Jesus, der sagte: Das Himmelreich ist einem König gleich, der mit seinen Knechten rechnen wollte; er sei mit euch.
Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist zur Vergebung der Sünden gesandt. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. Diese Worte hören wir jedes Mal bei der heiligen Beichte. Gott zählt nicht, wie oft er uns vergeben hat.
Jesus, du bist gekommen, um unsere Sünden zu vergeben. Herr, erbarme dich unser.
Durch deinen Tod wolltest du uns ein neues Leben schenken. Christus, erbarme dich unser.
Du hast uns gelehrt, dass Gott unser barmherziger Vater ist. Herr,erbarme dich unser.
Als Petrus Jesus fragte, wie oft er dem Bruder vergeben soll, der an ihm gesündigt hat. Jesus sprach siebenundsiebzigmal. Diese Antwort Jesu hat einen Zusammenhang mit einem alten biblischen Text. Kain soll siebenmal gerächt werden, aber Lamech siebenundsiebzigmal. Lamech war der Nachkomme Kains und er sprach zu seinen Weibern Ada und Zila. Ich habe einen Mann für meine Wunde und einen Jüngling für meine Beule erschlagen. In der Gestalt Lamechs ist deutlich zu erkennen, wie die Menschheit ohne Gott fällt. Lamech erhebt sich über Gott. Lamech bestimmt, wie oft er sich rächen wird. Jesus möchte uns heute sagen, dass wir das Böse nicht damit besiegen, dass wir uns an jemandem rächen, sondern damit, dass wir unseren Schuldigkeiten vergeben. Verzeihen sollen wir immer, nicht nur einmal oder manchmal. Die Sieben hat eine tiefe Bedeutung in der Bibel. Die Nummer sieben bedeutet Fülle, und siebenundsiebzig bedeutet Fülle der Fülle. Jesus, als er Petrus sagte, dass er siebenundsiebzigmal verzeihen soll, wollte er ihm sagen, dass er mit Fülle der Fülle vergeben soll, anders gesagt: völlig und immer vergeben. Gott will uns vergeben, und er wartet. wenn wir ihn darum bitten. Es ist nicht leicht , um Vergebung zu bitten, weil wir dann unsere Schuld und unsere Fehler anerkennen müssen. Gott freut sich darüber, wenn wir ihm um Vergebung bitten, und er will, dass auch wir den anderen ihre Schulden vergeben.
Jesus hat uns im Gebet „Vater unser“ gelehrt, dass wir unseren Schuldigern vergeben sollen. Wenn wir jetzt dieses Gebet beten, denken wir an diese Worte.
Die zu Christus gehören leben in der Einheit mit ihm und dem Vater. So dürfen wir um den Frieden bitten.
Selig, die eingehen dürfen in die Wohnungen, die uns der Herr im Haus des Vaters bereitet hat.