Silvester – Ende des Jahres – Jahresabschluss
Einleitung
Sie geben mir sicher recht, dass dieser Tag und eigentlich diese Nacht anders sind als die anderen Nächte im Jahr. Viele freuen sich auf das Silvestervergnügen. Dazu gehören Gesang, Champagner und ein Feuerwerk. Zu dieser Nacht gehört aber auch etwas anderes. Wir sollten uns bei Gott für alle Gnaden, Hilfen und Gaben, die uns in diesem Jahr geschenkt wurden, bedanken. Wir Gläubigen sollten auch über unsere Beziehungen, Einstellungen und Meinungen nachdenken und die Begebenheiten des vergangenen Jahres auf ihren Wert hin betrachten.
Predigt
Der heilige Apostel Johannes schreibt im 1. Johannesbrief: „Ich schreibe euch nicht , dass ihr die Wahrheit nicht wisst, sondern ich schreibe euch, dass ihr sie wisst und dass keine Lüge von der Wahrheit stammt.“ Der Evangelist Johannes hat neben dem vierten Evangelium und dem Buch der Offenbarung auch drei Briefe geschrieben. Als er diese Briefe schrieb, war er schon alt, aber keinesfalls senil. Seit der Begegnung mit Jesus hat er sein Leben geändert und an ihn geglaubt. Nach Jesu Tod dachte er viel darüber nach, überlegte und war überzeugt, dass er über Jesu Tod schreiben müsse. Er war auch überzeugt davon, dass man das Ziel seines Lebens nur erreichen kann, wenn man die Lehre Jesu ernst nimmt. Er sah auch die Schwierigkeiten, die durch Irrlehrer entstanden waren, weil sie Jesu Lehre nicht begriffen haben. Diese Irrlehrer leugneten sogar, dass Jesus Gottes Sohn ist. Johannes betonte jedoch immer wieder in seinen Briefen, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Nur er kann uns Kenntnis von Gott bringen und uns auch die Möglichkeiten aufzeigen, über die Sünde zu siegen. Er zeigt die Grundprinzipien des christlichen Lebens auf, insbesondere die Beziehung zu Gott und die Liebe zu den Nächsten. Es muss uns auch bewusst werden, dass wir durch ein Leben im Glauben und in der Liebe Hoffnung auf das ewige Leben im Reiche Gottes haben.
Dazu eine Geschichte über eine Gruppe von Touristen, die ihren Urlaub am Ufer eines Sees verbringen. Sie beschlossen am Nachmittag, zum Restaurant ans gegenüberliegende Seeufer zu fahren, um sich dort gut zu unterhalten. Mit einem Kahn fuhren sie ans andere Ufer hinüber. Sie unterhielten sich im Restaurant bestens und blieben, bis die Dunkelheit einbrach. Dann entschlossen sie sich zur Heimfahrt. In Hochstimmung bestiegen sie den Kahn und lachten, erzählten Witze und sangen Lieder. Dann begannen sie zu rudern, erreichten aber nicht das andere Ufer. Den Kahn mit einem langen Seilfür das. Sie wunderten sich sehr darüber. Bei Morgendämmerung stellten sie fest, was die Ursache dafür war, dass sie nach einigen Stunden intensiven Ruderns noch immer nicht am Ziel waren. Jemand hatte mit einem langen Seil den Kahn an der Abfahrtsrampe festgebunden.
Wir können unser Leben mit dieser Kahnfahrt vergleichen. Es gibt eine Zeit zum Arbeiten, eine für die Unterhaltung und eine weitere zum Ruhen. Am Schluss des Jahres 2014 können wir Rückschau halten. Wie habe ich dieses Jahr gelebt? War mein Leben so eine Kahnfahrt von einem Ufer ans andere? Bin ich vorangekommen oder aus eigenem Verschulden an derselben Stelle geblieben?
Das Bild vom angebundenen Kahn hat vor, uns zu sagen: Wenn wir an unsere Sünden, unsere unrichtigen Einsichten gekettet sind, können wir nicht vorwärtsgehen, auch wenn wir uns noch so bemühen. Da ist es notwendig, das Seil durchzuschneiden. Das bedeutet, umzukehren, also unsere Sünden zu bekennen. Jesus sagte einmal im Johannesevangelium: „Jeder, der die Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.“ Jesus hilft uns also, ein richtiges, ein wahrhaftiges Leben zu führen. Das soll das Ziel des Lebens sein.
Bitten wir daher um Vergebung für alle unsere Fehler und Sünden, die wir in diesem vergangenen Jahr begangen haben! Danken wir Gott zum Schluss dieses Jahres nochmals für alle Gnaden und Gaben, die wir aus seiner Hand erhalten haben! Danke, Gott, für alles!
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