Jesus Christus, der uns geboten hat, standhaft zu sein gegen allen Widerstand der Welt, sei mit euch.
Jesus sagt den Aposteln und allen Christen auch voraus, dass sie verfolgt werden. Natürlich wird diese Verfolgung nicht immer gleich ausfallen und viele Formen annehmen. Weiter sagt Jesus: Wer aber bis ans Ende ausharrt, der wird gerettet werden (Mt 10,22). Zu diesen Menschen gehört auch der heutige Heilige, der heilige Athanasius.
Jesus, du kamst mit der Botschaft des Vaters. Herr, erbarme dich unser.
Dein Wort bleibt für alle Zeit. Christus, erbarme dich unser.
Du lehrst uns durch das Wort der Kirche. Herr, erbarme dich unser.
Der heilige Athanasius wurde um 296 in Alexandria geboren. Er wurde von Alexander erzogen, dem späteren Bischof von Alexandria. Athanasius verbrachte zwei Jahre in der Wüste in der Gemeinschaft des heiligen Antonius. Im Jahr 319 wurde er Diakon. Damals begann er, gegen den Arianismus zu kämpfen, der die Gottheit Jesu leugnete.
325 begleitete er seinen Bischof Alexander zum Konzil von Nizäa. Weil der Bischof schon alt war, sprach Athanasius an seiner Stelle. Drei Jahre nach dem Konzil starb der Bischof, und Athanasius wurde Patriarch, obwohl er erst 30 Jahre alt war.
Da Athanasius den Arianismus ablehnte, wurde er verfolgt und musste 335 ins Exil gehen. Nachdem Arius gestorben war, konnte Athanasius 337 zurückkehren. Später musste er noch mehrmals ins Exil, insbesondere während der Herrschaft des Kaisers Konstantius.
Die letzten sieben Jahre seines Lebens verbrachte er in Frieden. Er erlebte, wie der Arianismus allmählich zurückgedrängt wurde. Im Jahr 350 war fast die ganze Welt noch arianisch, doch am Ende des 4. Jahrhunderts war sie wieder katholisch. Einen großen Anteil daran hatte der heilige Athanasius.
Trotz aller Verfolgungen blieb er dem wahren Glauben treu. Er starb am 2. Mai 373. Für sein Leben und sein Werk wurde er mit dem Titel „Kirchenlehrer“ geehrt.
Da Jesus Christus uns den Widerstand der Welt vorausgesagt hat, wollen wir den Vater um Hilfe und Beistand bitten.
Aus einer Welt des Unfriedens wird uns Gott in sein Friedensreich heimholen. So bitten wir den Herrn.
Selig, die um des Namens Jesu Christi willen der Bosheit widerstehen und am letzten Tag an seiner Seite sein werden.