Hl.Elisabeth, Lk 19,45-48

Gott, der Herr, dessen Reich allen nahe ist, die an seine Botschaft glauben, sei mit euch.

Der Zisterziensermönch Caesarius ist einer der ersten Biographen der Heiligen Elisabeth von Thüringen oder Ungarn. Ihre Biografie beginnt mit den Worten: „Ehrwürdig und gottesfürchtig, leuchtete Elisabeth, die aus einer edlen Familie stammte, wie eine Schülerin in den Nebeln dieser Welt.“

Jesus, du kamst  in dein Eigentum. Herr, erbarme dich unser.

Im Haus deines Vaters hast du dein Wort  verkündet. Christus, erbarme dich unser.

Du kamst, um Sünde und Schuld  zu überwinden. Herr, erbarme dich unser.

Die heilige Elisabeth war die Tochter von König Andreas II. von Ungarn und seiner Frau Gertrud, die aus Bayern stammte. Sie wurde 1207 auf der Burg von Bratislava geboren, wo sie die ersten vier Jahre ihres Lebens verbrachte. Bereits im Alter von einem Jahr wurde sie aus politischen Gründen mit dem damals ebenfalls erst achtjährigen Grafen Ludwig IV. von Thüringen verlobt. Die kleine Elisabeth blieb jedoch bis zu ihrem vierten Lebensjahr am elterlichen Hof und wurde später auf die Wartburg in Thüringen gebracht, dem Sitz ihres Verlobten.

Sobald Elizabeth 14 Jahre alt war, heiratete sie Louis. Sie war religiös, der Kirche treu ergeben und lebte sehr einfach. Ihr Leben war eindeutig von den Idealen des Heiligen Franz von Assisi geprägt. Durch ihre natürliche Intelligenz und ihre Herzlichkeit gewann sie bald die Zuneigung ihrer neuen Familie. Bald freundet sie sich mit Louis an, und aus ihrer Freundschaft wird allmählich wahre Liebe.

Louis war großzügig und verstand, dass seine Frau neben ihm, den sie in den Armen fand, auch Jesus Christus von ganzem Herzen liebte. Er war immer auf ihrer Seite, wenn sie ihren Reichtum nicht für Juwelen oder teure Kleidung, sondern für die Armen ihres Landes einsetzte. Dies wurde besonders deutlich, als Thüringen von einer Hungersnot heimgesucht wurde.

Es ist ein Geheimnis der Liebe Elisabeths, wie sie ihre glühende Liebe zu ihrem Mann mit ihrer Liebe zu Jesus Christus verband. Ihr gemeinsames Glück währte nicht lange. Ludwig erlag auf seinem Kreuzzug der Pest. Elisabeths Herz war voller Liebe für die Armen, in denen sie Christus selbst sah. Deshalb verließ sie die Wartburg und ging nach Marburg, um sich ganz dem Dienst an den Armen zu widmen. Dort, in der Kapelle des Franziskanerklosters, legte sie ihre Hände auf den Altar und verzichtete auf allen Ruhm dieser Welt. Als sie auf all ihre Besitztümer verzichten wollte, musste ihr Beichtvater sie mit Gewalt vom Altar wegzerren. Von dem Vermögen, das sie nach dem Tod ihres Mannes erhielt, gründete sie in Marburg ein Armenhaus und ein Krankenhaus, in dem sie bis zu ihrem Tod in den Gewändern des Dritten Franziskanerordens den Armen und Kranken diente. Sie starb mit einem Lächeln im Gesicht. Vier Jahre später wurde sie als Vorbild für die aufopfernde Liebe zu ihren Nächsten zum Altar erhoben.

Als Kind unterbrach Elizabeth ein Theaterstück und sagte: „Jetzt werde ich eine Pause einlegen, die Jesus gehören wird; ich will für ihn da sein.“ Gott war für sie real, und sie räumte ihm den ersten Platz in ihrem Leben ein. Sie erlebte stets die Freude seiner Gegenwart und lud uns mit ihrem aufopferungsvollen Leben ein, ihr zu folgen.

Durch Jesus Christus haben wir  im Glauben  das Leben  empfangen. Im Besitz dieses Lebens dürfen wir zum Vater beten.

Damit sich an unserem Glauben der Glaube anderer  entzünden kann, bitten wir den Herrn um seinen Frieden.

Selig, die bei der Wiederkunft des Herrn sehen dürfen.was sie  geglaubt haben.

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