Gott, unser Vater, der den Sohn liebt und alles in seine Hände gegeben hat, sei mit euch.
Jesus sagt im heutigen Evangelium: „Der, der von oben kommt, steht über allen.“ Wer von der Erde ist, ist von der Erde und spricht von der Erde. Der vom Himmel kommt, steht über allen. Wir wissen, dass damit Jesus gemeint ist, der vom Himmel gekommen ist.
Jesus, du bist vom Vater auf diese Erde gesandt. Herr, erbarme dich unser.
Du bist der Zeuge der Botschaft des Vaters. Christus, erbarme dich unser.
Du willst uns das ewige Leben schauen lassen. Herr, erbarme dich unser.
Wer von der Erde kommt, ist irdisch und spricht von dem, was zur Erde gehört. Jesus dachte hier an Johannes den Täufer. Diejenigen, die die liturgischen Texte zusammengestellt haben, haben zwischen dem gestrigen und dem heutigen Evangelium zehn Verse ausgelassen. Dort legt Johannes der Täufer sein Zeugnis für Jesus ab.
Wer vom Himmel kommt, steht über allem und bezeugt, was er gesehen und gehört hat. Nur Jesus ist vom Himmel gekommen. Dieses Zeugnis über Jesus können wir annehmen oder ablehnen. Wer es annimmt, kann sich Christ nennen. Doch damit ist es nicht genug. Wir sind verpflichtet, diese Erkenntnis über Jesus auch an andere weiterzugeben. Wir alle sollen Zeugen Jesu sein.
Das bedeutet aber nicht nur, mit Worten zu bezeugen, sondern auch mit unserem ganzen Leben von Christus zu sprechen. Unser Zeugnis soll glaubwürdig sein. Wir dürfen uns nicht selbst in den Vordergrund stellen. Christus zu erkennen, ist unsere Pflicht, aber nicht nur Pflicht, sondern auch ein Bedürfnis, weil wir damit erfüllen, was Gott zu Recht von uns erwartet.
Jesus Christus hat uns in die Hand des Vaters gegeben. In seinem Namen wagen wir zu beten.
Das Leben, das uns der Sohn Gottes schenkt, ist ein Leben des Friedens in Gott. Um seinen Frieden bitten wir.
Selig, die an den Sohn Gottes glauben und zum ewigen Leben gelangen.