Die Auferstehung.

Was ist geschehen, als Jesus begraben war? Als Jesus begraben war, war das Grab versiegelt  und von Soldaten bewacht. Was hat Jesus am dritten Tage nach seinem Tode getan? Am dritten Tage nach seinem Tode war  Jesus wieder mit seinem Leib vereint und ist glorreich aus dem verschlossenen Grabe herausgegangen. Jesus Christus ist auferstanden. Ist das nicht eine frohe Botschaft? Ihr wisst, dass der Leib des Heilands  von frommen Leuten in Ehren begraben wurde. Noch am Freitag ist das geschehen. Es mag abends so ungefähr  um 6 Uhr gewesen sein, als Joseph von Arimatäa und die andern damit fertig waren.  Kaum waren sie aber weggegangen, da sind andere Leute zum Grabe gekommen. Die jüdischen Priester haben nämlich  gemeint,  die Apostel  wollen den Leib Jesu stehlen. Was haben deshalb  die Priester getan?  Sie haben das Grab versiegelt. Wie haben Sie es wohl dabei gemacht? Sie haben Schnüre und Bänder  über den Stein vor dem Grabe gezogen und  mit  einem Siegel  festgemacht,  so ähnlich wie wenn man einen Brief versiegelt. Damit ja niemand ins Grab hineingehen könne,  haben die Juden noch etwas getan. Sie haben Soldaten  vor das Grab hingestellt und es bewachen lassen.

Ich habe euch erzählt, dass Jesus Christus so viele Wunder getan hat.  Diese Wunder hat er gewirkt, sodass man erkennt, dass er der Sohn Gottes ist, also Gott selbst. Das allergrößte Wunder hat Jesus am dritten Tag nach seinem Tode bewirkt. Daran sieht man am allerbesten, dass er der Sohn Gottes und Gott selbst ist. Am dritten Tage nämlich ist Jesus von den Toten auferstanden. Gebt Acht darauf, dass ihr das versteht!  Am Kreuz ist Jesus gestorben. Gestorben – was heißt das? Das bedeutet, dass sich die Seele vom Leib trennte. Der Leib von Jesus war tot; die  Seele hatte den Leib verlassen. Der Leib Jesu hat bis zum Sonntagmorgen im Grab ruhend gelegen. Am dritten Tag hat Gott aber die Seele Jesu wieder mit seinem Leib vereint. So ist der Leib Jesu wieder lebendig geworden.

Denkt an  den Leib des ersten Menschen! Es war Adam, und sein  Leib ist dadurch lebendig geworden, dass Gott ihm eine Seele eingehaucht hat. Der Leib Jesu war fortan viel schöner, als er vorher gewesen war.  Er konnte nun nicht mehr sterben.  Sein Leib wurde  verklärt.  Mit diesem verklärten Leib  ist Jesus aus dem Grabe  auferstanden. Weder der Stein vor dem Grab noch das Siegel noch die Wache haben ihn aufhalten können. Für Gott ist nichts unmöglich. Sein Leib war verklärt und hat wie die Sonne gestrahlt. Die Wunden, die  Jesus bei der Geißelung, bei der Dornenkrönung und bei der  Kreuzigung bekommen hat, sind alle verschwunden. Nur  die fünf großen Wunden an den Händen, den Füßen  und an der Seite sind am Leib geblieben. Sie haben aber den Leib gezielt getroffen. Sie waren prachtvoller als glänzende Steine. Jesus  ist also  glorreich aus dem Grabe hervorgegangen. Aber zu wem ist er zuerst gegangen?  Er ging zu seiner lieben Mutter Maria. Unermesslich war ihre Freude, als sie ihren Sohn so verherrlicht sah. Nachher hat sich Jesus auch den heiligen  Frauen gezeigt, die so viel Liebes und Gutes an ihm getan haben. Diese heiligen Frauen sind am Sonntagmorgen  zum Grabe hinausgegangen. Sie haben mit kostbaren Salben den heiligen Leib Jesu salben wollen. Als sie aber zum Grab kamen, sahen sie, dass es geöffnet und leer war.  Nur die Tücher, in die der Leib eingewickelt war, lagen noch da. Ein  Engel sprach freundlich zu ihnen: „Jesus ist auferstanden; er ist nicht mehr da!“  Bald darauf ist Jesus selbst den Frauen erschienen. Diese sind nun eilends in die Stadt gelaufen und haben den Jüngern  erzählt, dass Jesus auferstanden ist.

Wenn ein Vater schwer krank ist und wieder ganz gesund  vom Krankenbett aufsteht, wie groß ist die Freude für seine Kinder? So und noch mehr freuen wir uns über die Auferstehung Jesu Christi. Ihn sollen wir noch mehr lieben als den besten  Vater. Das Osterfest ist das  Auferstehungsfest. Da singen alle Christen fröhliche Lieder. Aber wir haben noch einen anderen  Grund, warum uns die Auferstehung Jesu so große  Freude macht, denn wie Christus auferstanden ist, so werden auch wir auferstehen. Das Grab ist wie ein Bett, in dem man schläft, in dem also der Leib ruht bis zum jüngsten Tag. Am jüngsten Tage kommen die Engel  und wecken alle auf, die in den Gräbern  ruhen. Jene Menschen, die jetzt an Jesus Christus glauben und seine Lehre befolgen, werden aus dem Grabe schön, verklärt  und  glorreich auferstehen, ganz ähnlich wie Christus. Von Adam erbten alle Menschen den Tod. Christus hat aber den Tod besiegt, d. h., er ist über den Tod  hinausgerückt . Nicht bloß für sich selbst hat er den Tod besiegt, sondern für alle Menschen. Darum ist unsere Freude am Osterfest so immens. Wir wissen, dass auch wir aus dem Grabe auferstehen werden. Christus,  der Auferstandene, wird uns auferwecken und zum ewigen Leben in den Himmel führen.

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