Dienstag 4.Adventwoche, Hld 2,8-14

Gott, unser  Herr,der  in Erfüllung gehn läßt, was er gesagt hat, sei mit euch.

Ich bin fasziniert davon, wozu Menschen fähig sind, wenn sie etwas erreichen wollen oder an einem außergewöhnlichen Ereignis teilnehmen möchten. In den Zeitungen sehen wir Bilder von Menschen, die die ganze Nacht vor einem Geschäft stehen, um zu den ersten zu gehören, die ein neues Mobiltelefon kaufen oder Karten für die Premiere eines neuen Films bekommen. Gott sei Dank ist das nicht der Fall, wenn es um Gottes Gnade geht!

Jesus, du kamst als die Freude der ganzen Welt. Herr, erbarme dich unser. 

Dein Kommen geschah in Stille und Verborgenheit. Christus, erbarme  dich unser.

Dein erster Gruß war spürbare Gnade Herr, erbarme dich  unser.

Wir müssen zugeben, dass es viele Geschichten von Heiligen gibt, die bis tief in die Nacht gebetet haben. Viele von ihnen jedoch nicht, weil sie Gott suchten, sondern weil sie bereits die Freude seiner Gegenwart erfahren hatten. Sie wussten, dass es nicht sein konnte, dass die Gnade Gottes jemals „ausverkauft“ sein würde. Sie waren begierig darauf, so viel wie möglich davon zu bekommen, damit sie mehr geben konnten.

Die ganze Heilige Schrift bezeugt, dass das Wohnen bei Gott das Leben verändert. Im Hohelied heißt es, dass Gottes Liebe tief in unsere Herzen eindringt und uns auf eine Weise erfüllt, wie es keine andere Liebe kann. Die Psalmen bringen in Lobpreis und Klage zum Ausdruck, was Menschen mit dem Herrn erlebt haben. Und als Maria, die Jesus erwartete, Elisabeth besuchte, durchdrangen Ehrfurcht und Freude diese enge Verwandte von ihr. Doch auch Elisabeths ungeborenes Kind, Johannes, zitterte vor Freude. Immer wieder sehen wir, wie sich das Leben eines Menschen verändert, wenn er oder sie Gott begegnet.

Jesus bietet uns heute seine Gegenwart als Geschenk an. Sie müssen nicht in einer langen Schlange warten und hoffen, dass Sie ihn anfassen können, bevor er verschwindet. Sie müssen sich nicht mit einem Moment seiner kostbaren Zeit oder Aufmerksamkeit zufrieden geben. Im Gegenteil, er wartet sehnsüchtig auf Sie und möchte Sie so schnell wie möglich treffen. Es spielt keine Rolle, auf welche Weise Sie sich ihm nähern. Sie können ihn finden, wenn Sie in einer Lobeshymne tanzen, alte Hymnen singen, in der Kapelle knien oder auf dem Boden des Wohnzimmers liegen. Sie können es ganz anders erleben als Ihr Nachbar oder Ihre Frau. Aber das stört nicht im Geringsten. Alles, was zählt, ist, dass Jesus bei dir ist und darauf wartet, dass du ihn findest! Es gibt keinen besseren Ort, als in der Gegenwart Jesu, deines Erlösers und Freundes, zu sein!

Gottes Kommen hat den Menschen  Gnade und Freude gebracht. Deshalb wagen  wir zu  beten.

Wo die Nähe Gottes spürbar  wird, ist sein Frieden nah. Deshalb bitten wir den Herrn.

Selig, die glauben, was der Herr sagt, und hinfinden in sein Reich.

 

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