Aschermittwoch, Mt 6,1–6.16–18.

Nach der ersten Sünde wurde von Gott dem Adam  das Urteil gesprochen: Du bist Staub und zu Staub wirst du  wieder werden. Dieses  Urteil  des Herrn geht  auch  an alle  Kinder  Adams  in Erfüllung. Die Kirche versäumt daher  heute  nicht, ihre Pflicht , zu erfüllen und uns  an den Staub der Erde zu erinnern. Es wird deswegen durch  die Hände des Priesters geweihte Asche auf  unsere Stirn gestreut, um uns zu erinnern, dass  wir Staub  und Asche   seien und einst Staub und  Asche   werden. Da uns  allen  der Tod  unausweichlich  gewiss ist, welcher  Gedanke sollte tiefer  in unserer  Seele sein als der Gedanke an den Tod.   Was sollte uns mehr  am Herzen  liegen als die Vorbereitung  auf den  Tod!  Was ist  es doch   dieses Menschenleben, wenn jener grauenvolle Augenblick, der Tod heißt,  für jeden kommt? Auf  Erden   bleibt von  uns  nichts    als eine   Handvoll Staub und eine schwache, immer schwächer werdende  Erinnerung an uns, die  sich  bald  ganz  in  Vergessenheit   verliert. Aber  die unsterbliche Seele lebt fort. Ein besonderes  wehmütiges  Gefühl der menschlichen  Gebrechlichkeit durchdringt  mein  Innerstes bei der Auflegung  der Asche: Wo werden alle diese  Menschen in siebzig Jahren  sein?    Alle sind zurückgekehrt? Wehren wir uns nicht   gegen den Gedanken  an den Tod! Es gibt   nichts  Heilsameres, als an den Tod  zu denken. Wir haben  im Vorspruch gehört: „Du bist Staub und zu Staub sollst du wieder werden, von dem du  genommen bist.“ Wir sind dem Leibe nach   aus Staub  gebildet und werden wieder in Staub aufgelöst. Es gibt   einen frühen und einen späten Tod, einen leichten und einen   schmerzhaften Tod.  Einmal stirbst du  gewiss, oh  Mensch, sei es  früh oder spät.

Herr Jesus, lass  uns  den Tod   des Gerechten   sterben!  Lass  uns einmal das ewige  Ziel  erreichen!  Lass uns  zur rechten Zeit   noch  einlenken, wenn wir   bisher   den Weg   zum ewigen Leben  verfehlt haben!