Heiligster Name Jesu Lk 2,21-24

Jesus Christus, dessen Name heilig ist, sei mit euch.

Heute erinnern wir uns an den Namen Jesu. Der Name Jesus hatte in der Originalsprache die Form Joschua, JHVH, was „Erlösung“ bedeutet. Das ist der gleiche Name, den Josua, der Nachfolger Moses’, trug. Bei Juden galt der Name als Wesen der Persönlichkeit. Also das, was der Mensch tat, lehrte und lebte.

Jesus,  in deinem Namen ist uns  ewige  Herrlichkeit  verheißen. Herr, erbarme dich unser. 

In deinem Namen haben wir göttliches Heil empfangen. Christus, erbarme dich unser.

Du  willst alle, die  deinen Namen anrufen, erhören.  Christus, erbarme dich unser.

Christen haben von Anfang an den heiligen Namen Jesu angerufen. In den liturgischen Feiern begann man, den Namen Jesu erst im 14. Jahrhundert zu verehren. Der heilige Bernardin von Siena und seine Jünger verbreiteten unermüdlich die Verehrung der Namen Jesu in ganz Italien und im übrigen Europa. In der Zeit des heiligen Bernardin von Siena wurde Italien in Fürstentümer und Stadtrepubliken aufgeteilt. In dieser Zeit herrschten langjährige Feindseligkeiten zwischen den Adelsfamilien. Eine der Aufgaben des Bernardines Apostolats war, Hass zu beseitigen und Feinde zu versöhnen. Der heilige Bernard tat dies durch die Verbreitung der Achtung vor dem Namen Jesu. Er machte ein seltsames Zeichen. Ein Bild der strahlenden Sonne und die ersten Buchstaben der drei lateinischen Wörter JESUS HOMINUM SALVATOR. Jesus, der Retter der Menschen. Über dem mittleren Buchstaben H befand sich ein Kreuz. Es wurde ein neues Wappen geschaffen, das an das Geheimnis der Erlösung erinnerte und das andere Wappen sowie die Zeichen, die die Menschen voneinander trennten, ersetzte. Das Emblem des Namens Jesu verbreitete sich sehr schnell in Italien. Es dekorierte öffentliche Gebäude und Privathäuser. Die Menschen schmückten auch alltägliche Dinge mit diesem Emblem. Es wurde auf den Teller und auf den Spaten gemalt, gefunden und auf anderen Instrumenten. So wollten sie den Hinweis des heiligen Paulus erfüllen. Alles, was ihr tut, tut ihr im Namen Jesu Christi. Im 16. Im Jahrhundert wurde es als liturgischer Feiertag eingerichtet. Im Jahr 1530 erlaubte Papst Clemens VII. den kleinen Brüdern, den Namen Jesu als den ersten durch Anbetungsstunde zu feiern.

Herr, dein Reich komme. Es ist das Reich, das Christus unter  uns  begonnen hat in der  Art, wie  er  unter  uns  lebte und  handelte. So  beten  wir gemeinsam.

Wo wir  Gott Wohnrecht einräumen, findet der Friede eine Heimstätte. Um diesen Frieden bitten wir.

Die Herrlichkeit des Herrn wird offenbar und alle Menschen erfahren Gottes Heil.