Diejenigen, die vom Heiligen Geist geführt werden, sind wichtig.

Wir haben schon darüber gesprochen, wie bedeutsam es ist, sich nach den Gaben Gottes zu sehnen und sie mit erheblicher Ausdauer zu bitten. Wir brauchen aber noch andere  Einstellungen, und das ist : „loben und danken“. Die heilige Theresia von Lisieux  sagt, dass wir Gottes Gaben am meisten durch unsere Dankbarkeit gewinnen. Unsere Dankbarkeit ergreift Gott, und er eilt, uns die neuen Gaben zu geben. Dieses Bild enthält jedoch eine Gefährdung. Die Vorstellung eines selbstgefälligen Gottes, dem wir schmeicheln müssen, damit  er uns Gaben gibt. Bei den Menschen funktioniert das wirklich so. Äußert ihr dem Mächtigen dieser Welt Dank, und sie werden euch freigiebig, weil ihr ihre Selbstgefälligkeit befriedigen werdet. Wir wissen, dass Gott nicht selbstgefällig ist. Gott liebt uns und sehnt sich danach, uns mit seinen Gaben zu überschütten. Und er braucht unsere Dankbarkeit nicht. Warum ist Dankbarkeit also so bedeutsam? Die Antwort finden wir in Gottes Wort. Dies sagte Jesus. Und er erhob die Augen zum Himmel und sprach. Vater, die Stunde ist da. Verherrliche deinen Sohn, damit er dich ehrt. Der Vater liebt seinen Sohn und verlangt von ihm nichts. Jesus schenkt sich ganz seinem Vater. Der Vater sucht den Ruhm des Vaters. Und der Vater sucht den Ruhm des Sohnes. Aber was haben wir damit gemeinsam, wir? Auch wir sind eingeladen, das Gottesleben der Liebe zu führen. Alle Gaben, die Gott uns gibt , zielen darauf, dass wir uns dieses Leben aneignen. Das bedeutet für uns. Den Ruhm des Vaters  zu suchen. Nicht darum, dass es für uns günstig ist, oder aus der Anordnung, sondern aus der Liebe.

Wenn  uns die Gaben Gottes  zur Liebe führen und uns zu Christus angleichen, dann haben diese Gaben ihr Ziel erfüllt. Was wird aber sein, wenn die Gottesgabe uns zur Selbstsucht führt? Wenn uns nicht daran liegt, dass unser Vater verherrlicht ist. Wenn wir die Gottesgaben egoistisch nur für uns selbst wollen. Gott, gib mir das oder das, richte noch das und das ein /erledige/. Dann, wenn Gottes Gaben unser Ziel nicht erfüllt, tut sie uns nicht gut; durch unseren Egoismus entfernt uns das von Gott. Wird uns Gott in solchem Fall weiter beschenken? Das können wir selbst weiterdenken. Wird euch der Arzt eine Arznei verschreiben, die euch schadet? Sicher nicht. Es geht nicht darum, dass ich von heute ab danken werde, und ich werde sehen, wie viel ich dann von Gott bekomme. Es geht darum, dass die Gaben Gottes uns in der Liebe zu Gott vertiefen und  uns von  Angst und Bangen befreien. Jesus sagt: „Sorgt euch nicht  um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen  habt.“ Ist nicht das Leben  wichtiger  als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung?  Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen  nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater  ernährt sie. Seid ihr nicht mehr wert als sie?“ Mt 6, 25–26.  Jesus denkt mit diesen Worten nicht daran, dass wir nicht arbeiten, und Gott wird uns „gebratene Fasanen vom Himmel herunterwerfen“. Jesus zielt auf Angst und Besorgtheit. Wenn wir wissen, dass wir im Himmel einen Vater haben, der uns liebt und um uns sorgt, müssen wir uns nicht fürchten. Das ist das Ziel der Gottesgabe. Uns  zu öffnen zur Liebe und zum Lob. Gerhard von Rad schreibt. Das Lob ist die ureigenste Form menschlicher Existenz. Loben und die Unfähigkeit, es aussprechen zu können, stehen einander gegenüber wie Leben und Tod. Sinclair  Lewis darüber, dass das Lob nichts anderes ist? als Ausdruck unserer inneren Gesundheit. Wo ist das Leben? Dort ist das Lob. Oder anders gesagt. Wo das gesunde Leben ist, äußert es sich durch Lob.

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