2. Sonntag im Jahreskreis C Joh 2,1–11.

Einführung

Jesus wurde untertan seinen Eltern, gehorsam ihnen. Aber seit seiner Taufe im Jordan, als vom Himmel die Stimme erklang: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen. Jesus will auch  die anderen dazu führen, den Willen Gottes zu erfüllen. Maria begriff das, als sie  zu den Dienern sprach: „Was er euch sagt, das tut. Sind wir bereit, den Willen Gottes zu erfüllen?

Predigt.

Sicher war schon in eurer Familie eine Hochzeit.  Eine Hochzeit zu veranstalten, ist keine Kleinigkeit. Es kostet viel Zeit, viel Geld und  Nerven. Das Einkaufen in den Geschäften macht oft Sorgen. Und das alles deshalb, weil wir wollen, dass die Gäste  sich wohlfühlen und zufrieden sind.

Auch im heutigen Evangelium wird eine Hochzeit beschrieben. Sicherlich erforderte auch diese Hochzeit viel Vorbereitung und Gewissenhaftigkeit, denn die Neuvermählten wollten, dass sich die Gäste wohlfühlen. Doch plötzlich kam es zu einer peinlichen Situation.   Der Wein wurde knapp. Doch Jesus rettete die Situation. Er verwandelte Wasser in Wein, sodass das Hochzeitsmahl in angenehmer Atmosphäre fortgesetzt werden konnte. Das Ehepaar aus dem heutigen Evangelium feierte eine wunderschöne Hochzeit. Unter den Gästen waren auch Jesus, seine Mutter und seine Jünger. Hier vollbrachte Jesus sein erstes Wunder. Hier „erhob“ er die Ehe zum Sakrament. Durch seine Anwesenheit hat er das Ehepaar gesegnet.

Unter uns sind mehrere Leute verheiratet. Sie wissen, dass das gemeinsame Leben auch viele Schwierigkeiten mit sich bringt. Sie müssen sich mit diesen auseinandersetzen. Aber nicht alle schaffen das. Wie viele Ehen sind schon zerbrochen! Viele Psychologen, Ärzte und Philosophen suchen nach den Ursachen dieses Phänomens. Sie geben Ratschläge dazu, was wir gegen den Zerfall der Ehe tun sollen. Interessanterweise umgehen sie dabei das zentralste Arzneimittel. Und das ist die Anwesenheit Jesu Christi in der Familie. Die Hauptursache des Zerfalls unserer Familien ist die Austreibung Jesu Christi, seiner Lehre und seiner Gesetze aus den Familien. Diese Eheleute stehen nicht auf Gottes Hilfe und seinen Segen. Das Leben in der Ehe braucht Gottes Segen und Hilfe. Sicher haben Sie schon das Argument gehört, dass es Eheleute gibt, die nicht an Gott glauben und doch glücklich sind. Ja, das kann sein. Aber das ist eher die Ausnahme als die Regel. Die hohe Scheidungsrate und die vielen Menschen, die ohne Gott leben, bezeugen, dass sie ohne Gott ihre Probleme nicht lösen können. In der Slowakei und in Polen gibt es noch Gebiete, in denen die Menschen versuchen, nach dem Glauben zu leben. Die Anzahl der Scheidungen ist dort wesentlich niedriger als anderswo.

Es ist notwendig, dass Christus in der Ehe anwesend ist. Nur so können sie bei jeder Betrübnis getröstet werden. Erinnern wir uns: Jesus war mit den Aposteln auf dem Schiff. Plötzlich kam ein Gewitter auf. Das Schiff begann zu sinken. Die Apostel schrien zu Jesus: „Herr, hilf uns, sonst gehen wir zugrunde!“ „Herr, hilf uns, sonst gehen wir zugrunde!“ So ist auch das eheliche Leben. Es ist oft aufgewühlt durch die verschiedensten Gewitter: Einmal ist es das Gewitter der Mängel, ein anderes Mal das der Krankheiten oder der Verfolgung. Wer hilft in solchen Situationen, wenn nicht Jesus?

Schlussendlich brauchen die Eheleute die Lehre Jesu und seine Gesetze. Wenn sie seine Lehre verlassen, wird ihr Glaube verschwinden und sie ein sündiges Leben beginnen, geprägt von Ehebruch, Streitereien und Zwietracht.
Vielleicht kommt jemandem der Gedanke: Wozu brauchen wir noch die Jungfrau Maria? Im heutigen Evangelium kam Jesus ihrem Gesuch nach. Jesus lehnt nichts von seiner Mutter ab. Wer auf Maria vertraut, den verlässt sie nicht. Durch ihre Fürsprache bekommt jeder, was er braucht. Haben Sie Probleme in der Ehe? Dann vertrauen Sie sie Maria an.

Der finnische Herzog Johannes Wasa stellte sich gegen seinen Bruder, den schwedischen König Erich. Er wollte dessen Obermacht nicht anerkennen. Der König verurteilte ihn zum Tode. Aus Angst vor den Menschen änderte er das Urteil dann jedoch in lebenslange Haft um. Die Ehefrau von Johannes Wasa bat den König, mit ihrem Mann im Gefängnis sein zu dürfen. Der König fragte sie, ob sie sich dessen bewusst sei, was sie wolle. Sie antwortete: „Ja, das ist mein Mann. Ich muss mit ihm sein.“ Sie zog den Ehering ab, auf dem stand:  „Nur der Tod“. 17 Jahre lang war sie mit ihrem Mann im Gefängnis.
Wissen Sie, wann eine Ehe glücklich wird? Dann, wenn sie Christus erlauben, in ihrer Ehe anwesend zu Problem Problem

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