Donnerstag nach Aschermittwoch Dtn 30,15-20

Gott, der Herr, der seinen Sohn dahingegeben hat, damit wir gerettet werden, sei mit euch.

Gott ruft Menschen jeden Alters und jeder Generation auf, eine Entscheidung zu treffen, ihm zu folgen und sein Leben anzunehmen. Er ruft uns täglich dazu auf, uns für die Nähe zu unserem Gott zu entscheiden, unser Taufgelübde einzuhalten und das Leben zu leben, für das wir uns entschieden haben, als wir das Sakrament der Firmung empfingen. Was bedeutet es, sich für das Leben zu entscheiden? Welche Segnungen erhalten wir, wenn wir jeden Tag auf diese Weise wählen? Mose beschrieb es als ein Leben, das drei Dinge umfasst: den Herrn lieben, in seinen Wegen wandeln und seine Gebote halten (Dtn 30,16).

Jesus, du kamst, um für uns zu leiden. Herr, erbarme dich unser.

Du hast uns auf den Weg deiner Nachfolge gerufen. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns den Weg zur Rettung gewiesen. Herr, erbarme dich unser.

Zuallererst sind wir aufgerufen, Gott zu lieben. Alles andere folgt daraus, denn es ist das größte der Gebote Gottes (Mt 22,37-38). Die Liebe besteht nicht in erster Linie in unserer Liebe zu Gott, sondern darin, dass er uns zuerst geliebt hat (1 Joh 4,10). Wenn wir die Offenbarung seiner Liebe im Gebet annehmen, bewegt sie uns dazu, ihn zu lieben und ihm konsequenter zu folgen. In gleicher Weise sind wir aufgerufen, auf seinen Wegen zu wandeln. Dazu gehört aber mehr als nur die Befolgung einzelner Gebote. Wir lernen Gottes Wege kennen, wenn wir Gott kennen lernen. Wenn wir jeden Tag im Gebet sein Wort lesen und ihn bitten, zu uns zu sprechen, erlauben wir dem Heiligen Geist, uns deutlicher zu lehren, wer Gott ist, was ihn motiviert und was es bedeutet, dass er ein Gott der Liebe, der Gerechtigkeit und der Barmherzigkeit ist.

Wir erlauben ihm, unseren Geist umzugestalten, damit wir auf den Wegen unseres Vaters wandeln und so denken, entscheiden und lieben können wie er. Letztlich sind wir aufgerufen, seine Gebote zu befolgen. Wenn wir seine Liebe durch das Gebet erfahren und die ständige Umformung unseres Geistes durch sein Wort erleben, lernen wir, dass „seine Gebote nicht schwer sind“ (1 Joh 5,3). So wie uns die Gnade des Vaters zufließt, ihn zu erkennen und zu lieben, so schenkt er uns durch die Gnade seines Geistes die Fähigkeit, ihm zu folgen und zu gehorchen. Gott ruft uns auf, uns für das Leben zu entscheiden, aber er lässt uns mit unserer Entscheidung nicht allein. Er sendet uns seinen Geist, damit er in uns wohnt und uns die Gemeinschaft seiner Kirche schenkt. Beide sollen uns bei dieser Entscheidung helfen und unterstützen. Im Vertrauen auf den Reichtum seiner Belohnung lasst uns alle das Leben wählen, damit wir wirklich leben können.

Jesus Christus, auf den wir hören sollen, hat uns gelehrt, zum Vater zu beten. Nach seinem Wort dürfen wir beten.

Die Gemeinschaft mit Christus verwandelt unser Leben, so dass wir ihm ähnlich werden. Deshalb bitten wir.

Selig, die berufen sind, Gott in seiner Herrlichkeit zu schauen von Angesicht zu Angesicht.

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