Freitag der 1. Woche im Jahreskreis 1 Sam 8,4-7 10-22

Jesus, der dem Gelähmte sagte: Deine Sünden sind vergeben, sei mit euch.

Warum kommt uns der dringende Wunsch der Israeliten, einen König zu haben, so bekannt vor? Vielleicht erinnert es uns an unsere Kinder, wenn sie um etwas bitten, weil es „jeder hat“. Es ist leicht, dieses Volk zu verachten, das sich von einem König beherrschen lässt, obwohl es davor gewarnt wurde, dass dies zu Zerstörung und Unterdrückung führen würde. Das ist auch der Grund, warum sich heute niemand mehr von einem König sagen lassen will, was er zu tun hat! Gott wollte, dass Israel der Welt ein leuchtendes Beispiel dafür gibt, wie ein Volk aussieht, das der Herr auserwählt hat.

Jesus, du hast den Glaubenden die Sünden vergeben. Herr, erbarme dich unser.

Du kanntest die Gedanken der Menschen. Christus, erbarme dich unser.

Du hast den Frieden zwischen Gott und den Menschen gestiftet. Herr, erbarme dich unser.

Er wollte, dass sein Volk Rechtschaffenheit, Treue, Gerechtigkeit und Vertrauen in seine Vorsehung bewahrt. Die Unterschiede zwischen den Israeliten und den umliegenden Völkern sollten die Heiden Wahrheiten über Gott lehren, die sie allein nie herausgefunden hätten: dass er einer ist, barmherzig, allmächtig und – was am erstaunlichsten ist – dass er uns liebt.

Durch den neuen Bund, den Jesus geschlossen hat, sind wir alle zum auserwählten Volk Gottes geworden. Wir sind aufgerufen, die erstaunliche Wahrheit seiner Liebe in der ganzen Welt zu verbreiten. Wie das kleine Volk, das sich um Samuel versammelt hatte, sind auch wir aufgerufen, Gott als unseren König anzunehmen. Manchmal kann uns dies zur Verzweiflung treiben. Zum Beispiel, wenn wir das Tischgebet sprechen, bevor wir in einem Restaurant essen, wenn wir am Aschermittwoch Asche auf unsere Stirn streuen oder vielleicht, wenn wir vor einer Klinik beten, in der Abtreibungen vorgenommen werden.

Manchmal erfordert es größere Opfer, z. B. einen gut bezahlten Job aufzugeben, weil wir uns unmoralisch verhalten müssten, oder eine Freundschaft zu riskieren, um für unsere Überzeugungen einzutreten, oder auf eine Beziehung zu jemandem zu verzichten, von dem wir wissen, dass wir keine sakramentale Ehe eingehen können. In solchen Momenten können wir die Welt evangelisieren, indem wir zu einem Zeichen des Widerstands werden, zu Vertretern der rettenden Liebe Gottes in einer Welt, die sie nicht annehmen will. Denn unser Gott ist weitaus ehrfurchtgebietender als die unbefriedigenden Götter des Geldes, des Sex und der Macht. Wenn wir auf seine Stimme hören, werden wir wie die ersten Christen reagieren, die die Welt um sich herum mit einer freudigen Botschaft entzündeten, die sie in neue Menschen verwandelte, die gegen den Strom schwimmen.

Da Jesus für  uns gebetet hat, dass der Vater uns vor dem Bösen bewahre, dürfen wir  in seinem Namen beten.

Der Herr bewahre  uns vor dem Bösen und schenke uns seinen Frieden. Wir bitten ihn.

Selig, für die Jesus Christus sich geheiligt hat, damit sie in Ewigkeit nicht verloren gehen.

 

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