Freitag der Osteroktav Apg 4,1-12

Jesus, der zu seinen Jünger  sprach: Kommt und haltet  das Mahl. Sei mit euch.

Petrus und Johannes sind die Verkünder des auferstandenen Jesus. Doch bei ihrer Verkündigung geht es nicht nur um schöne Worte. In der Tat darf die Verkündigung niemals nur Worte bleiben. Der Zeuge des auferstandenen Christus tritt in dieses Geheimnis ein und weiß oft nicht genau, was vor ihm liegt. Zeuge sein heißt leben. Unsere beiden Apostel erhalten die Möglichkeit, ihr Bekenntnis/ihren Glauben zu bestätigen. Am Tag nach ihrer Verhaftung hätten sie die Priester, die Tempelwächter und die Sadduzäer mit hasserfüllten Worten überschütten können, aber sie taten es nicht. Im Gegenteil, sie nutzen auch die Gefangenschaft und das Verhör, um mit Zuversicht und tiefem Frieden von Jesus zu zeugen.

Jesus, du hast deine Apostel zu Menschenfischern gemacht. Herr, erbarme dich unser.

Du hast den Apostel dein Reich anvertraut. Christus, erbarme dich unser.

Du selbst bist der Eckstein  deines Reiches. Herr, erbarme dich unser.

Eines der Symbole von Ostern ist das Lamm mit der Fahne; es stellt Jesus Christus dar und ist ein Zeichen für den Sieg des Guten über das Böse . Petrus und Johannes werden mit dem Lamm Gottes verglichen. Ich denke, das ist die authentische Osterhaltung des Christen.

Die Ereignisse der Verurteilung, der Kreuzigung und der Auferstehung Jesu werden von Petrus in aller Kürze durch das Bild der Bauleute und des Ecksteins aus dem alttestamentlichen Psalm 118,22 gedeutet. Die Bauleute, so Petrus, sind die Führer des Volkes und die Ältesten (V. 8). Die Ablehnung ist der Tod von Jesus. Die symbolische Sprache des Psalms bringt auch die Auferstehung zum Ausdruck, nämlich dass der verworfene Stein zum Eckstein geworden ist (V. 11). Mit anderen Worten, man kann sagen, dass die Handwerker bei der Wahl des geeigneten „Baumaterials“ ordentlich Schnitzer gemacht . Sie warfen das beste Stück weg, aber der Baumeister korrigierte ihren Fehler. Der Hinweis auf die Verwerfung Jesu findet sich auch in der ersten Vorhersage der Passion (Mk 8,31). Jesus selbst zitiert die Worte über den Stein aus Feuer, wenn er das Gleichnis von den bösen Winzern erklärt (Lk 20,17-18), und betont die immense/zerstörerische Kraft dieses Steins. Aber dazu ein andermal mehr. In der heutigen Botschaft geht es um Gottes Macht; er kann selbst die schlimmsten Dinge, die Menschen begehen, wiedergutmachen. Lassen wir uns von der erneuernden und heilenden Kraft Gottes durchdringen.

In Jesus Christus ist alles erfüllt, was verheißen war. Im Vertrauen auf sein Wort dürfen wir zum Vater beten.

Jesus Christus ist gekommen, damit wir das Leben haben und es in Fülle haben. Deshalb bitten wir. 

Selig, deren Sünden vergeben sind, damit  sie eingehen können zum  ewigen Leben.

 

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