Hl. Stephanus,erster Märtyrer Mt 10,17-22

Jesus Christus,der sagte;Siehe,ich sende euch wie Schafe inmitten von Wölfen,er sei mit euch.

Schon die ältesten liturgischen Kalender führen eine Gruppe von Heiligen, die in den Tagen unmittelbar nach der Geburt Jesu erwähnt wird. Im Mittelalter wurden sie als Comites Christi bezeichnet. Die Begleiter Christi. Dazu zählen der heilige Stephanus, der heilige Johannes, Apostel und Evangelist, sowie die unschuldigen Kinder.

Herr Jesus Christus,du bist für uns Mensch geworden.Herr erbarme dich unser.

Du schenkst uns das neue und  ewige Leben.Christus,erbarme dich unser.

Du rufst uns in deine Nachfolge  auf den Weg zum Vater Herr,erbarme  dich unser.

Der Stephanietag entführt uns schnell aus der Weihnachtsidylle. Wenn wir Fernsehsendungen mit weihnachtlichem Inhalt sehen, wird der Zauber von Weihnachten betont. In der Kirche selbst dauert dieser Zauber jedoch nur einen Tag. Auch Jesus blieb nicht für immer ein kleines Kind, das von seiner fürsorglichen Mutter beschützt wurde, sondern er wurde geboren, um in die Realität der sündigen Welt einzutreten und sie zu erobern. Die Kirche auf dieser Erde wird als kämpfend bezeichnet. Wir Christen sind im Kampf, aber nicht gegen Menschen. In dem Brief an die Epheser schreibt der heilige Paulus, gegen wen wir kämpfen sollen: Es ist kein Kampf mit Blut und Fleisch, sondern mit Fürsten und Mächten, mit den Herrschern der dunklen Welt.
Die Apostelgeschichte beschreibt den heiligen Stephanus als einen Mann, der voller Gnade und Kraft war und im Volk große Wunder und Zeichen wirkte. An einem anderen Ort sagt man: „Sie konnten seiner Weisheit und dem Geist, der durch ihn sprach, nicht widersprechen.” Und an einem anderen Ort heißt es: „Und sein Gesicht schien ihnen wie das Gesicht eines Engels.” Wie konnte der heilige Stefan so stark sein? Stefan war stark durch Jesus Christus. Der Empfang Jesu Christi hat ihn innerlich und äußerlich verändert. Auch wir sollten durch Christus verändert werden, so wie er den heiligen Stefan verändert hat. Christus muss wirklich in unser Leben aufgenommen werden, nicht nur formal. Der heilige Stefan war ein Märtyrer, der sein Leben für Christus opferte. Märtyrer bedeutet auf Griechisch „Zeuge”. Es geht nicht nur um Leiden. Und das Zeugnis ist eine Form des Apostolats. Und es gibt kein wirksameres Apostolat als ein Zeugnis.
Vielleicht scheint es uns, dass sein Leben zunichte wurde, doch das ist nicht wahr. Sein heldenhafter Tod stärkte den Glauben vieler Christen und half vielen, sich zu bekehren. Unter ihnen gehörte sicher auch der heilige Paulus.

Durch Jesus Christus steht uns der Himmel offen und dürfen wir als Kinder Gottes bei unserem Vater sein. So beten wir voll Vertrauen.

Am Kreuz hat Jesus seinen Verfolgern verziehen und  uns ein Zeichen der Versöhnung  gegeben. Deshalb bitten wir.

Die Menge steinigte Stefanus. Er aber betete und rief: „Herr Jesus, nimm meinen Geist!”