Ich gebe euch meinen Frieden“, Joh 14,27.

Der niederländische Konvertit Werhade wurde später Benediktiner in Beuron. Er schrieb seinen Weg zur Bekehrung mit dem Titel: Unruhe zu Gott. Er sieht den Beginn der Bekehrung in einer tiefen Unzufriedenheit mit der Welt und dem Leben. „Den Frieden lasse ich bei euch, meinen Frieden gebe ich euch. Aber ich gebe euch nicht, wie die Welt gibt“. Die Kirche betet in der Messe durch den Mund des Priesters vor der Heiligen Kommunion im Namen aller … Das größte Geschenk Christi nach der Auferstehung: Frieden für euch!

Der Friede ist das große Geschenk Gottes. Jeder sucht sie auf eine andere Weise. Wenn die Menschen morgens zur Arbeit eilen, in die Büros, die Kinder in die Schulen, sehen wir das geschäftige Treiben auf den Straßen. Sie führt zu Unruhe. Alle haben es eilig, irgendwohin zu kommen. Stellen wir uns vor, dass wir von dieser belebten Straße aus den Tempel Gottes betreten, in dem wir den wahren Frieden finden wollen. Der Frieden von Christus. Er gibt sie. In einem reinen Gewissen, in reinen Gedanken und Taten. Der Friede, der aus dem Wissen kommt, dass derjenige, der ihn liebt und ihm folgt, nichts verliert, sondern im Gegenteil viel gewinnt. Was hier ist, ist nicht greifbar und nur in der Ewigkeit sichtbar.

Denken wir daran in den Momenten, in denen wir hinter etwas her sind. Wenn wir es aufrichtig bekommen, wollen wir mehr. Dann schlafen wir unruhig und müssen manchmal sogar Ärzte aufsuchen. Stellen Sie sich dieses Bild vor: Die großen Gestalten der Geschichte treten vor den Thron Gottes. Moses geht vorbei: Was haben Sie Ihrem Volk gegeben? – Und was haben sie daraus gemacht? – Sünde. Karl der Große geht vorbei: Was hast du deinem Volk gegeben? – Altäre nach dem Vorbild des Throns Gottes unter den Menschen – und was haben sie daraus gemacht? – Ein Scheiterhaufen für die Verbrennung von Ketzern. Jesus kommt auch. – Was haben Sie Ihrem Volk gegeben? – Und was haben sie daraus gemacht? – Krieg! Dies ist das Werk des Menschen. Gottes Geschenk ist der Frieden in der Seele und im Leben. Wenn wir oft den Frieden verlieren, bedeutet das, dass wir noch nicht das volle Maß dessen haben, was Du gibst.

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