Mittwoch der 27. Woche im Jahr Lk 11, 1-4

Gott, unser Vater, der alle unsere Bitten hört und keines seiner Kinder  vergisst, sei mit euch.

Im heutigen Evangelium bitten die Apostel Jesus, ihnen das Beten beizubringen. Jesus hat sie das Vaterunser-Gebet  gelehrt. Im Vaterunser nehmen wir heute  die Bitte: „Dein Reich komme – wahr.

Jesus, du hast uns gelehrt, wie wir  zum Vater  beten sollen. Herr, erbarme dich unser.

Du willst das Reich des Vaters in uns  vollenden. Christus, erbarme dich unser.

Du hast der Barmherzigkeit verheißen.   Herr, erbarme dich  unser.

Wenn wir im Evangelium oft vom Reich Gottes hören, sollen wir um seine Ankunft bitten, denn es geht dabei um etwas, das notwendig ist.  Begreifen wir wirklich, was der Begriff „Reich Gottes“ bedeutet? Manchmal denken wir,  dass das Reich Gottes der Himmel sei. Oder setzen wir das Reich Gottes gleich mit der Kirche?  Oder  ist es die Gnade Gottes in uns? Das Reich Gottes ist auch der Himmel, aber nicht nur der Himmel, weil in ihm, nach Christi Worten, die Spreu mit dem Weizen gemischt ist. Reich Gottes ist auch die Kirche, aber nicht nur die Kirche. Doch die Kirche betet um seine Ankunft. Reich Gottes ist auch Gnade, aber nicht nur Gnade; es ist auch etwas, das wie ein Korn wächst, das  in die Erde geworfen wurde.

Lasst uns beten , wie der Herr seine Jünger und uns  zu beten gelehrt hat.

Dass die Sünden erlassen werden, heißt für uns, zur Liebe und zum Frieden Gottes zurückzukehren. So dürfen wir  beten.

Selig, deren Sünden erlassen sind und die  mit reinem Herzen  zum Vater hinfinden.