Mt, 21,23-27, 3. Advent-Montag

Als Jesus in den Tempel ging und dort lehrte, kamen die Hohepriester  und die Ältesten des Volkes zu ihm und fragten: “ Mit welchem Recht tust du das alles? Wer hat dir dazu die Vollmacht gegeben?“ Diese Frage stellten die ? r an Jesus,  nachdem er im Tempel von Jerusalem Ordnung gemacht hatte. Jesus hatte alle Händler und Käufer aus dem Tempel hinausgetrieben und die Tische der Geldwechsler sowie die Stände der Taubenhändler umgestoßen. Die Mitglieder des Hohen Rates dachten, dass Jesus dazu keine Befugnis hatte. Sie wussten hervorragend, dass Jesus keine rabbinische Schule besucht hatte.  Sie hielten sich für die Tempelverwalter. Unter diesem Aspekt ist ihre Handlung vollständig begreiflich. Wie reagiert Jesus? Er hätte ganz einfach sagen können: „Ich bin Gottes Sohn. Das ist das Haus meines Vaters. Er hat mir die Vollmacht erteilt.“ Jesus aber handelt nicht so. Warum nicht? Er hatte sehr gut gewusst, dass die Mitglieder des Hohen Rates  das nicht geglaubt hätten. Es war schwer  zu erwarten, dass sie den Worten Jesu geglaubt hätten, wenn sie nicht einmal den Wundern geglaubt haben, die Jesus vor ihren Augen getan hatte.  Darum gab Jesus ihnen eine ausweichende Antwort. Die Situation aber wiederholt sich. Auch heute gibt es viele Leute, die so denken: Die Kirche hat kein Recht, sich  in das Leben der Menschen einzumischen, die Menschen zu belehren oder zu führen. Wenn wir ihnen sagen:  Christus hat der Kirche dieses Recht gegeben, dann glauben sie das nicht und sagen,  das seien nur  Märchen. Hier muss eines klar sein:  Wie es zur Zeit Jesu war, so ist es  auch heute eine Frage des Glaubens. Wenn wir glauben,  dass Jesus der Sohn Gottes ist, dann wird es für uns kein Problem sein,  die Wirklichkeit anzunehmen, dass Jesus seiner Kirche die Macht gegeben hat,  die Menschen zu lehren und zu führen. Wenn die Hohepriester geglaubt hätten, dass Jesus der Sohn Gottes ist, hätten sie das Handeln und Tun Jesu verstanden.

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