11. Sonntag B, Mk 4, 26-34.
Einführung.
Das Reich Gottes ist Liebe, Ruhe, Geduld, Barmherzigkeit, Vergebung, Hoffnung. Das Gegenteil ist das Reich des Ärgers, der Gewalt, des Egoismus, des Betruges, der Korruption, der Ungerechtigkeit. Wenn wir aus der Welt alle Übel, allen Egoismus und alle Ungerechtigkeit beseitigen würden, dann bleibt nur das, was wir als Reich Gottes bezeichnen können. Aber im Leben gibt es eben beides nebeneinander – das Gute und das Böse, die Liebe und den Egoismus, den Zorn und die Vergebung.
Predigt
Schon vor zweitausend Jahren beteten die Juden das sogenannte Gebet „Sch’ma Israel“, in dem es heißt: „Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR ist einzig. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deiner Kraft.“ Dieses Wort war für sie nicht nur ein Gebet, sondern die Weisung für ihr Leben. Die gläubigen Juden spürten durch dieses Gebet die Anwesenheit Gottes.
Der griechische Kirchenschriftsteller Origenes, der von 185 bis 253 lebte und in Alexandria geboren wurde, bezeichnete das Reich Gottes als Königsherrschaft Gottes, auf Griechisch „autobasileia”. Das Reich Gottes ist keine Sache, kein Raum der Herrschaft wie bei einem Weltreich, sondern die Person Jesu Christi. An anderer Stelle kommentierte Origenes das „Vaterunser” mit den Worten: „Wer betet ‚Dein Reich komme‘, der betet für das Reich Gottes, das er in sich tragen soll.” Er betet dafür, dass dieses Reich Frucht bringt und zur Vollendung gelangt.“ In jedem Heiligen ‚wohnt‘ Gott. Damit wollte Origenes sagen, dass das Reich Gottes der Ort im Inneren des Menschen ist, in dem sich die Kraft Gottes entfaltet. Das Reich Gottes ist keine Sache, kein Raum der Herrschaft wie bei einem Weltreich, sondern die Person Jesu Christi. An anderer Stelle kommentierte Origenes das „Vaterunser” mit den Worten: „Wer betet ‚Dein Reich komme‘, der betet für das Reich Gottes, das er in sich tragen soll.” Er betet dafür, dass dieses Reich Frucht bringt und zur Vollendung gelangt.“ In jedem Heiligen „wohnt” Gott. Damit wollte Origenes sagen: „Das Reich Gottes ist der Ort im Inneren des Menschen, in dem sich die Kraft Gottes entwickelt und wächst.“Der griechische Kirchenschriftsteller Origenes, der von 185 bis 253 lebte und in Alexandria geboren wurde, bezeichnete das Reich Gottes als Königsherrschaft Gottes, auf Griechisch „autobasileia”. Das Reich Gottes ist keine Sache, kein Raum der Herrschaft wie bei einem Weltreich, sondern die Person Jesu Christi. An anderer Stelle kommentierte Origenes das „Vaterunser” mit den Worten: „Wer betet ‚Dein Reich komme‘, der betet für das Reich Gottes, das er in sich tragen soll.” Er betet dafür, dass dieses Reich Frucht bringt und zur Vollendung gelangt.“ In jedem Heiligen ‚wohnt‘ Gott. Damit wollte Origenes sagen: „Das Reich Gottes ist der Ort im Inneren des Menschen, in dem sich die Kraft Gottes entwickelt und wächst.” entwickelt und wächst.“
Was bringt es mir, zu glauben, in die Kirche zu gehen und mich für das Gottesreich zu interessieren? Der deutsche evangelische Theologe Jürgen Moltmann hat diese Frage wie folgt beantwortet: „Der Glaube ist ein aktiver Eintritt in die Zukunft. Mit Hilfe des Glaubens empfangen wir die Zukunft nicht als Zufall oder Selbstverständlichkeit, sondern als ein Geschenk Gottes.““
Diese Zukunft sollen wir gemeinsam mit Gott gehen. Daher ist folgende Einstellung richtig: „Gott, du bist mir wichtig. Ich weiß, dass ich durch dich, guter Gott, die Kraft bekomme, meine Aufgaben zu bewältigen.“ Wer die Zukunft hat, hat die Hoffnung. Das ist sehr wichtig. Trotz Schwierigkeiten, Krankheiten, Misserfolgen und Sünden kann der Mensch immer wieder aufstehen und braucht den Mut nicht zu verlieren. Das ist Gottes Reich, das ist das Werk Gottes in den Menschen. Es gibt keine Wüste, in der es nicht auch eine Oase gibt. Es gibt keine Situation, in der der Mensch nur verbittert sein muss. Der slowakische Dichter Milan Rufus hat dazu Folgendes gesagt: „Die Last tragen und singen. Wer die Last trägt, der klagt und beschwert sich, aber dank des Reiches Gottes kann er im Herzen singen.“
Nun möchte ich Ihnen noch eine Fabel erzählen. Es war einmal ein schönes Feld, auf dem zwei Maulwürfe lebten. Einer von ihnen sagte: „Ich bin schon fast erwachsen und werde mein eigenes Ding machen. Ich werde unabhängig von meinem Vater und grabe meine eigenen Tunnels.“ Der andere Maulwurf antwortete ihm: „Ich fühle mich noch nicht so reif und vorbereitet. Ich werde lieber die Tunnel zusammen mit meinem Vater graben.“ Der erste Maulwurf entgegnete ihm vorwurfsvoll: „Du bist mutlos und unklug. Schau, ich bin tapfer und selbstbewusst. Ich vertraue auf meine Fähigkeiten, und ich bin schon reif genug dafür.“ Der zweite Maulwurf sagte zu ihm: „Brüderchen, ich weiß nicht …“ Und was ist geschehen? Der erste Maulwurf grub so enge Tunnels, dass sie einstürzten. Er verlor seine gesamte Nahrung, die er gesammelt und dort deponiert hatte. Er wunderte sich, warum das nur bei ihm und nicht auch bei seinem Maulwurfskameraden geschehen konnte. Er fragte ihn: „Warum sind meine Gänge so eng und deine so breit und stabil?” Dieser antwortete: „Weißt du, ich wusste, dass ich beim Graben meinen Vater brauche. Mit ihm habe ich breite Tunnel gegraben, sodass wir beide darin Platz haben.”
In dieser Fabel steckt viel Weisheit. Wir können unser Leben nach unseren eigenen Vorstellungen gestalten oder es nach den Geboten Gottes ausrichten. Wir können entweder unseren eigenen Willen erfüllen oder den Willen des Vaters. Wir haben die freie Entscheidung dazu. Ein Reich, das nicht mit Gott gebaut wird, bricht zusammen. Wenn wir jedoch mit Gott, dem Vater, rechnen, wird es ein Reich der Liebe, der Hoffnung und des Friedens sein.
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