Sohnes Johannes fühlte. Wir stehen kurz vor der Geburt Jesu.