Einleitung
In einem makaberen Witz wird ein Mann, der für seine Freveltat zum Tode auf dem elektrischen Stuhl verurteilt wurde, gefragt, was sein letzter Wunsch sei. Seine Antwort war: „Der Richter soll mich im letzten Augenblick meines Lebens an der Hand halten.“ Ist das nicht ein ironischer Wunsch eines rächen Süchtigen?
In jeder Gesellschaft gibt es Menschen, die Übles tun, und sie hat sich daher mit der Lösung dieses Problems auseinandersetzen zu müssen. Auch zur Zeit Jesu war das nicht anders. Im heutigen Evangelium werden wir hören: „Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muss durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. Hört er auch auf diese nicht, dann sag es der Gemeinde.“ Diese Worte kann man aus einem juristischen, aus einem psychologischen und aus einem theologischen Blickwinkel verstehen.
Predigt