Hl. Andreas Dung-Lac und Gefährten Lk 20,27-40

Jesus, der sagte :  Gott aber ist  nicht  der Toten, sondern  der lebendige Gott. Er sei mit euch.

Die Evangelisierung  in Vietnam begann am Anfang des 16. Jahrhunderts. Die ersten apostolischen Vikariate wurden 1659  gegründet  und verzeichneten eine bemerkenswerte Entwicklung. Heute gibt es  in Vietnam 25 Diözesen. 10 im Norden, 6 im Zentralteil  und  9 im Süden. Die Katholiken sind  etwa 6 Millionen. Die kirchliche Hierarchie wurde  am 24. November 1960  durch Papst Johannes XXIII. gegründet. Der Verdienst dafür ist das Blut der Märtyrer, die seit den ersten Jahren des Christentums in Vietnam ihr Leben für den Glauben geopfert haben.

Jesus, du hast den Märtyrern Mut gegeben, ihren Glauben tapfer zu zu bekennen. Herr, erbarme dich unser.

Jesus, du hast uns gelehrt, dass wir nach dem Tod wie die Engel im Himmel werden. Christus erbarme dich unser.

Du bleibst bei uns  bis  ans  Ende  der Welt. Herr, erbarme dich unser.

Im heutigen Evangelium stellten die Sadduzäer die Frage, die die Auferstehung  berührt. Wie es bekannt ist, waren die Sadduzäer eine Gruppe, die an die Auferstehung nicht glaubte; sie glaubten nicht an das Leben nach dem Tod und auch nicht an die Unsterblichkeit der Seele. Die Sadduzäer wollten durch die ausgedachte Geschichte  das Leben nach dem Tod  infrage stellen. Sie beziehen sich auf das Gesetz von Mose wo steht. Wenn ein Bruder, der eine Frau hatte und starb, kinderlos war, soll sein Bruder diese Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen zeugen. Die Sadduzäer wollten mit dieser Geschichte sagen, dass die Auferstehung nicht sein kann, weil dann komische  Situationen  auftreten würden. Die Frage, die die Sadduzäer gestellt haben, scheint lächerlich zu sein, aber sie ist in Wirklichkeit nicht  lächerlich. Auch heute glauben viele Menschen an das Leben nach dem Tod. Sie machen es lächerlich und erklären es falsch. Es gibt auch die Menschen, die an das Leben nach dem Tod glauben, aber sie stellen sich dieses ewige Leben als das vollkommene irdische Leben vor, wo der Mensch die materielle Freude erleben wird. Einmal habe ich ein Buch gelesen, in dem der Autor schreibt, dass er im Himmel gesehen hat, wie dort die Menschen Ski fahren. Und er schreibt. Das war ein fantastischer Skilauf. Selbstverständlich, das sind unsere irdischen Vorstellungen, die oft von der Wirklichkeit entfernt sind. Jesus sagt uns. Sie werden nicht sterben können, weil  sie den  Engeln gleich  und durch  die Auferstehung  zu Söhnen Gottes  geworden sind. Jesus wollte dadurch sagen, dass dieses ewige Leben, ganz anders ist, als unser irdisches Leben.

Gott ist gnädig  und barmherzig, reich an  Huld  und Treu. Zu ihm beten wir mit vollem Vertrauen, wie unser Herr Jesus Christus uns zu beten gelehrt hat.

Christus ist unsere  Hoffnung und Friede. Zu ihm beten  wir.

Selig, denen  das  ewige   Leben  verheißen  ist.