Dienstag der 3.Fastenwoche Mt 18, 21-35

Jesus, der sagte: Das Himmelreich  ist einem König gleich, der mit seinen  Knechten  rechnen wollte; er sei mit euch.

Gott, der  barmherzige Vater, hat durch  den Tod  und die Auferstehung  seines Sohnes die Welt  mit sich versöhnt und den Heiligen Geist  zur Vergebung  der Sünden gesandt. Durch  den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. Diese Worte hören wir jedes Mal bei der heiligen Beichte. Gott zählt nicht, wie oft er uns vergeben hat.

Jesus, du bist gekommen, um unsere Sünden  zu vergeben.  Herr, erbarme dich  unser.

Durch deinen  Tod  wolltest du uns  ein neues  Leben  schenken. Christus, erbarme dich unser.

Du hast uns gelehrt, dass Gott unser barmherziger Vater ist. Herr,erbarme dich unser.

Als Petrus Jesus fragte, wie oft er dem Bruder  vergeben soll, der an ihm  gesündigt hat. Jesus sprach  siebenundsiebzigmal. Diese Antwort Jesu hat einen Zusammenhang mit einem alten biblischen Text. Kain soll siebenmal  gerächt  werden, aber  Lamech  siebenundsiebzigmal. Lamech war der Nachkomme Kains und er  sprach  zu  seinen Weibern Ada und Zila. Ich  habe einen Mann für  meine Wunde und einen  Jüngling für  meine  Beule erschlagen. In der Gestalt Lamechs ist deutlich zu erkennen, wie die Menschheit ohne Gott fällt. Lamech erhebt sich über Gott. Lamech bestimmt, wie oft er sich rächen wird. Jesus möchte uns heute sagen, dass wir das Böse nicht damit besiegen, dass wir uns an jemandem rächen, sondern damit, dass wir unseren Schuldigkeiten vergeben. Verzeihen sollen wir immer, nicht  nur einmal oder manchmal. Die Sieben hat eine  tiefe  Bedeutung  in der Bibel. Die Nummer sieben bedeutet Fülle, und siebenundsiebzig bedeutet Fülle der Fülle. Jesus, als er Petrus sagte, dass er siebenundsiebzigmal verzeihen soll, wollte er ihm sagen, dass er mit Fülle der Fülle vergeben soll, anders gesagt: völlig und immer vergeben. Gott will uns vergeben, und er wartet. wenn wir ihn darum bitten. Es ist nicht leicht , um Vergebung zu bitten, weil wir dann unsere Schuld und unsere Fehler anerkennen müssen. Gott freut sich darüber, wenn wir ihm um Vergebung bitten, und er will, dass auch wir den anderen ihre Schulden vergeben.

Jesus hat uns im Gebet „Vater unser“ gelehrt, dass wir unseren  Schuldigern vergeben sollen. Wenn wir jetzt  dieses Gebet beten, denken wir an diese Worte.

 Die zu Christus  gehören  leben  in der Einheit  mit ihm  und dem Vater. So dürfen wir  um den Frieden  bitten.

Selig, die  eingehen  dürfen  in die Wohnungen, die  uns  der Herr im Haus  des Vaters  bereitet hat.