Jesus, der zu den Aposteln sagte:Wer da will, der Vornehmste sein, der sei euer Knecht, der sei mit euch.
Ein riesiges Feuerwerk steigt am Vorabend des Jakobs-Tages in den sommerlichen Nachthimmel über der spanischen Stadt Santiago de Compostela in Galizien. Kaum einer der 60 000 Einwohner und der vielen tausend Besucher in der Stadt lässt sich dieses einmalige Schauspiel zu Ehren des großen Apostels Jakobus entgehen. Wie in einem Fieber befindet sich die Stadt am Monte Pedros schon seit Tagen. Es herrscht Volksttanzgruppe, bunte Trachten beherrschen das Straßenbild, kaum überschaubare Pilgerströme fluten durch die Stadt.
Jesus, du hast dem Apostel dein Wort anvertraut. Herr, erbarme dich unser.
Du hast sie zu Zeugen deiner Auferstehung gemacht. Christus, erbarme dich unser.
Du hast sie zu Baumeistern deines Reiches berufen. Herr, erbarme dich unser.
Wer war dieser Apostel, dem die Menschen bis ins 20. Jahrhundert eine solche überschäumende Verehrung entgegenbrachten? Jakobus der Ältere, so genannt zur Unterscheidung von Apostel Jakobus dem Jüngeren, war ein Sohn des Fischers Zebedäus und von Salome. Sein Bruder war Johannes, der Apostel und Evangelist. Zusammen mit Petrus und Johannes gehörte er zu den Lieblingsjüngern Christi und begleitete Jesus auch in den Ölgarten. Wegen ihres stürmischen Temperaments hatte Gott den beiden Brüdern Jakobus und Johannes den vielsagenden Beinamen „Donnersöhne” gegeben. Nach der Himmelfahrt Jesu verkündete Jakobus der Ältere weiterhin das Evangelium. Einige Überlieferungen berichten, er habe in Jerusalem und Samaria gewirkt, andere erzählen, dass Jakobus nach Spanien gezogen sei und dort gepredigt habe. Um das Osterfest des Jahres 44 wurde der Apostel durch Soldaten von Herodes Agrippa I. verhaftet und auf Anordnung des Königs mit dem Schwert ermordet. Jakobus war der erste der zwölf Apostel Christi, der den Märtyrertod erlitt.
Jesus schenkt uns die vielfältigen Gaben des Heiligen Geistes. Lasst uns mit seinen Worten miteinander und füreinander beten.
In Jesus Christus hat uns Gott den Weg des Friedens und der Liebe erschlossen. Daher dürfen wir ihn bitten.
Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht , hilf mir in deiner Güte. Herr, lass mich nicht scheitern, denn ich rufe zu dir.