Erklärung der heiligen Messe VI.a.

Brot ist das Symbol dessen, was die eucharistische Versammlung als Geschenk Gottes geben kann: unsere Bereitwilligkeit zum Dienst. Wir hören das Wort Gottes und der Erfolg sollte konkret etwas Gutes sein. Der Apostel Jakobus ermahnt uns: „Hört das Wort nicht nur an, sondern handelt danach.“ Wer das Wort nur hört , aber nicht danach handelt, ist wie ein, Mensch , der sein eigenes Gesicht im Spiegel betrachtet, sich abwendet und schon hat er vergessen, wie er aussah.“ Jak. 1, 22-24

Beim Opferzug sollten wir uns dessen bewusst werden, wie viele Menschen um uns herum arm, krank und bedürftig sind. Und vielleicht warten sie gerade  von uns die Hilfe. Also sich selbst Gott zur Verfügung zu stellen. Bringen wir die Gaben mit der Bereitschaft, Gott zu dienen. Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Mt 25, 40. Gott geben wir immer wenig, solange wir ihm nicht uns selbst geben. Solange wir Gott nicht uns selbst geben, kann es kostbar sein – es ist nur der Versuch, Gott die Augen zu verbieten. Der Priester betet demütig, damit Gott unsere Gabe empfängt. Betet, Brüder und Schwester, dass mein und euer Opfer dem allmächtigen Gott gefalle. Wenn wir uns Gott in der Liebe nicht schenken, verliert die Begründung an ihre Antwort. Der Herr nehme das Opfer aus deinen Händen zum Lob und Ruhm seines Namens, zum Segen  für uns und seine ganze heilige Kirche.“

In diesem Teil der heiligen Messe ist noch eine herrliche symbolische Handlung: die Handwaschung. Das ist der Ausdruck unserer Sehnsucht nach innerer Reinheit. Der Priester wird sich dessen bewusst, dass er nicht sündlos ist. Wir nähern uns dem größten Geheimnis, und wir werden uns dessen bewusst, wie wenig  wir es wert sind, Christus zu berühren. Darum betet der Priester leise. Herr, wasche ab meiner Schuld , von meinen Sünden, mach mich rein.“ Als ob hier die Worte aus Psalm 15 ertönten. Herr, wer darf Gast sein in deinem Zelt, wer darf weilen auf deinem heiligen Berg? Der makellos lebt und das Rechte tut, der von Herzen die Wahrheit sagt und mit seiner Zunge nicht verleumdet.“  Und das ist das weitere Geschenk, das wir Gott anbieten können. Das reine Herz. Das reine, unbefleckte Herz bewahren zu lassen, erfordert oft erhebliche Anstrengung. Unsere Sinne behüten vor der Sünde. Das ist die Grundvoraussetzung, um unser Herz rein zu bewahren. Das ist ein bedeutendes Geschenk, das wir Gott anbieten können.

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