Samstag der Weihnachtzeit Jak 2,14-17

Der Herr, der sich  uns im Brot des Lebens gibt, sei mit euch.

Wenn ich einen Staubsauger kaufen möchte, brauche ich keinen Verkäufer, der mir komplizierte Leistungsdiagramme eines unglaublich guten neuen Motors zeigt oder mir erklärt, in welchen Modi der Staubsauger arbeitet. Ich muss nur wissen, ob es mir die Reinigung der für mich problematischen Ecken im Haus erleichtert. 

Jesus, du hast dich der  Menschen  und ihrer Not erbarmt. Herr, erbarme dich unser. 

Du hast  den Hungernden Brot gegeben. Christus, erbarme dich unser.

Du sorgst  dich  um alle, die  dir folgen. Herr, erbarme dich unser.

Jakobus sagt, dass es sich mit dem Glauben genauso verhält. Genau wie die Liebe äußert sich der Glaube in Taten. Wenn ein Gläubiger religiös zu einem Bettler sagt: „Geht in Frieden. Geh und iss!“ und bietet ihm nichts  an, wird es ihm nicht helfen, denn es wird ihn weder die Liebe Gottes erfahren lassen, noch seinen Glauben vertiefen. Er braucht Nahrung und Kleidung als Zeichen und Werkzeug der Liebe Gottes.

Der Widerspruch  zwischen unserem Glauben und unserem Handeln ist manchmal ein Zeichen dafür, dass mit unserem Glauben etwas nicht stimmt. Wenn ich zum Beispiel glaube, dass ein göttlicher Schöpfer das ganze Universum in Bewegung gesetzt hat, sich aber nicht mehr darum kümmert, dann habe ich wirklich wenig Motivation, meine Sicht der Dinge in der Welt zu ändern. Aber das Evangelium offenbart uns einen ganz anderen Gott – einen Gott, der eng mit seiner Schöpfung verbunden ist, der sich leidenschaftlich nach einer Beziehung zu jedem Menschen sehnt; der in unsere Welt eingetreten ist und nicht nur unsere menschliche Natur angenommen hat, sondern sich auch geopfert hat, um uns zu retten.

Wenn wir an einen solchen Gott glauben, ist es selbstverständlich, dass sich unser Glaube in unserem Handeln widerspiegelt. Wir werden in der Kraft Jesu handeln, der sein Mitgefühl zeigte, indem er die Kranken heilte, die Traurigen tröstete und die Sünder zur Umkehr aufrief. Ist unser Glaube unerschütterlich? Handeln wir immer im Einklang mit der Liebe Christi? Nein, natürlich nicht. Deshalb müssen wir unseren Glauben entwickeln und ihn in die Praxis umsetzen. Beides ist notwendig, wenn wir in unserem Leben vorankommen wollen. Wie Jakobus es so treffend formulierte, ist der Glaube ohne Werke tot. Und wie Paulus sagt: Werke ohne Glauben sind leer. Lasst uns dem Glauben nachgehen, der aus dem Hören von Gottes Wort entsteht, und uns von diesem Glauben in unserem Leben leiten lassen.

Jesus Christus nahm das Brot, teilte es aus, und alle hatten genug. Zur Güte des himmlischen Vaters dürfen wir  beten. 

Jesus hat Zeichen seiner  Allmacht getan, Sie sind  zugleich Zeichen des Friedens, um den wir nun bitten.

Selig, die gesättigt werden mit dem Brot, mit dem Gott selbst sich uns  zur Speise  gibt. 

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