Christentum.

Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm“ 1Joh 4,16. Das Christentum ist der Bräutigam und die Braut. Das ist die Geschichte der gegenseitigen Liebe zwischen dem Menschen und Gott.

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihm glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ Joh 3,16.

Gott ist der, der den Menschen bis zum Äußersten  lieb ist. Von seiner Seite ist kein Problem . Der Mensch ist der, der die Liebe zu Gott nicht angeboren hat. Das ist der Mensch, der in diese Beziehung das Problem  bringt. Der Mensch muss in sich die Liebe zu Gott erwecken und nach dieser erlernen, zu leben. Wie erzielen wir, dass der Mensch auf die Gottesliebe antwortet, um ihn in Gott wirklich  zu verlieben? Die Schlüsselrolle spielt  in diesem Prozess das,was die Bibel als Gottesfurcht und Ehrfurcht vor Gott bezeichnet. Anfangs ging es wirklich um die Angst vor Gott. Die Gottesfurcht, die so unbegreiflich und gefährlich war. Die Angst vor der Gottesstrafe für die Sünden und die bösen Taten. Im Laufe der Zeit wechselten die Gottesfurcht , das Staunen und die aus ihm entstehende Ehrfurcht vor diesem unsichtbaren Gott. Seh ich den Himmel, das Werk deiner Finger. Mond und Sterne, die du befestigt hast: Was ist der Mensch, an den du denkst, das Menschenkind, das du dich seiner annimmst? Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott und ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt. Du hast ihn als Herrscher über das Werk deiner Hände eingesetzt, hast ihm alles zu Füßen gelegt. All die Schafe, Ziegen und Rinder und auch die wilden Tiere, die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht. „Herr, unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde!“ Psalm 8.4-10

Die Liebe zu Gott entsteht aus der Ehrfurcht. Die Liebe entsteht aus dem Staunen, das der Mensch ,dem unendlichen Gott, gegenüber spürt. Das Ehrfurchtrezept erhält drei wichtige  Ingredienzien:

1. Das verblüffende Bewusstsein von Gottes Größe und Heiligkeit. „Seht, Gott, der Herr, kommt mit Macht; er herrscht mit starkem Arm. Seht, er bringt seinen Siegespreis mit. Alle, die er gewonnen hat , gehen vor ihm her. Wie ein Hirt führt er seine Herde zur Weide; er sammelt sie mit starker Hand. Die Lämmer trägt er auf dem Arm; die Mutterschafe führt er behutsam. Wer misst das Meer mit der hohlen Hand? Wer kann mit der ausgestreckten Hand den Himmel vermessen? Wer misst den Staub der Erde mit einem Scheffel? Wer wiegt die Berge mit einer Waage und die Hügel mit Gewichten? Wer bestimmt den Geist des Herrn? Wer kann sein Berater sein und ihn unterrichten? Wen fragt er um Rat und wer vermittelt ihm Einsicht? Wer kann ihn über die Pfade des Rechts belehren? Wer vermittelt ihm das Wissen und zeigt ihm den Weg der Erkenntnis? Seht, die Völker sind wie ein Tropfen am Eimer; sie gelten  viel wie ein Stäubchen auf der Waage. Ganze Inseln wiegen nicht mehr als ein Sandkorn. Der Libanon reicht nicht aus; sein Wild genügt nicht für die Opfer. Alle Völker sind vor Gott wie ein Nichts, für ihn sind sie wertlos und  nichtig. Mit wem will Gott vergleichen und welches Bild an seine Stelle setzen? “ Jesaja 40, 10-18

 2. Die erniedrigende Erkenntnis eigener Schwachheit und Sündhaftigkeit.

3. Trotzdem liebt Gott den Menschen ganz und unbegreiflich. Christus ist schon zu der Zeit, da wir noch schwach und gottlos waren ,für uns gestorben. Dabei wird nur schwerlich jemand für einen Gerechten sterben, vielleicht wird er jedoch für einen guten Menschen sein Leben wagen. Gott aber hat seine Liebe zu uns darin erwiesen, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht gemacht sind, werden wir durch  ihn erst recht vor dem Gericht Gottes gerettet werden. Da wir mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Gottes Feinde waren,  werden wir erst recht, nachdem wir versöhnt sind , gerettet werden, durch sein Leben“Röm 5,6-10

Das Gottesgrößenbewusstsein und die eigene Schwachheit und Sündhaftigkeit. Der Fakt, dass Gott den Menschen trotzdem liebt, ruft  im Menschen Ehrfurcht hervor und führt zur Liebe. Die dämonischen Vorstellungen von Gott können wir aus diesem Gesichtspunkt heraus definieren als Verabsolutierung  einiger von diesen drei Ansichten;

1. Nur Gottesgröße – Gott entfernt, eigenwillig, anspruchsvoll.

2. Nur die Sündhaftigkeit des Menschen, Strafender Gott, Gott der Richter,

3. Nur liebender Gott, harmloser Großväterchen auf dem Wolkchen.

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