Mittwoch der Weihnachtszeit 1 Joh 3,11-21

Jesus Christus,  über den Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, sei mit euch.

Man sagt, dass die meisten Atheisten mindestens zwei unlösbare Probleme in ihrer Beziehung zu Christen haben. Erstens glauben sie nicht, dass die Gläubigen wirklich glauben – sie betrachten ihren Glauben meist als Zweckkalkül. Und zweitens haben sie das Gefühl, dass Gläubige ihnen unterschwellig eine Art Überlegenheit signalisieren – dass sie etwas mehr „wissen“, dass sie etwas Wunderbares auf ihrer Seite haben.

Jesus, du kennst die Herzen und Gedanken  des  Menschen. Herr, erbarme dich unser. 

Du wirst uns dereinst das Größere zu schauen geben. Christus, erbarme dich unser. 

Du wirst uns heimholen in das Reich deiner Herrlichkeit. Herr, erbarme dich  unser.

In der heutigen Lesung stellt der Apostel Johannes eine weitere „Diagnose“: Diejenigen, die im Tod verharren, hassen diejenigen, die bereits vom Tod zum Leben übergegangen sind. Aber Ersteres gilt sicher nicht pauschal für alle, die sich nicht ausdrücklich mit irgendeiner Form des Glaubens identifizieren – und Letzteres gilt keineswegs automatisch für alle, die getauft sind. In diesem Sinne ermahnt der heilige Johannes ganz klar: „Meine Kinder, lasst uns nicht nur in Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit.“

Und auch hier gibt es Berührungspunkte, oft sogar eine Art Schnittmenge zwischen der Welt der Gläubigen und der Welt der Ungläubigen. Denn viele Atheisten zeigen ein solches Maß an selbstloser und aufopfernder Liebe, dass es unmöglich ist, sich einen einzigen Grund vorzustellen, warum sie von der Gemeinschaft mit der Ewigen Liebe ausgeschlossen sein sollten. Und für uns selbst stellt das heutige Wort Gottes ein feierliches Thema für die Gewissensprüfung dar: Liegt der Grund dafür, dass die Welt uns hasst, nicht vielmehr darin, dass wir nicht auch unsere Brüder lieben.

Gott schaut ins Verborgene und kennt  unsere Herzen. Zu ihm dürfen wir voll  Vertrauen  beten. 

Wer  Gott findet in ihm auch den Frieden, Um seinen Frieden bitten wir. 

Selig ,die dem Wort Gottes glauben und den Himmel offen sehen  werden.

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