Samstag der 32. Woche im Jahre 2021, Lk 18,1-8

Jesus, der fragt: Wenn  der Menschen Sohn kommen wird, werde er Glauben finden  auf Erden? Sei mit euch.

Hut ab vor dem Mut und der Standhaftigkeit dieser Witwe! Sie hat trotz der großen Hindernisse, die sich ihr in den Weg stellten, durchgehalten. Erstens war der örtliche Richter ungerecht und gottlos. Zweitens durften Frauen damals in der Regel nicht einmal in der Öffentlichkeit sprechen. Drittens hatte sie keinen Ehemann, der für sie eintrat. Schließlich waren die Richter damals sehr wählerisch bei der Auswahl der Fälle, die sie aufnahmen und verhandelten.

Jesus, du wirst kommen und Glauben suchen. Herr, erbarme dich unser. 

Du wirst  allem Unrecht und  aller Bosheit ein Ende setzen. Christus, erbarme dich unser.

Du  wirst die Auserwählten zu deiner Rechten sammeln. Herr, erbarme dich unser.

Die meisten Witwen hatten jedoch nicht genug Geld, um die Zeit des Richters und sein Interesse an dem Fall zu bezahlen, aber diese Witwe ließ sich von diesen Hindernissen nicht entmutigen. Jesus sagt uns nicht, ob ihr Flehen ärgerlich hartnäckig oder freudig optimistisch war. Er warnt uns jedoch, dass wir ihrer Hartnäckigkeit folgen sollten. Jesus würde es lieber sehen, wenn wir immer lächeln und zuversichtlich wären, aber er ist ein Realist. Er ist an uns interessiert, unabhängig davon, ob unsere Gebetsanstrengungen von unseren wunden Füßen oder unserer sturen Natur herrühren. Er handelt immer – und läutert uns, weil wir uns zumindest ein wenig bemühen.

Wenn der Menschensohn eines Tages wiederkommt, würde er sich freuen, wenn wir dem Beispiel dieser Witwe in Bezug auf Glauben und Beharrlichkeit folgen würden. Als der heilige Basilius der Große über das Gebet der Fürbitte sprach, sagte er aus eigener Anschauung: „Manchmal liegt der Grund dafür, dass du nicht empfängst, darin, dass du schlecht bittest, oder dass du inkonsequent oder gleichgültig bittest, oder dass du um etwas bittest, das nicht gut für dich ist, oder dass du aufgehört hast zu bitten.“ Sind Sie die Witwe, die auf eine gerechte Entscheidung auf der Grundlage Ihrer Bitten wartet? Oder sind Sie eher der, den Basilius beschrieben hat? Geben Sie nicht auf, verlieren Sie nicht die Hoffnung und den Mut! Bleiben Sie im Gebet! Bitten Sie andere, zu beten, bitten Sie um die Fürsprache der Heiligen im Himmel. Seien Sie versichert, dass Jesus zur Rechten des Vaters ständig für Sie eintritt (Röm 8,34). Denken Sie daran, dass Gott ein gerechter und gnädiger Richter ist, der unseren Schrei hört und auf ihn zu unserem Besten beantwortet.

Wie uns Jesus Christus, das Licht der, gelehrt  hat, lasst uns  zum Vater beten.

Der uns zu Kindern Gottes macht, schenkt uns  heute seinen Frieden. Deshalb bitten wir.

Selig, die den Herrn schauen dürfen, wenn er in seiner Herrlichkeit wiederkommt.

 

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