Montag, der 2.Fastenwoche Lk 6,36-35

Jesus sagt: „Richtet nicht,  und  ihr werdet nicht gerichtet werden; er sei mit euch.“

Zweifellos hat jeder von uns  im Leben  erlebt, wenn uns  jemand etwas  Unrechtes  angetan hat. Entweder waren es falsche Wörter an unsere Adresse, oder es war eine Beleidigung, oder wir bekamen nicht, worauf wir recht  hatten. In unserem Herzen  hat uns etwas gestochen, verletzt,  und wir sagten. Das werde ich  ihm nicht vergeben. Aber Jesus sagt zu uns. Seid barmherzig, wie auch  euer Vater  barmherzig ist.

Jesus, du gibst uns die Kraft, unseren Feinden zu vergeben. Herr, erbarme dich unser.

An dir  entscheidet sich, ob alle Menschen leben. Christus, erbarme dich unser.

Du bist  als  Zeichen  des Widerspruchs  gekommen. Herr, erbarme dich unser.

Nehmen wir Jesus’ Aufruf zur Vergebung wahr. Stellen wir uns die Fragen. Wann zu vergeben? Warum zu vergeben ? Wie zu vergeben? Jesus sagt. Wenn dein Bruder gesündigt hat, weise ihn zurecht. Wenn er es bereut, vergib ihm. Auf den  ersten Blick  scheint  es, dass wir vergeben sollen,wenn der Täter  seine Handlung bereut. Jesus aber hat vor, uns etwas anderes zu sagen. Er hat vor, uns zu sagen, dass wir immer vergeben sollen. Jesus sagt uns nicht zu. Vergebt nur dann … oder nur unter diesen Bedingungen. Wir sollen ohne Bedingungen einverstanden sein, antworten wir auf die Frage. Warum zu vergeben? Unsere Vergebung gegenüber den anderen ist so unerlässlich, dass sie unter den sieben Bitten des „Vaterunsers“ steht. Im Gebet „Vater unser“ wird uns nur eine  Forderung gestellt: „Vergebt ihren Schuldigern.“ Liebe ist unteilbar. Wir können Gott, den  wir nicht sehen, lieben,  wenn wir den Bruder oder die Schwester, die  wir  sehen, nicht lieben. Wenn wir unseren Brüdern und Schwestern vergeben wollen, dann ist  unser Herz  vor  der  barmherzigen  Liebe Gottes geschlossen. Nicht vergeben ist  das Böse. Wenn wir  nicht  vergeben  wollen, dann lehnen wir ab, dass Gott unser Herz  verwandelt.  Jeder Mensch hat die  Kraft zu vergeben. Obwohl wir wissen, dass wir vergeben sollen, fällt es uns irgendwie nicht leicht. Unsere Vergebung ist  unvollkommen. Was sollen wir damit machen? Wo sollen wir die Kraft zur Vergebung hernehmen? Die Antwort ist. Wir brauchen uns  dem Heiligen Geist  zu übergeben, der die Kraft hat, unser Herz zu verändern und  uns fähig  zu machen, zu vergeben.

Im Geist der  Wahrheit,  der vom Vater kommt, dürfen wir voll Vertrauen  beten.

Der Herr erneuert uns  im Heiligen  Geist. Durch  ihn können wir den Frieden erreichen.

Selig, die Gottes  Wort  im Herzen  bewahren und seine Geheimnisse  in Ewigkeit schauen dürfen.