Hl.Odilia,Äbtissin

Die heilige Odilia stammte aus einer fürstlichen Familie im Elsass. Sie wurde um 660 blind geboren. Deshalb wollte sie ihren Vater, Fürst Adalrich, nicht  in der Familie.  Er gab  sie einer Dienerin zur Betreuung. Diese vertraute sie einem Kloster in Moyenmoutier an, wo sie getauft wurde. Bei der Taufe erhielt Odilia das Augenlicht zurück. Odilia ist herangewachsen. Ihr Bruder Hugo war nicht zufrieden damit, dass seine Schwester außerhalb der Familie lebte, und holte sie nach Hause. Odilia war aber schon  sehr an das Klosterleben gewöhnt. Ihr Vater ließ daher das Kloster Hohenbourg erbauen. In diesem Kloster wurde Odilia zur ersten Äbtissin. Das Kloster orientierte sich an den Regeln des Heiligen Benedikt. Odilia starb im Ruf der Heiligkeit Anfang des 8. Jahrhunderts. Sie wurde im Kloster Hohenbourg bestattet. Später gelangten ihre Reliquien an verschiedene Orte. Kaiser Karl IV. bekam   im Jahre 1353 ihre rechte Hand, die er nach Prag brachte.  Der Verbreitung ihrer Verehrung kann man in den liturgischen Texten folgen. Schon im 9. Jahrhundert findet man ihren Namen in der Litanei der Heiligen in Regensburg, Freising und Utrecht. Im Hochmittelalter wurde ihre Verehrung  in den meisten deutschen, aber auch teilweise in den französischen Klöstern verbreitet. Odilia wird häufig mit Äbtissinnenstab und Buch dargestellt.

Odilia ist die Patronin des Elsass und von Arlesheim. Von Augenkranken wird sie als Schutzpatronin verehrt.

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