Wem kommen die Früchte der hl. Messe zugute?

Die allgemeinen Früchte kommen der ganzen Kirche zugute, die besonderen Früchte tun es ebenfalls.

1. dem Priester , welcher die Heilige Messe zelebriert

2.  Jenen, für die der Priester die heilige Messe darbringt

3. Allen, die der heiligen Messe andächtig beiwohnen

Die Frucht eines  Baumes oder eines Ackers ist die, weshalb man den Baum pflanzt oder den Acker bebaut – also  der Nutzen, den man davon hat. So sind die Früchte der heiligen Messe der Nutzen, die uns das heilige Messopfer bringt.

Das heilige Messopfer hat allgemeine Früchte, das heißt, es hat einen geistlichen Nutzen, der allen katholischen Christen gemeinsam ist – einen Nutzen für die ganze Kirche, für alle Lebenden, für die Frommen, aber auch für die Sünder und die Verstorbenen, die im Fegefeuer sind. Sie alle bekommen um des  Opfers Jesu willen fortwährend reichliche Gnaden, die armen Seelen eine Abkürzung oder Nachlassung ihrer Strafen.

Das heilige Messopfer hat  aber auch einen ganz  besonderen Nutzen, der nicht allen zukommt. Der Priester erhält aus dem heiligen Messopfer einen besonderen Nutzen und außergewöhnliche Gnaden.     1.  Der Priester, welcher das heilige Opfer darbringt. Er ist ja  der Gnadenquelle am nächsten – aber er braucht auch die Gnade am notwendigsten für die  schwierigen  Arbeiten seines heiligen Berufs.                                                                    2. Einen besonderen Nutzen haben jene, für welche der Priester das heilige Messopfer im Besonderen  darbringt. Fromme Christen bitten den Priester deshalb gern, die heilige Messe für sie oder ihre Angehörigen aufzuopfern, in diesem oder jenem Anliegen zur Erlangung dieser oder jener Gnade. 3. Ebenso haben all jene, die der heiligen Messe andächtig  beiwohnen, einen besonderen Nutzen. Und zwar haben sie umso  mehr Nutzen, je größer ihre Andacht ist. In der Heiligen Messe  ist Jesus bereit, die Ströme seiner Gnade auszugießen. Zum Beispiel: Am Brunnen bekommt nur der , der ein großes und leeres Geschirr bringt. Ähnlich ist es mit der Gnade. So bekommt viel Gnade der, der ein Herz bringt, das leer ist von bösen, sündhaften Neigungen und groß und weit ist, um  in rechter und frommer  Weise zu leben, um Gott zu gefallen.  Jesus ist bereit, ihm in der Heiligen Messe seine köstlichsten Schätze zu schenken. Würden wir doch diese Gnaden mehr schätzen! Würden wir doch mehr mit dem Herzen an der heiligen Messe teilnehmen! Noch etwas bekommen wir bei jeder heiligen Messe: die Gnade der Reue und Buße zur Vergebung der Sünden. Gott gibt uns also die Gnade, dass wir imstande sind, unsere Sünden zu bereuen und Buße zu tun. Auch bei der Messe werden uns zeitliche Sündenstrafen auferlegt. Das sind jene Sündenstrafen, die wir noch zu erleiden haben, auch wenn uns durch die Beichte die ewigen Strafen nachgelassen werden. Sie heißen zeitliche Strafen, weil sie nur begrenzt dauern und nicht ewig sind. Wir müssen sie in dieser Welt abbüßen durch geduldiges Ertragen des Leidens, oder wir müssen, wenn wir das nicht tun, im Fegefeuer leiden, bis sie abgebüßt sind. In der heiligen Messe haben wir nun ein leichtes Mittel, diese Strafen abzubüßen, um uns womöglich vor dem schweren Fegefeuer zu bewahren. Das geschieht durch die andächtige Teilnahme an der heiligen Messe. Vielleicht müsste so mancher nicht mehr im Fegefeuer leiden und wäre schon im Himmel, wenn er die kleine Mühe nicht gescheut und öfter und andächtiger an der heiligen Messe teilgenommen hätte. Wenn eine arme Seele nochmals zurück zur irdischen Welt kommen könnte, wie gerne und andächtig würde sie eine heilige Messe mitfeiern. Wir alle, die noch hier auf der Erde weilen, können das immer wieder tun. Besuchen wir also so oft es möglich ist eine heilige Messe!

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