Aber es gibt noch einen anderen, der von mir zeugt“ (Joh 5,32).

Bei der Lektüre dieses Abschnitts werden Ihnen vor allem die Worte „bezeugen“ und „Zeugnis“ auffallen. Es klingt ein bisschen so, als würde Jesus von einem Prozess sprechen. Aber er ist nicht derjenige, der die Welt richtet. Nein, er akzeptiert die Rolle des Anwalts! Jesus brach mit der jüdischen Tradition, indem er am Sabbat heilte, und plötzlich war er von feindseligen Zweiflern umgeben. Und wen benennt er als ersten Zeugen für seine Verteidigung? Kein anderer als sein himmlischer Vater!

Jesus nennt drei Arten, wie Gott von ihm zeugt. Zunächst sind da die Zeichen und Wunder, die er tut. Dann gibt es das „direkte Zeugnis“ des Vaters, das Johannes der Täufer erhielt, als der Geist auf Jesus kam: „Und ich habe es gesehen und kann bezeugen, dass dies der Sohn Gottes ist“. (Joh 1,34). Und dann ist da natürlich noch die Heilige Schrift selbst. Wie Jesus sagt, schrieb Mose über ihn, als er von dem kommenden Propheten sprach (Dtn 18,15). Aber nicht nur Mose schrieb über Jesus, sondern viele Propheten des Alten Testaments, die vom Messias sprechen.

Das Zeugnis Gottes endet nicht am Kreuz. Sie setzt sich nach der Auferstehung Jesu in viel stärkerem Maße fort. Bevor er in den Himmel auffuhr, befahl Jesus seinen Jüngern, bis an die Enden der Erde zu gehen und seine Liebe und sein Heil zu verkünden (Apostelgeschichte 1,8). Und sie gingen. Und durch diejenigen, denen sie es verkündeten, wurde das Zeugnis von Generation zu Generation bis zum heutigen Tag weitergegeben. Und heute stehen wir hier, Jünger im wahrsten Sinne des Wortes, berufen, unserer Generation gegenüber als Zeugen aufzutreten.

Angesichts unserer Schwäche und Sündhaftigkeit ist es erstaunlich, dass Jesus uns eine solche Aufgabe anvertraut hat. Aber lassen wir uns nicht einschüchtern. Wie Jesus hat jeder von uns Gottes Wort als mächtiges Zeugnis zur Verfügung. Wir haben den Heiligen Geist, der unseren Worten und unserem Beispiel übernatürliches Leben eingehaucht hat. Solange er bei uns ist, brauchen wir uns nicht zu fürchten. Wir können lernen, sensibel für die Führung des Geistes zu sein, wenn wir für den Herrn Zeugnis ablegen. Wir können seine Zeugen sein und einer neuen Generation von Jüngern sein Evangelium bringen!

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