Ostermontag, B Lk 24,13-35.

Nicht alle Menschen freuten sich über die Auferstehung Jesu. Die Hohenpriester und Pharisäer wollten nicht, dass sich diese Nachricht verbreitete. Sie wollten die Wahrheit nicht erkennen. Aber nun eine Frage an uns: Bin ich bereit, die Wahrheit anzunehmen, auch wenn sie für mich unangenehm ist?

Predigt

Wir wissen, dass die Feinde Jesu die Soldaten bestachen, damit diese behaupteten, die Apostel hätten den Leib Jesu gestohlen. Die Soldaten haben das tatsächlich gemacht. Daraus können wir ersehen, dass sich ehrlose Menschen für Geld bestechen lassen, um Unwahrheiten zu verbreiten.   Man sagt, dass man mit Geld alles erreichen kann. Ob wirklich alles, das ist die Frage. Aber Geld kann die Meinung der Menschen sehr beeinflussen. Das ist sicher.   Heute verwenden wir dafür das Wort „Korruption“. Dabei muss es sich nicht immer um Geld handeln. Es kann sich auch um verschiedene Vorteile handeln, zum Beispiel um beruflichen Aufstieg.

Aus der darüber.    Wir wir viel darüber.   Die lateinische Redewendung „Cuius regio, illius religio“ besagt, dass der Herrscher eines Landes berechtigt ist, die Religion vorzuschreiben.  Wer im Land die Macht hatte, mussten alle Bewohner desselben Staates anerkennen. Die Religionsüberzeugung wurde den Menschen von den herrschenden Machthabern aufgezwungen. Mit anderen Worten sehen wir, dass Geld das menschliche Denken beeinflusst. Das ist jedoch nicht der richtige Weg. Der wahre Weg zu religiöser Überzeugung ist Freiheit im Denken.

Der Naturforscher Eberhard Dennert schrieb ein Buch mit dem Titel „Die Religion der natürlichen Forscher“.  Er führt die Namen von 300 herausragenden Wissenschaftlern auf und stellt fest, dass nur 20 von ihnen eine abweisende Einstellung gegenüber der Religion hatten. Bei 38 konnte er ihre Einstellung nicht feststellen, bei den übrigen 242 hingegen stellte er fest, dass sie an Gott glauben. Ein ähnliches Buch hat John Claver Monsma in New York herausgegeben. In diesem Buch führt er die Namen von vierzig bedeutenden Persönlichkeiten auf.  Auch in Griechenland wurde ein ähnliches Buch herausgegeben, und zwar vom griechischen Astronomen Demokrit Kotsakis unter dem Titel „Hé epistrefe homilei”. In seinem Buch schreibt er, dass die meisten Wissenschaftler in seiner Heimat an Gott glauben. Und schließlich hat der wissenschaftliche Schriftsteller Hubert Muschalek in Berlin ein Buch mit dem Titel „Gottbekenntnisse moderner Naturforscher“ herausgegeben.  Auch aus diesem Buch erfahren wir, dass die meisten Wissenschaftler an Gott glauben.

Es ist nicht gut, Menschen mit Geld zu einer religiösen Überzeugung zu verlocken und sie dazu zu bringen, ihren Glauben aufzugeben.  Für seine Überzeugung soll der Mensch beten. Wir Menschen, die in der Gegenwart leben, haben Jesu Auferstehung nicht mit eigenen Augen gesehen. Wir glauben aufgrund des Zeugnisses der Menschen, die für Christus sogar ihr Leben geopfert haben. Kann jemand sein Leben für Christus opfern, wenn er keine persönliche Erfahrung mit Jesus gemacht hat?

Noch eine Sache möchte ich erwähnen. Viele Menschen fragen: „Hast du Gott gesehen?“ Die Antwort lautet: „Nein!“   „Wie kannst du dann behaupten, dass es einen Gott gibt?“ Auf diese Frage könnte ich so antworten: „Gibt es also nur das, was man sehen kann? Bedeutet das, dass Dinge, die ich nicht sehen kann, gar nicht ?  Und noch etwas. Tausende und Abertausende Menschen haben Jesus gesehen und mit ihm Erfahrungen gemacht. Lügen all diese Menschen? Haben sich all diese Menschen das nur ausgedacht? Millionen Menschen haben also ihr Leben für eine Illusion geopfert? Nein, das ist unmöglich. Das war nur möglich, weil Jesus wirklich auferstanden ist. Er lebt, und all diese Menschen kamen zu der Überzeugung, dass er wirklich lebt.

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