Lukas, Evangelist.

Der heilige Lukas war aus Antiochia, der Hauptstadt Syriens, gebürtig. In dieser Stadt, die wegen ihrer Schulanstalten in ganz Asien berühmt war, machte auch er seine Studien. Sein Hang trieb ihn vorzüglich zur Erlernung der Arzneiwissenschaft. Nach seiner Bekehrung zum Christentum war er sehr oft ein Reisegesandter des berühmten Völkerapostels Paulus, wie aus mehreren Briefen desselben  hervorgeht, in denen er den heiligen Lukas  ausdrücklich  einen Arzt nennt. Aber nicht nur in der Arzneikunde war der heilige Lukas sehr bewandert, sondern auch in der Malerkunst. Die Legende berichtet, dass die Kaiserin Pulcheria ein Bildnis der seligsten Jungfrau Maria, gemalt von dem heiligen Lukas, von Jerusalem aus zugeschickt worden sei und dass diese gottesfürchtige Fürstin dasselbe in einer Kirche aufgestellt habe. Der heilige Lukas hat mehrere Gemälde von Jesus und der seligsten Jungfrau Maria hinterlassen. Eben dieses behaupten mehrere andere Schriftsteller. In einem dieser Bücher kann man nachstehendes Urteil über die Malereien des heiligen Lukas lesen: Vorzüglich habe er die Bilder des Herrn, der Mutter Gottes, dann der Apostelfürsten Petrus und Paulus gemalt. Als Paulus nebst dem heiligen Lukas von Jerusalem  durch den Landpfleger Felix zum Kaiser Nero nach Rom geschickt wurde, trieb sie unter anderem einen Sturm auf die Insel Malta, wo sie sich drei Monate aufhielten. In dieser Zeit soll Lukas drei Marienbilder verfertigt haben. Man sagt: Lukas habe das erste Bildnis, die heilige Gottesgeberin auf dem Arm tragend, gemalt. Und als der Apostel das Bild der Mutter des Herrn gezeigt und angefragt habe, ob ihm dieses Bild angenehm sei, hat sie geantwortet: „Die Gnade dessen , der aus mir geboren ist, sei mit dir.

Lukas ist der Patron der Städte Padua, Bologna und Reutlingen. Ärzte, Chirurgen, Maler , Bildhauer  verehren ihn.

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