Dienstag der 4.Fastenwoche Ez 47,1-9.12

Jesus Christus, dessen Wort die Kranken heilte und die Dämonen besiegte, sei mit euch.

Siehe, unter der Schwelle des Tempels sprudelte Wasser hervor…“ Ez 47,1.

Der Prophet Hesekiel malt das Bild eines schönen Flusses, der im Tempel entspringt und sich allmählich vertieft und verbreitert. Anfangs ist das Wasser nur knöcheltief, doch nach und nach wird es zu einem Fluss, der nur noch durchschwommen werden kann. Er fließt in die ganze Erde und bringt und erhält das Leben, wo immer er fließt. Sie verwandelt sogar das salzige und giftige Wasser des Toten Meeres in eine Quelle der Erfrischung und Hoffnung! Auch wir, die Getauften, sind in diesen Fluss getaucht worden. Jetzt fließt das Leben Gottes in uns, bereit, uns zu tragen.

Jesus,du hast Kranke gesund  gemacht. Herr, erbarme dich unser.

Du hast geheilt am Sabbat, dem Tag des Vaters. Christus, erbarme dich unser.

Du hast in der  Krankheit zugleich die Sünde geheilt . Herr, erbarme dich unser.

Wo befinden Sie sich in diesem Strom? Waten Sie bis zu den Knöcheln? Sind Sie vollständig untergetaucht? Irgendwo dazwischen? Das spielt keine Rolle! Wo auch immer Sie sind, Gott ruft Sie, tiefer zu gehen. Scheuen Sie sich nicht, hineinzutauchen oder zu springen, zu planschen und nass zu werden. Dieses Wasser ist nicht wie die irdischen Flüsse, die wir bereits verschmutzt haben – dieser Strom wäscht jeden rein, der ihn betritt. Sie kann niemals verunreinigt werden, ganz gleich, wie viele Sünden wir in sie hineintragen. Das liegt daran, dass es der Fluss der Barmherzigkeit Gottes ist.

Wo berührt der Fluss des Lebens Gottes Sie heute? Sind Tränen der Trauer, der Reue oder der großen Freude in Ihnen aufgestiegen? Vielleicht ruft Gott Sie auf, sich durch die Sakramente zu reinigen und zu erneuern, besonders in der Heiligen Beichte. Vielleicht tauchen Sie gerade in das wohltuende Wasser der Gegenwart Gottes ein; lassen Sie die Feuchtigkeit in Ihre ausgetrocknete Seele eindringen. Vielleicht sind Sie gerade ins kalte Wasser gesprungen und haben das Gefühl, hilflos umherzuschwimmen (wenn ja, entspannen Sie sich und lassen Sie sich vom Heiligen Geist tragen).

Wenn Sie das nächste Mal in die Kirche kommen, sollten Sie unbedingt beim Weihwasserkrug vorbeischauen. Wenn es in Ihrer Kirche während der Fastenzeit kein Wasser gibt, nehmen Sie sich Zeit, darüber nachzudenken, wie sehr Sie sich nach der Erfrischung durch den Geist an Ostern sehnen. Wenn der Weihwasserkrug voll ist, achten Sie besonders darauf, wie Sie sich mit dem Kreuzzeichen kennzeichnen. Denken Sie beim Verlassen der Kirche auch daran, dass der Fluss bei Hesekiel immer tiefer und mächtiger wurde, und als er den Tempel, den Ort der Anbetung, verließ, verströmte er immer mehr Leben und floss hinaus in die Welt, die Gott geschaffen hat und die er so sehr liebt. Dieser Fluss trägt nun auch Sie und befähigt Sie, ein Vermittler neuen Lebens für alle um Sie herum zu sein.

Jesus Christus, der Mitleid hatte mit aller menschlichen Not, hat uns  gelehrt, wie wir  zum Vater beten sollen. 

Das Sakrament seines Leibes und Blutes reinigt uns. Deshalb bitten  wir  den Herrn.

Selig, die aus aller Not des irdischen Lebens hingelangen zur ewigen Vollendung. 



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