Dreifaltigkeitssonntag B Mt 28,16-20

Dreifaltigkeitssonntag 2021  Dreifaltigkeit wie eine Denkaufgabe?

Einführung.

Es wurde einmal ein Kinderfilm über eine Denkaufgabe gedreht. Diese Denkaufgabe  war attraktiv und verlockend für Kinder und Jugendliche zu lösen. Heute  es scheint  Rätsel und Denkaufgabe  eher  für ältere Menschen geeignet  zu sein. Wenn Sie Kirchengeschichte studieren und sich ein wenig der Theologie widmen, wissen Sie, dass selbst Theologen gerne über die Rätsel des Glaubens spekulieren und sie  lösen. Die heutige Feier evozierte sie dazu. 1 = 3?

Predigt

Wir werden das Rätsel nicht lösen, aber über dieses Geheimnis nachzudenken. Das wird uns nicht schaden „Jesus befahl den Apostel die Menschen  auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes,  im heutigen Evangelium zu taufen. Und im Namen der Heiligen Dreifaltigkeit wurden wir alle getauft. Haben Sie darüber nachgedacht, wie ist es mit Gott in drei Personen? Und wie können wir uns Gott überhaupt so vorstellen? Jemand könnte Ihnen auf  solche Frage so antworten, dass es einfach ein Geheimnis ist, dass man nicht vernünfteln  sollt, dass wir  es  einfach  glauben  sollen. Wir sollen  aus Glauben keine Denkaufgabe machen.

Es ist wahr, dass es ein Geheimnis ist, was bedeutet, dass wir es nie ganz begreifen  werden, aber wir sollten trotzdem darüber nachdenken. Immerhin können wir  ein  Stück weiter sehen, und  dort, wohin  wir  sehen, ist es sehr schön und freudig: Wir können hier spüren  die Schönheit der Größe Gottes . Hören Sie, wie ein schönes Gleichnis über das Geheimnis  der Größe Gottes der  berühmte russische Schriftsteller  erzählt. Legende ist  von L. N. Tolstoi: Der Titel  „Gott zu sehen“: Ein König lebte einst im fernen Russland. Er war ein guter König, er tat viel für seine Untertanen und er führte keine Kriege. Darum lebten der König und sein Volk gut, und das Volk liebte den König. Als der König alt wurde, wurde er unglücklich: „Ich habe viele Länder bereist, ich habe viele bemerkenswerte Dinge auf der Welt gesehen, aber ich habe das Größte nicht bemerkt, Gott habe ich nicht gesehen. Wenn ihr  wollt , dass ich glücklich unter euch sterbe, dann zeigt  mir Gott. Ich habe keine Lust auf etwas anderes!“

Die ganze Nation konsultierte und versuchte, dem König entgegenzukommen. Gelehrte und Priester fingen an, weise Reden und Predigten zu schreiben, Maler malten Bilder und Symbole, Dichter entwickelten Metaphern, aber dem König sagte es  nicht viel,  Er sah Gott nicht. Dann  kam der Dorfhirte. Hirten haben Zeit zum Nachdenken. Wenn sie also weis  sind, werden sie allerlei ausdenken . Unser Hirte führte den König aus dem Palast und sagte zu ihm: „Schau in die Sonne!“ Der König konnte nicht auf die Sonne schauen„Die Sonne ist nur ein winziges Stück von Gottes Schöpfung, ein kleines Werk eines großen Gottes, und du kannst sie nicht so ansehen, damit du nicht blind bist. Wie willst du   dann den Schöpfer selbst, Gott, mit eigenen Augen sehen? “- Der König hat dies verstanden und anerkannt. Aber er bat sofort den Hirten, weil er klug genug war, eine andere Frage zu beantworten, die ihn stört: „Sag mir, Hirte, was war vor Gott? Was war da, bevor Gott war? ”- Der Hirte sagte zum König: Beginne von Anfang an  zu zählen – Der König begann: „Eins, zwei, drei …“ „Nein“, sagte der Hirte, „fange von vorne an, vor der Eins!“

„Aber es geht nicht, vor der Eins steht keine Zahl, nur Null!“ „Siehst du“, sagte der Hirte, „vor Gott ist auch nichts. Gott ist der Anfang von allem, was ist.“ „Ich verstehe“, freute sich der König. „Jetzt sag mir eine dritte Sache, die ich nicht weiß: Was macht Gott? Was macht Gott mit uns Menschen? «» Auch darauf gibt es eine einfache Antwort«, sagte der Hirte. „Aber du musst vom Thron herunterkommen und mit mir deine Kleider zu wechseln. “ Als der König dies tat, verstand er: „Ah, das weiß ich schon . Gott, tut genauso wie ich jetzt! Er steigt von seinem ewigen Thron herab, empfängt  das Kleid und die Form des Menschen. Er  dient dem Volk und macht die Menschen  zu königlichen Kindern.“

Den Vater in Jesus sehen. Wie der König in dieser schönen Legende konnten die Menschen vor zweitausend Jahren Gott tatsächlich sehen: Im Herrn Jesus wurde Gott Mensch. Wer Jesus sah, sah tatsächlich den Vater. Wer Jesus hörte und an ihn glaubte, empfing seinen Geist.  Wenn wir jemals ähnliche Fragen wie dieser König haben, suchen wir  Gott nicht in den gelehrten Büchern von Philosophen und Naturforschern. Suchen wir  ihn  nicht in den kosmischen Tiefen nicht. Öffnen wir  das Evangelium. Lesen wir  , was der Herr Jesus getan hat, versuchen wir , so zu handeln, wie er es getan und gedacht hat. Wer Jesus nachfolgt, der empfängt  seinen Geist  dem folgt den Vater.

Die Dreifaltigkeit Gottes ist ein Geheimnis, aber ein liebevolles und nahes Geheimnis: Gott ist unser Vater. Der Sohn ist unser menschlicher Bruder. Der Heilige Geist ist der Hauch von Gottes Heiligkeit und Gottes Kraft in uns. In Gott sind drei Personen. Er kommt  den Menschen in dreifacher Form, aber in sich  es gibt nur  Ein. Zünde drei Dochte an. Es gibt drei, die aber durch Brennen in einer Flamme verbunden sind. Du symbolisierst auch schön Heiligste . Dreifaltigkeit. Wenn Vater, Mutter und Kinder in Einheit zusammenleben, sind sie eine Familie, aber in mehreren Personen. Feiern wir also heute einen Gott in drei Personen: – Bitten wir den Schöpfervater, uns zu einem Instrument seiner schöpferischen Kraft zu machen. – Bitten wir den Sohn des Erlösers, uns zu einem Instrument seiner Liebe zu machen. – Bitten wir den Geist des Heilands, uns zu einem Instrument seiner Kraft zu machen.

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