Lk 12,54–59

Der Glaube ist das Allererste, was wir brauchen, um selig zu werden. Wer an Gott nicht glaubt, kann ihn auch nicht lieben und wird die Gebote nicht halten. Ich will jetzt sagen, wie man gegen den Glauben sündigen kann. Welche Leute haben gegen den Glauben gesündigt? Die Hohepriester und die Pharisäer haben gegen den Glauben gesündigt. Wie denn? Sie wollten nicht glauben, dass Jesus der Sohn Gottes war und dass das, was er lehrte, wahr war. Wissen Sie, wie die Sünde heißt, die die Hohepriester und Pharisäer begangen haben? „Unglauben.“ Es gibt Menschen, die nicht glauben wollen, dass es einen Gott gibt. Woher kommt das meistens? Von einem sündhaft lebenden Leben. Die, die ein sündhaftes Leben führen, müssen sich vor der Strafe Gottes fürchten. Manche Menschen sind teilweise gläubig; sie glauben an Gott und an Jesus Christus, aber ihr Glaube ist nicht so stark, wie er sein sollte. Viele sind freilich unschuldig daran, ungläubig oder irreligiös zu sein. Sie haben vom wahren Glauben noch wenig oder gar nichts gehört. Wer aber aus eigener Schuld irrgläubig ist, begeht eine schwere Sünde. Die Pharisäer lebten nur für diese Welt; ihr Streben galt nur Ehre, Reichtum und Genuss. Frömmigkeit war ihnen nur Deckmantel ihres verdorbenen Herzens, Mittel, um andere zu täuschen und auszunützen. Sie gingen stets nach ihrem eigenen Kopf vor. Ihr Leben war kein Gottesdienst, sondern der Dienst eines Götzen, der sie selbst waren. Sie wollten nicht glauben, dass Jesus Gottes Sohn ist. Gott aber hatte durch viele Wunder Zeugnis gegeben und Jesus selbst hatte sich deutlich genug darüber ausgesprochen. Wer aber seinen Glauben nur aus Fleisch und Blut, nur durch menschliche Mittel, nicht aus der Offenbarung holen wird, muss im Dunkeln bleiben, wie die Pharisäer.

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