In einem buddhistischen Kloster in Thailand gibt es ein verlockendes Angebot für ein neues Leben. Für nur 4 Euro werden Bestattungsrituale veranstaltet, für alle, die glücklicher geboren werden wollen. Sie legen den Besucher in einen besonderen Sarg, um den Tod zu simulieren. Nach diesem augenblicklichen Tod folgt die Wiedergeburt.
Hoffentlich betrachten wir Christen das nur als eine Eigenart einer anderen Kultur. Menschen auf der ganzen Welt sehnen sich nach Befreiung von Unheil, von allem Bösen, von jedem Unglück und jeder Trauer – sie wollen nur das Glück. Wenn ein Mensch in einem Sarg liegt, wird klar, dass das Leben vergänglich ist. Da lohnt es sich nicht, reich zu sein oder ehrgeizig zu sein. All das wird einmal nicht zählen. Der Aufenthalt im Sarg ist keine Reinigung nach kurzer Zeit, wie es der Buddhismus lehrt. So etwas gibt es im Christentum nicht. Wir müssen nur an Jesus denken. Er war nicht nur scheinbar tot, sondern wirklich tot. Im Evangelium heißt es über Josef von Arimathäa: „Dann legte er ihn in ein neues Grab, das er für sich selbst in einen Felsen hatte hauen lassen.“
Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat Jesus den Tod selbst begraben. Während wir in der Fastenzeit viel über das Leiden und den Tod Jesu nachdenken, sollen wir in der Osterzeit über seinen Sieg über den Tod meditieren. Glaube an die Auferstehung bedeutet, Gott die Gelegenheit zu geben, in unserem Dasein zu existieren.
Der französische Schriftsteller und Journalist Raoul Follereau (1903–1977) schrieb: „Ich kenne Gott nicht, aber er kennt mich. Darin liegt meine Hoffnung. Anders gesagt: Gott, ich zweifle manchmal an dir, aber du zweifelst nicht an deiner Liebe zu mir. Das ist meine Hoffnung.“
Lassen wir uns von Jesus ermutigen, der immer bei uns ist und uns durch seine Auferstehung immer wieder Hoffnung schenkt!