Die Erklärung der heiligen Messe V

Der Bestandteil des Wortes Gottes ist die Predigt (Homilia). Am Sonntag ist die Predigt verpflichtend. Der Priester soll das gehörte Wort Gottes erklären, aktualisieren und ausführen. Das ist der Unterschied, wenn der Priester die Predigt  zum Beispiel zur geistlichen Erneuerung hält. Dort kann das Thema der Predigt beliebig sein. Aber am Sonntag soll der Priester das „gehörte Wort Gottes“ aktualisieren. Wenn wir das Wort Gottes wirklich empfangen haben, dann sollte unsere Antwort das Glaubensbekenntnis/Kredo  sein. Kredo fasst die Grundwahrheiten unseres Glaubens zusammen. Wenn der Mensch glaubt, bekennt er fröhlich seinen Glauben. Er will seinen Glauben mit anderen teilen. Wenn jemand seinen Glauben ernst nimmt, fühlt er sich für ihn verantwortlich. Das Glaubensbekenntnis sollte unseren Glauben entflammen. Bei den umfänglichen Feiern verwenden wir das Nicäa-Konstantinopel-Glaubensbekenntnis, das im 4. Jahrhundert formuliert wurde. Durch das Glaubensbekenntnis können wir unsere Taufe erneuern. Das Wort Gottes beendet die Fürbitten der Gläubigen. Der heilige Justin sagt, dass auf die Fürbitten entweder mit Schweigen oder mit Kyrie eleison erwidert wird. Die Fürbitten sind wirklich das Gebet der Gläubigen. Der Priester sagt nur die Einleitung und das Schlussgebet Die Fürbitten soll jemand aus dem versammelten Volk lesen, und sie sollen die Bedürfnisse der Kirche erfüllen. Wir beten für diejenigen, die in Schwierigkeiten sind, die krank sind oder leiden. Wir beten für die Repräsentanten des Staates und der Kirche. Die Antwort auf die Bitte kann unterschiedlich ausfallen. Wenn wir auf das Wort Gottes schauen, soll uns klar sein, dass es hier um das Zusammentreffen mit Jesus in seinem Wort geht. Das Wort Gottes soll uns helfen, uns mit dem lebendigen Jesus zu treffen. Auf der Außenseite geht das Wort Gottes beträchtlich aus der jüdischen Liturgie hervor .So beteten die Juden in der Synagoge. Aber im Christentum hat das einen neuen Inhalt. Jesus kam zu uns durch sein Wort. Sein Wort ist für uns das Licht, das uns erleuchtet. Sein Wort ist der Boden, der in sich den Quell birgt. Jesus will, dass jeder, der sein Wort hört, aus diesem Quell trinkt. Es ist wichtig, den wahren Sinn des Wortes zu entdecken. Was bedeutet das gehörte Wort für mich in meiner Situation? Es wäre schön, wenn wir aus der heiligen Messe mit der Kenntnis hinausgehen; der Herr hat mir heute gesagt.  Er wirklich spricht zu uns. Es ist gut, wenn wir wissen, welche Lesungen und das Evangelium am Sonntag vorgesehen sind. Sollte es für uns kein Problem sein, das festzustellen. Ich kenne die Familien, die  am Samstag die Sonntagslesungen durchlesen und tippen, wovon der Herr Pfarrer predigen wird. Im Gotteswort spricht der Herr zu seinem Volk. Er verkündet das Geheimnis der Heilung und der Erlösung und gibt uns die geistliche Nahrung.

Dieser Beitrag wurde unter Katechesen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.