Gott, unser Vater, der alle unsere Bitten hört und keines seiner Kinder vergisst, sei mit euch.
Im heutigen Evangelium bitten die Apostel Jesus, ihnen das Beten beizubringen. Jesus hat sie das Vaterunser-Gebet gelehrt. Im Vaterunser nehmen wir heute die Bitte: „Dein Reich komme – wahr.
Jesus, du hast uns gelehrt, wie wir zum Vater beten sollen. Herr, erbarme dich unser.
Du willst das Reich des Vaters in uns vollenden. Christus, erbarme dich unser.
Du hast der Barmherzigkeit verheißen. Herr, erbarme dich unser.
Wenn wir im Evangelium oft vom Reich Gottes hören, sollen wir um seine Ankunft bitten, denn es geht dabei um etwas, das notwendig ist. Begreifen wir wirklich, was der Begriff „Reich Gottes“ bedeutet? Manchmal denken wir, dass das Reich Gottes der Himmel sei. Oder setzen wir das Reich Gottes gleich mit der Kirche? Oder ist es die Gnade Gottes in uns? Das Reich Gottes ist auch der Himmel, aber nicht nur der Himmel, weil in ihm, nach Christi Worten, die Spreu mit dem Weizen gemischt ist. Reich Gottes ist auch die Kirche, aber nicht nur die Kirche. Doch die Kirche betet um seine Ankunft. Reich Gottes ist auch Gnade, aber nicht nur Gnade; es ist auch etwas, das wie ein Korn wächst, das in die Erde geworfen wurde.
Lasst uns beten , wie der Herr seine Jünger und uns zu beten gelehrt hat.
Dass die Sünden erlassen werden, heißt für uns, zur Liebe und zum Frieden Gottes zurückzukehren. So dürfen wir beten.
Selig, deren Sünden erlassen sind und die mit reinem Herzen zum Vater hinfinden.