Weihnachten A Lk 2,15-20

Weihnachten 2019-bringt und die Liebe

Einführung

Wer von uns braucht nicht die Liebe? Wer sehnt sich nicht danach, zu lieben und geliebt zu werden? Niemand von uns erinnert sich an seine Geburt. Heute gedenken wir der Ankunft unseres Gottes, der Ankunft der Liebe. Jesus wurde geboren, wie jeder andere Mensch auch. Heute gedenken wir dieses freudigen Ereignisses mit den Worten des Engels. „Ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk bestimmt ist. Euch ist heute in der Stadt Davids ein Erretter geboren, der Christus, der Herr, ist.“

Predigt

Erinnern wir uns an einige Umstände der Geburt Jesu. Jesus wurde in Betlehem geboren. Betlehem war ein Städtchen in Judea. Aber Gott bereitete es durch die Propheten für die großen Dinge vor, die in ihm passieren werden. Der Prophet Micheas sagt bereits im 7. Jahrhundert vor Christus, dass der Messias in Betlehem geboren wird. Und der Prophet Nathan gibt dem David kund, dass der Erlöser der Welt aus Betlehem kommen wird. Gott sendet uns den verheißenen und erwarteten Messias. Jesus sehnt sich danach, ihn heute mit einem offenen und reinen Herzen willkommen zu heißen. Gott wollte, dass die ersten Verkünder der guten Nachrichten einfache Hirten sind. Sie waren die ersten, die das große Geheimnis dieser Nacht verstanden. Das Licht der Nacht von Betlehem, das auf diese Erde kam, drang in viele Herzen ein.

Das Leben des heutigen Menschen kann in drei Punkten beschrieben werden. Erwartung, Furcht und Freude. Die Adventzeit erinnerte uns an Erwartung und Angst. Aber heute sind wir gekommen, um die Freude zu erleben. Stellen wir uns die Frage, was brauchen wir, um die Freude zu erleben und keine Angst zu haben. Sicherlich wird jeder von euch zustimmen, dass wir eine tiefe Liebe brauchen. Wir müssen wissen, dass Gott uns nicht für Titel und Diplomen erschaffen hat. Er hat uns dazu geschaffen, damit wir lieben und geliebt werden. Gott kommt, um uns seine Liebe zu schenken. Er kommt, damit wir nicht mehr in Angst leben, damit jeder von uns Kraft in diesem Kind findet. Weihnachtfeste werden auch als die Feste des Friedens und der Liebe bezeichnet. Sie geben uns die Möglichkeit, an uns und an unseren Nächsten nachzudenken. Und bei der Krippe von Betlehem werden wir uns bewusst, dass wir mehr Liebe bekommen haben, als wir sie gegeben haben. Überlegen wir, was wir in unserem Leben ändern sollen, damit wir fühlen, dass wir nicht nur für uns selbst leben. Weihnachten hat die große Macht, unsere Herzen der Liebe zu öffnen, die Christus uns gebracht hat. Die heutige Welt bietet uns viele Möglichkeiten, aber nur wenige Liebe. Liebe für ein glückliches Leben braucht jeder von uns, auch der, der denkt, dass er von allem Überfluss hat. Es ist Zeit, dass wir uns beim Blick auf das Kind von Betlehem bewusst werden, wie kurz und verderblich unser Leben ist. Jesus fordert uns auf, seine Liebe durch unsere Liebe zu den Nächsten zu erwidern. Für jeden von uns ist der Platz in der Nähe der Krippe. Menschliche Werte gelten hier nicht. Position, Titel, Reichtum, Ruhm. Bei der Krippe sind wir alle Brüder und Schwester. Unsere Demut, Liebe, Dankbarkeit und reines Herz sind die Geschenke, die Gott von uns erwartet, für seine Liebe. Die Welt, aber auch wir, braucht dringend Frieden und Liebe. Ein kleiner Junge ging zur Weihnachtszeit mit seinem Vater nach Hause. Das war während des Zweiten Weltkriegs. Er bemerkte, dass einige Fenster einen Stern haben. Er fragte den Vater, was das bedeutet. Der Vater erklärte ihm, der Stern bedeute, die Familie habe den Sohn im Krieg. Als der Junge den ersten Stern am Himmel sah, sagte er: Vater, schau, Gott hat seinen Sohn im Krieg. Gott will nicht mit uns den Krieg führen. Er sandte seinen Sohn in den Kampf gegen die Mächte des Bösen. Er will, dass wir mit seiner Hilfe über die Unliebe und Sünde siegen. Möge Weihnachten für uns eine Aufforderung sein, nach der Liebe zu lieben, die uns das Jesuskind gebracht hat.