Freitag der20 Woche im Jahr Mt. 22,34-40

Möge Gott, unser Herr, den wir mit ganzem Herzen und ganzer Seele lieben sollen, mit euch sein.
Im heutigen Evangelium geht es um die Frage nach dem wesentlichsten Gebot. Jesus sagt, dass das Gebot die Liebe zu Gott und den Nächsten ist. Wir sollten das sagen. Das muss jedem klar sein. Doch weder den Juden noch vielen Menschen heute ist das klar. Und warum nicht? Weil viele Menschen die Liebe nicht für das Wichtigste im Leben halten.

Jesus, du kamst aus Liebe, um uns auf dem Weg des Leidens zu erlösen. Herr, erbarme dich unser.

Du hast dein Leben im Tod für uns hingegeben. Christus, erbarme dich unser.

An der Liebe zum Nächsten willst du deine Jünger erkennen. Herr, erbarme dich unser.

„Gott liebte uns, bevor wir existierten.” „Wenn er uns nicht geliebt hätte, hätte er uns nicht geschaffen”, sagte Katharina von Siena. Gott liebt uns trotz all unserer Fehler und Mängel und so intensiv, als ob wir die Einzigen auf der Welt wären. Damit er uns von seiner Gerechtigkeit erlösen kann, sandte er seinen Sohn, der für uns eintritt. Obwohl unsere Undankbarkeit nicht aufhört, verweigert er uns weder das Leben, noch das Brot, noch die Schönheit der Sonnentage. Er tut all das, damit er uns zur Liebe hervorruft. Aber seien wir ehrlich: Es gelingt ihm nicht. Bei vielen Menschen überhaupt nicht, bei manchen nur sehr schwach. Und weil es ihm nicht gelingt, die Liebe in uns zu erwecken, entschloss er sich, sie uns einfach ,,anzuordnen“. Was sollen wir davon denken? Wenn er es nicht schafft, uns durch die Liebe in den Himmel zu bringen, will er uns wenigstens durch die Gebote dorthin holen.

Wir haben uns zu Jesus Christus bekannt. So dürfen wir durch ihn zum Vater beten.

Damit wir bereit sind, Christus nachzufolgen, wollen wir um seinen Frieden bitten.

Selig sind die, die dem Herrn nachfolgen und durch ihn am Jüngsten Tag auferweckt werden.