Diejenige, die der Heilige Geist führt VII
verwendet werden
-Die Übereinstimmung mit den Standespflichten –
Der heilige Apostel Paulus sagt: ,,Im Übrigen soll jeder so leben, wie der Herr, es ihm zugemessen, wie Gottes Ruf ihn getroffen hat. Das ist meine Weisung für alle Gemeinden. Wenn einer als Beschnittener berufen wurde, soll er dies„Im Übrigen soll jeder so leben, wie der Herr es ihm zugemessen hat, wie Gottes Ruf ihn getroffen hat.“ bleiben. Wenn einer als Unbeschnittener berufen wurde, soll er sich nicht beschneiden lassen. Es kommt nicht darauf an , beschnitten oder unbeschnitten zu sein, sondern darauf, die Gebote Gottes zu halten. Jeder soll in dem Stand bleiben , in dem ihn der Ruf Gottes getroffen hat. 1.Kor 17-20. Das bedeutet einfach: Jeder von uns wurde auf einen bestimmten Ort und in eine bestimmte Situation berufen, und unsere Aufgabe ist, das Gottesreich zu bauen. Darum sagt Paulus an anderer Stelle. So hat Gott in der Kirche die einen als Apostel eingesetzt, die andern als Propheten , die dritten als Lehrer; ferner verlieh er die Kraft, Wunder zu tun, sodann die Gaben, Krankheiten zu heilen , zu helfen, zu leiten, endlich die verschiedenen Arten von Zungenrede. Sind etwa alle Apostel, alle Propheten, alle Lehrer? 1 Kor 12,28-29: Die Kirche ist ein Leib, ein Organismus. Der heilige Paulus erklärt. Wenn der ganze Leib nur Auge wäre,wo bliebe dann das Gehör? Wenn er nur Gehör wäre ,wo bliebe dann der Geruchssinn? Mit anderen Worten. Wenn ein Priester sein Priestertum verlassen würde, wer würde die Sakramente erteilen? Wenn ein Kaufmann sein Geschäft verlassen würde, wer würde das Gottesreich bauen? Es gibt aber auch Ausnahmen. Zum Beispiel Nikolaus von Flüe oder Franziska de Chantal. Beide verließen ihre Familie. Nikolaus verließ seine Familie, um Einsiedler zu werden, während Franziska de Chantal ihre Familie verließ, um einen neuen Orden zu stiften. Wir müssen uns aber dessen bewusst werden, dass es sich hier nicht um eine vorschnelle, plötzliche Entschließung handelt, sondern dass diese Entscheidung lange Zeit im Gebet, in Überlegung heranreifte. Sie wurden der Untersuchung des geistlichen Führers unterzogen. Darum: Wenn wir nicht die Sicherheit haben, dass es bei uns um eine Ausnahme geht, halten wir uns an Paulus‘ Grundsatz: „Im Übrigen soll jeder so leben, wie der Herr es ihm zugemessen hat.“
– Die Frucht des Heiligen Geistes –
Manchmal, wenn wir die Menschen sehen, die mit Charismen strotzen/übervoll sind, dann denken wir, dass diese sicher den Gotteswillen kennen und diesen erfüllen. Aber es ist nicht immer so. Gedenken wir der Worte Jesu: „Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, sind wir nicht mit deinem Namen als Propheten aufgetreten und haben wir nicht mit diesem Namen Dämonen ausgetrieben und viele Wunder vollbracht?‘ Dann werde ich ihnen antworten. Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Übertreter des Gesetzes!“ Mt 7,22–23. Philipp Madre bestätigt, dass er die Charismen des Heiligen Geistes auch bei Menschen sah, die sehr weit von wirklichen Praktizierenden des Glaubens entfernt waren. Das, was richtungsweisend/maßgeblich ist, sind nicht Charismen oder Zeichen, sondern die Frucht des Heiligen Geistes. Und die Frucht des Heiligen Geistes ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Gal 5,22 Wenn die Eingebungen wirklich vom Heiligen Geist sind, dann bringen sie gerade diese Frucht. Wenn wir nach dem Heiligen Geist handeln, dann ist die Frucht Freude, Friede und Zufriedenheit. Wenn wir aber nach dem Satan handeln, dann ist die Frucht Unruhe, Aufregung, Befürchtungen, Verwirrung und Trübsal. Werden wir uns zwei Sachen bewusst:
Was ruft in uns die Ruhe und die Unruhe hervor?
Die Stimme/Eingebung des Heiligen Geistes ruft in uns manchmal Unruhe hervor. Das ist der Fakt. Was uns aber beunruhigt, ist nicht allein die Tat, sondern unsere Angst und Befürchtung, sie zu vollbringen. Sobald wir aber die Tat vollbringen oder vollziehen, zu der Gott uns ruft, gewinnen wir tiefe Ruhe und Zufriedenheit. Das ist das Bewusstsein: Ich tue, was ich tun soll. Die böse Tat wirkt verkehrt. Wir machen sie leicht und ohne inneren Kampf, aber nach ihrer Vollziehung bleibt in uns Unruhe; wir sind nicht eigen. Das ist ein verlässliches Zeichen dafür, dass wir nicht nach dem Heiligen Geist taten. Das Zeichen des Bösen, seiner Führung, ist, dass er uns einmal in eine Richtung treibt, ein anderes Mal in eine andere. Ein paar Tage sehnen wir uns nach einem, dann hört es auf, uns zu interessieren, und wir beginnen, etwas anderes zu tun, scheinbar Besseres, und zum Schluss machen wir nichts. Die Eingebungen des Heiligen Geistes sind unwandelbar, beständig und dauerhaft. Darum ist es meistens vorteilhaft, wenn es um etwas Größeres, Langfristigeres geht: Dann bringen wir die Tat nicht gleich voll. Zuerst denken wir nach: Dauert in uns diese Bewegung, diese Sehnsucht, oder verliert sie sich? Der Heilige Geist erweckt im Menschen tiefe Demut. Der heilige Paulus fordert die Christen auf. „Müht euch mit Furcht und Zittern um euer Heil“ (Philipper 2,12). Die Wirkung des Heiligen Geistes erweckt in ihm tiefe Furcht und Demut vor Gottes Macht. Wenn wir an uns den Hochmut, die Gefallsucht, die Eitelkeiten merken, wirkt dort sicher der Heilige Geist nicht. Lernen wir, die Stimme Gottes von unseren eigenen Sehnsüchten zu unterscheiden. Ungefähr so, wie ein guter Mechaniker am Motorengebrumm unterscheidet, ob der Motor gut oder schlecht ist. Oder ein guter Musikus unterscheidet die richtigen Töne von den falschen.
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