Aschermittwoch Joel 2,12-18, Mt 6,1-6, 16-18

Jesus, der sagte: Wenn  ihr aber fastet, so seht nicht düster aus, wie die Heuchler, sei mit euch.

Das Evangelium vom Aschermittwoch lenkt die Aufmerksamkeit auf Almosen, Gebet und Fasten. Jesus warnt uns davor, unsere guten Werke vor den Leuten zu tun, damit sie uns bewundern. Wir sollen alles im Geheimen und im Vertrauen tun, denn der Herr sieht in unsere Herzen. Wir müssen unsere Frömmigkeit nicht vor anderen zeigen. Wichtig ist, dass wir ein offenes Herz haben und Gott vertrauen, der auch im Verborgenen sieht. Wichtig ist, dass wir Gott gefallen und nicht den Menschen.

Jesus, du weißt, was im Herzen verborgen  ist. Herr, erbarme dich unser.

Du  schaust ins Verborgene und niemand kann dich täuschen. Christus,erbarme  dich  unser.

Du hast uns die Liebe des Vaters  zugesagt. Herr, erbarme dich unser,

Almosen

Zu wissen, wie man mit den Armen teilt, ist ein Akt christlicher Liebe und ein Akt der Barmherzigkeit, wie Vater Tobi seinem Sohn Tobias sagt: „Benutze deinen Besitz, mein Sohn, für Werke der Barmherzigkeit! Wende niemals dein Angesicht von den Armen ab, damit Gottes Angesicht nicht von dir abgewandt wird!“ (Tob 4:7). Im Lukasevangelium finden wir das Gleichnis vom reichen Mann und Lazarus (Lk 16,19-31). Die große Sünde des reichen Mannes war, dass er seinen Reichtum selbstsüchtig nur für sich selbst verwendete und das Elend des Lazarus nicht sehen wollte. Möge dieses Gleichnis eine Herausforderung für uns sein, niemals die Bereitschaft zu verlieren, unsere Gaben mit den Armen zu teilen. Der Herr Jesus sagte: „Geben ist seliger als nehmen“. (Apostelgeschichte 20:35). Ohne Nächstenliebe hätten unsere Almosen keinen Wert. Lasst uns alles mit Liebe tun, wie der Apostel Paulus so schön schreibt: „Und wenn ich alle meine Güter als Almosen gäbe und meinen Leib opferte, damit ich herrlich würde, und hätte die Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze“ (1 Kor 13,3).

Gebet

Wenn wir beten, brauchen wir von niemandem gesehen zu werden, wir müssen uns nur in unser Zimmer oder an einen anderen ruhigen Ort begeben. Dies zeigt auch unsere persönliche Beziehung zu Gott. Habe ich einen Platz zum Beten, wo mich niemand sehen kann? Als nächstes weist Jesus darauf hin, dass wir im Gebet nicht viele Worte machen müssen. Wir müssen uns daran erinnern, dass Gott unser liebender Vater ist und dass wir ihm alles sagen können, was in unserem Herzen ist, sei es Schmerz oder Freude. Wir können alle unsere Sorgen im Gebet Gott übergeben. Wie der Psalmist so schön sagt: „Obwohl das Wort noch nicht auf meiner Zunge liegt, weißt du, Herr, schon, was ich sagen will“. (Ž 139,4). Das Gebet ist für das geistliche Leben so wichtig. Lasst uns eine tägliche Regelmäßigkeit des Gebets einhalten. Beim Gebet geht es um die Art der Beziehung, die wir zu Gott haben. Wenn wir Gott wirklich lieben und uns nach ihm sehnen, ist es ganz normal, dass wir immer Zeit für ein regelmäßiges Gebet finden werden.

Fasten

Der Prophet Jesaja sagt, welches Fasten Gott gefällt: „Ist das nicht ein Fasten, wenn du den Armen dein Brot brichst, wenn du die umherziehenden Elenden ins Haus führst, wenn du einen Nackten siehst und ihn verhüllst und dich nicht vor deinem Leib verbirgst?“ (Jes. 58:7). Im Lukasevangelium wird die Prophetin Anna erwähnt, die den Tempel nicht verließ und Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten diente (Lk. 2,37). Wir wissen sehr wenig über diese Frau, und doch ist sie uns sympathisch, weil sie ein Vorbild in Sachen Gebet und Fasten ist. Sie widmete ihr Leben Gott und diente ihm im Tempel. Wir müssen nicht die ganze Zeit im Tempel sein, aber wir können zumindest kleine Taten mit großer Liebe tun. Wir können nicht nur fasten, indem wir auf Fleisch verzichten, sondern auch, indem wir andere Lieblingsdinge aufgeben, z.B. kann ich aus Liebe zu Gott auf Süßigkeiten, Fernsehen, Internet, Tablet oder andere Lieblingsdinge verzichten. Stattdessen sollten wir uns jeden Tag Zeit nehmen, um regelmäßig zu beten, die Heilige Schrift zu lesen, die Messe zu besuchen, einen verlassenen Freund zu trösten, usw.

Fragen zum Nachdenken

♦ Ist das Gebet für mich ein intimes Gespräch mit Gott? Wie ist mein Verhältnis zum Gebet, bete ich gerne? Wie viel Zeit widme ich dem Gebet? ♦ Worauf will ich in der Fastenzeit verzichten? Die Fastenzeit ist eine Zeit, in der wir uns geistig auf die Feier des Osterfestes vorbereiten. Es ist eine Zeit des Hörens auf Gottes Wort und des Gebets. Wie viel Zeit verbringe ich pro Tag mit dem Lesen von Gottes Wort? ♦ Bin ich bereit, wenigstens eines der Werke der Barmherzigkeit zu tun?

Jesus Christus, der Sohn Gottes, hat unser Leben mit  Licht erfüllt. In seinem Namen dürfen wir zum Vater beten.

Da die  Tage  der Versöhnung begonnen haben, dürfen wir den Herrn um seinen Frieden bitten. 

Selig, die den Weg geebnet haben und mit dem Herrn eingehen dürfen, wenn er wiederkommt.

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